Wett-Apps in Deutschland: Was die Whitelist entscheidet und wo die Grenzen liegen
Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisse sind gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen, Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Eine Wett-App ist eine Oberfläche. Sie zeigt Quoten, sie hält den Wettschein, sie schickt eine Benachrichtigung, wenn das Tor fällt. Was hinter dieser Oberfläche steht, entscheidet darüber, ob der Abend gut ausgeht: eine Erlaubnis, ein Einzahlungslimit, das über alle Anbieter hinweg zählt, und ein Zahlungsweg, der auf den eigenen Namen laufen muss. Wer eine App nach dem hübschesten Live-Design auswählt, hat die Reihenfolge umgedreht.
Der Suchbegriff führt viele auf Krypto-Wetten oder auf eine App mit Startguthaben. Beides ist in Deutschland kein Merkmal eines guten Angebots, sondern im ersten Fall ein Ausschlusskriterium: Anonyme Zahlungsmittel sind für erlaubte Veranstalter nicht zugelassen, und damit fallen Bitcoin und die meisten Coins aus dem Rennen, bevor die Quoten überhaupt eine Rolle spielen. Ein Startguthaben wiederum ist ein Marketingbegriff mit Bedingungen im Kleingedruckten, und das Kleingedruckte entscheidet, was davon übrig bleibt.
Erlaubnis vor Bedienung, Bedienung vor Quote. So ist die Reihenfolge auf den folgenden Seiten aufgebaut, und sie ist nicht verhandelbar. Zehn Apps mit deutscher Sportwettenerlaubnis stehen hier, in einer Reihenfolge, die aus ihrer Erlaubnis, ihren Zahlungswegen, ihren Livefunktionen und dem Zustand ihrer App-Beschreibungen gebildet ist. Keine ist ein Tipp, keine ist eine Empfehlung, und die Zahlen sind Momentaufnahmen: Quoten und Margen altern schneller als alles andere auf einer Wettseite.
Zuerst die Erlaubnis: woran eine legale Wett-App in Deutschland zu erkennen ist
Die Whitelist ist der einzige Nachweis
Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale) führt die Whitelist nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Sie ist der einzige Test, den ein Spieler selbst durchführen kann, und sie ist kostenlos. Steht eine Domain dort unter einer Sportwettenerlaubnis, darf auf ihr Sportwetten veranstaltet werden. Steht sie nicht dort, ist die Frage nicht „wie streng ist die Aufsicht“, sondern „gibt es überhaupt eine“.

Der Stand vom 2. Oktober 2026 führt 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer Sportwettenerlaubnis, darunter zwei, die zusätzlich Pferdewetten anbieten, und drei Inhaber, die ausschließlich Pferdewetten veranstalten. Jede dort gelistete Domain ist eine .de-Domain. Die Umkehrung gilt nicht. Eine .de-Adresse beweist nichts, sie kostet ein paar Euro im Jahr.
Dasselbe gilt für das Siegel. Ein Anbieter, der „deutsche Lizenz“ in seine App-Beschreibung schreibt, hat damit eine Behauptung abgegeben und keinen Nachweis erbracht. Die Liste, nicht die Beschreibung, entscheidet.
Eine Erlaubnis läuft fünf Jahre, die Liste nennt kein Ende
Eine Ersterlaubnis gilt fünf Jahre (§ 4c Abs. 1 GlüStV). Die Whitelist nennt trotzdem nur Erteilungsdaten und kein Ablaufdatum, deshalb sagt ein Eintrag nichts über den Rest seiner Laufzeit aus. Wer das Datum liest, liest die Geschichte des Anbieters, nicht seine Restlaufzeit.
Der Unterschied zwischen Erst- und Folgeerlaubnis ist dabei aussagekräftiger als das Datum selbst. Anbieter, deren Erlaubnis bis 2020 oder 2021 zurückgeht, haben die Umstellung auf das heutige Regelwerk mitgemacht. Ein Erstdatum aus 2026 wie bei Bet3000 bedeutet dagegen einen späten Einstieg: Der Anbieter ist nicht neu am Markt, aber neu in der deutschen Aufsicht, und sein Sportwettprogramm ist entsprechend jung.
Ein Hinweis, der in beiden Fällen gilt: Nur die Domain, die unter der Sportwettenerlaubnis steht, nimmt Sportwetten an. Slot-, Poker- oder Casinoerlaubnisse desselben Inhabers sind eigene Erlaubnisse mit eigenen Regeln und sagen über das Sportwettenangebot nichts.
Krypto, Mobilfunkrechnung und Anonymität
§ 6b Abs. 4 GlüStV lässt Einzahlungen nur von einem Zahlungskonto auf den Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zu. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwetten heraushält, und es ist kein Detail, das sich mit der richtigen App umgehen ließe: Er sitzt in der Erlaubnis, nicht in der Kasse.
Wer eine Wett-App mit Bitcoin sucht, sucht also eine App ohne deutsche Erlaubnis. Dort gelten dann andere Regeln, oder genauer: keine, auf die sich ein Spieler berufen kann.
Welche Zahlungsmarken ein Veranstalter akzeptiert, steht in seinen eigenen Bedingungen. In der App-Store-Beschreibung von bet365 stehen unter anderem Debitkarte, PayPal und paysafecard. Betano nennt unter anderem Apple Pay, Google Pay, PayPal, Klarna Sofortüberweisung, Betano Cash und Kreditkarten. Der Anbieter sportwetten.de führt PayPal-Einzahlungen und eine Anmeldung per Face ID. Das sind Beschreibungen der Anbieter, keine Prüfaussagen: Ob die Methode am Tag der Auszahlung funktioniert, steht auf der Auszahlungsseite des Kontos, nicht im Store.
Was der Whitelist-Eintrag nicht regelt
Eine Erlaubnis regelt, wer Wetten annehmen darf. Sie regelt nicht, wie gut die App ist, wie schnell eine Auszahlung ankommt oder wie der Wettschein auf einem kleinen Bildschirm aussieht. Das sind die Punkte, die im Abschnitt zur Wett-App auf dem Touchscreen einzeln durchgegangen werden, und sie sind der Grund, warum die Whitelist den Vergleich eröffnet statt ihn zu beenden.
Rechtslage: was eine App darf, was sie kostet und was sie verschweigt
Wetten, die es in Deutschland gibt, und Wetten, die es nicht gibt
Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon und auf Vorfälle darin, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1 GlüStV), und zwar nur in den Wettarten, die die GGL zugelassen hat. Das Sportwettprogramm entscheidet, was auf dem Bildschirm erscheint, und es ist enger als das, was eine internationale App anzeigt.

Live-Wetten sind nach § 21 Abs. 4 während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente in Sportarten zulässig, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball: ja. Nächster Satz im Tennis: ja. Nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball: nein. Das erklärt, warum eine Live-Maske in einer erlaubten deutschen App leerer aussieht als ein ausländisches Pendant. Sie ist nicht kaputt, sie ist beschnitten.
Gesperrt sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren. In der Praxis der Aufsicht zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung sind ebenfalls ausgeschlossen (§ 21 Abs. 1a), Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport: Die GGL stellt fest, dass Wetten auf E-Sport nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist. Ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht.
Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Eine gesetzliche Höchstgrenze für den einzelnen Wetteinsatz gibt es im Sportwetten nicht.
Der Soli für die Staatskasse: die Sportwettensteuer
Die Sportwettensteuer steht in den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18). Umgerechnet sind das etwa 5,03 % des eingezahlten Betrags, denn 5,3 geteilt durch 105,3. Schuldner ist der Veranstalter der Wette, nicht der Spieler (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung.
Damit ist eine Zahl richtig oder falsch: „5,3 % des Einsatzes“ ist es nicht. Wer die Steuer in einer Quotendiskussion mit dieser Formel nachrechnet, kommt auf jeden Fall zu hoch. Die Steuer trifft übrigens auch nicht erlaubte Anbieter: Eine gezahlte Steuer ist kein Nachweis einer Erlaubnis.
Bei Gewinnen privater Spieler ist an primärer Stelle nichts festzustellen; die allgemeine Auskunft lautet, einen Steuerberater zu fragen.
Werbung, Boni und der Satz, den das Gesetz nicht enthält
Werbung dürfen nur Erlaubnisinhaber betreiben (§ 5 Abs. 7). Die 06:00- bis 21:00-Uhr-Sperre nach § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Slot, Online-Poker und Online-Casinospiele und nicht das Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Offiziellen, keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.
Und dann kommt der Satz, den viele nicht glauben: Das GlüStV enthält keine Klausel, die einen Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Höhe, Umsatz und Mindestquote kommen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Veranstalters. Es gibt keine Bonuspolizei. Es gibt nur das Kleingedruckte, und niemand außer dem Anbieter hat es geschrieben.
Wie eine rechtliche Auseinandersetzung ausgeht, ist offen
Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück.
Generalanwalt Nicholas Emiliou hält es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten. Eine Ausnahme nennt er selbst: Behörden haben zugesichert, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Ein Schlussantrag ist kein Urteil. Zivilgerichte haben in mehreren Fällen Anbieter ohne deutsche Erlaubnis zur Rückzahlung von Einsätzen verurteilt, und die Frage liegt jetzt beim EuGH. Zugesagt ist niemandem eine Rückzahlung.
Was auf einer Seite ohne Erlaubnis fehlt
Außerhalb der deutschen Erlaubnis ist das Veranstalten von Sportwetten für Personen in Deutschland unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Lizenz hat in Deutschland keine Bedeutung, und die Aufsichtsbehörde warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten; im September 2026 nannte sie in diesem Zusammenhang etwa Platincasino.
Strafrechtlich relevant ist das Organisieren nach § 284 StGB mit bis zu zwei Jahren Freiheitstrafe oder Geldstrafe, die Werbung mit bis zu einem Jahr, die Teilnahme nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe. Verfolgungen einzelner Spieler sind nicht festzustellen; daraus folgt weder eine Freigabe noch Anlass zur Dramatisierung.
Die Aufsicht greift mit Untersagungsverfügungen, Zahlungs- und Netzwerkblockaden durch (§ 9 GlüStV). Für den Spieler heißt das konkret: Auf einer Seite ohne Erlaubnis fehlen OASIS und LUGAS, es fehlt der deutsche Rechtsweg, und es winkt möglicherweise ein höheres Limit, das niemand genehmigt hat. Auf einer Whitelist-Seite gibt es Rechtssicherheit und Spielerschutz, dafür das Standardlimit von 1.000 € im Monat, beschnittene Live-Märkte, die vollständige Verifizierung und Zahlungen vom eigenen Konto.
Spielerschutz: die Regeln, die keine App abschalten kann
Achtzehn, ein Konto, volle Verifizierung
Die Teilnahme ist ab 18 Jahren zulässig (§ 4 Abs. 3 GlüStV). Ein Anbieter führt ein Konto pro Person mit vollständiger Verifizierung (§ 6a). Vor der Verifizierung darf er höchstens 72 Stunden lang Spiel betreiben, und in dieser Zeit gilt ein Einzahlungslimit von 100 € sowie ein Auszahlungsstopp. Das ist keine Kulanzfrist zum Ausprobieren, sondern eine Wartefrist mit Deckel.
Wer sich anmeldet und sofort einzahlen will, merkt das zuerst. Die Verifizierung hält den ersten Abend auf. Sie ist auch der Punkt, an dem ein Zweitkonto auffliegt, denn Paralleles Spielen ist nach § 6h verboten und wird über die Aktivitätsdatei abgeglichen.
Das Limit, das über alle Anbieter zählt
Die wichtigste Zahl im deutschen Sportwetten ist nicht eine Quote. Nach § 6c Abs. 1 GlüStV gilt standardmäßig ein Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, durchgesetzt über die LUGAS-Limitdatei. Es ist ein gemeinsames Limit, kein Haushaltslimit pro App. Fünf Apps bedeuten nicht fünfmal 1.000 €.
Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, kann für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen: bis 10.000 €, und zwischen 10.000 € und 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler, und nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Eine Selbsterklärung genügt dafür nicht. Senken wirkt sofort, Erhöhen nach sieben Tagen.
Der Mechanismus hat eine unangenehme Eigenschaft, die man kennen sollte, bevor man ihn ausprobiert. Das Limit zu senken ist eine Entscheidung von Sekunden. Es wieder hochzusetzen dauert eine Woche, und der Nachweis muss halten. Wer nach einem schlechten Abend die Bremse zieht, zieht sie mit Wirkung.
OASIS, der Panikbutton und die Dauer einer Sperre
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem (§§ 8, 8a GlüStV) und wird bei der Registrierung und bei jedem Login abgeglichen. Wer dort steht, kommt nicht hinein. Die Selbstsperre dauert mindestens drei Monate, wenn der Spieler einen Zeitraum nennt, sonst mindestens ein Jahr.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige 24-Stunden-Sperre aus. Er sitzt in jeder erlaubten App und ist der einzige Knopf auf dem Bildschirm, der gegen die eigene Entscheidung von vor zehn Minuten arbeitet.
Offshore-Seiten sind weder an OASIS noch an LUGAS angeschlossen. Das ist der praktische Kern des Unterschieds: Auf einer Seite ohne Erlaubnis gibt es keine Sperre, die auch beim nächsten Anbieter greift, und kein Limit, das die Nachbarn kennen.
Wo das Geld liegt
Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6-7 GlüStV). Wer sein Konto schließt, verliert also nicht sein Guthaben, sondern bekommt es zurück, und zwar ohne Diskussion darüber, ob die Umsatzbedingungen erfüllt waren.
Kontoschließung ist damit das wirksamste Werkzeug im ganzen Werkzeugkasten. Sie ist schneller als eine Auszahlungsanfrage und sie beendet das Thema, statt es zu verschieben.
Wett-App auf dem Touchscreen: Fußball, Android, iPhone und die Frage nach der Ladezeit
Der Wettschein entscheidet, nicht die Startseite
Auf dem Telefon zählt, was zwischen der Auswahl eines Marktes und der abgegebenen Wette passiert. Eine Startseite mit schöner Grafik gewinnt keinen Vergleich; ein Wettschein, in dem sich die getippten Positionen auseinanderhalten lassen, entscheidet ihn. Wer eine App nach fünf Minuten bewertet, bewertet ihre Startseite. Die Wertung gehört dem Wettschein.
Ein „Wetten-Konfigurator+“ in der Beschreibung von bet365 kombiniert die beliebtesten Wettmöglichkeiten ausgewählter Veranstaltungen in einer Wette. Der Bet-Builder von bet-at-home wird zusammen mit Live-Wetten und Cash-Out in der App-Beschreibung genannt; Betano beschreibt ebenfalls einen Bet Builder, mit dem sich mehrere Märkte eines Spiels kombinieren lassen, dazu Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Diese Baukästen sind bequem und sie sind der Ort, an dem eine Kombination teuer wird. Jeder zusätzliche Markt multipliziert die Quote, und mit ihr sinkt die Chance, dass am Ende alle Positionen halten. Ein Konfigurator, der aus fünf Auswahlen eine Wette macht, macht aus fünf Gelegenheiten eine einzige.
Android und iPhone: zwei Wege zur selben App
Die Installationswege unterscheiden sich, die Benachrichtigungen ebenfalls. Die MERKUR-BETS-App steht für Android bei Google Play und für iOS im App Store bereit und ist kostenlos. Die Winamax-App steht für iOS im Apple App Store und für Android bei Google Play zur Verfügung. Die Wettstar-App gibt es für Android bei Google Play und für iOS im App Store; sie setzt ein Mindestalter von 18 Jahren und ein Wettstar-Konto voraus.
Der Unterschied zwischen den Plattformen liegt seltener in der Funktionalität als in der Frage, wie sich die App stumm stellen lässt. Eine Push-Nachricht, die beim Stand von 1:1 auf eine Live-Quote zeigt, ist der wirksamste Verkaufsmechanismus, den ein Anbieter hat, und sie ist im Systemmenü in zwei Schritten abzustellen. Diese zwei Schritte gehören zu den ersten, die ein neues Konto verdient.
Fußballwetten für Anfänger: was zuerst dran ist
Wer mit Fußball beginnt, braucht keine App mit den meisten Märkten, sondern einen Wettschein mit wenigen Positionen. Die Einzelwette ist der Punkt, an dem ein Anfänger lernt, wie Quoten sich verhalten; die Kombiwette ist der Punkt, an dem er lernt, wie schnell sie weg sind. Die Wahl der Sportart hilft dabei, weil der Fußball das Ereignis mit den meisten Live-Möglichkeiten ist — und weil dort die Live-Beschränkung am deutlichsten greift: nächster Treffer ja, nächste Ecke nein.
Ganz ohne Geld lässt sich das übrigens nicht üben. Für einen ersten Blick auf Bedienung und Wettschein gibt es die Kontoübersicht und die Rennprogramme der Rennsport-Apps, aber für Fußballwetten braucht es ein Konto, und ein Konto braucht die Verifizierung. Die erste Stunde in einer deutschen Wett-App ist deshalb regelmäßig keine Wettstunde.
Lebensdauer, Updates und Aktualität der Beschreibungen
Eine App-Beschreibung im Store ist ein Marketingtext mit Datum. Sie nennt Funktionen, die ein halbes Jahr später anders heißen oder verschwunden sind. Die Zahlungsarten, die dort stehen, sind der Stand der Veröffentlichung.
Was sich nicht ändert: die Erlaubnis. Die Whitelist wird gepflegt, die Store-Beschreibung nicht. Wer zwei Apps vergleicht, sollte deshalb zwei Dinge getrennt prüfen — den Eintrag in der Liste und das Kleingedruckte auf der Seite des Anbieters.
Die zehn Apps im Vergleich
Die Reihenfolge unten folgt der Erlaubnis, den in den App-Beschreibungen genannten Funktionen, den Zahlungswegen und dem Alter der Zulassung. Mehr nicht. Keine der Apps ist damit besser als eine andere, und keine Zahl in der Tabelle ist eine Empfehlung.
| App | Inhaber der Sportwettenerlaubnis | Erteilung der Erlaubnis | Erste Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | Erst 02.11.2020, Folge 22.12.2022 | 2020 |
| Tipico | Tipico Co. Limited | Erst 09.10.2020, Folge 09.12.2022 | 2020 |
| Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | Erst 22.04.2026, keine Folge | 2026 |
| NEO.bet | Greenvest Betting Limited | Erst 09.10.2020, Folge 22.12.2022 | 2020 |
| Betano | Betkick Sportsbetting Limited | Erst 19.02.2021, Folge 16.12.2022 | 2021 |
| 888sport | 888 Germany Limited | Erst 30.06.2021, Folge 15.12.2022 | 2021 |
| Interwetten | Interwetten Gaming Limited | Erst 02.11.2020, Folge 27.12.2022 | 2020 |
| Betway | Betway Limited | Erst 09.03.2021, Folge 23.12.2022 | 2021 |
| Tipwin | Tipwin Limited | Erst 09.10.2020, Folge 27.12.2022 und 09.01.2024 | 2020 |
| Tiptorro | Torro Tec Limited | Erst 30.06.2021, Folge 27.12.2022 | 2021 |
Was in dieser Übersicht fehlt, ist die auffälligste Eigenschaft des deutschen Sportwettenmarkts. Kein Inhaber der zehn Erlaubnisdomains ist eine deutsche Firma; die Gesellschaften sitzen in Malta und in Gibraltar und treten in Deutschland als Veranstalter auf. Kontrolliert wird die Veranstaltung, nicht die Adresse des Briefkastens. Deshalb bleibt die Whitelist die richtige Prüfung: Sie listet Domains und Inhaber zusammen, und nur diese Kombination sagt, wer die Wetten annehmen darf.
Das Erteilungsdatum wiederum trennt zwei Gruppen. Sieben der zehn Erlaubnisse gehen auf das Jahr 2020 oder 2021 zurück und haben die Folgeerlaubnis 2022 bekommen; Tipwin hat 2024 noch einmal verlängert. Bet3000 steht erst seit April 2026 in der Liste. Das ist keine Wertung der Qualität, aber es ist eine Information über das Sportwettprogramm: Ein Anbieter mit sechs Jahren deutscher Aufsicht hat seine Maske an die Vorgaben anpassen müssen, ein neuer nicht.
Bemerkenswert ist auch, was eine Whitelist nicht sagt. Sie nennt kein Ablaufdatum, obwohl eine Ersterlaubnis fünf Jahre läuft. Wer dort nach dem Ende sucht, sucht eine Angabe, die es nicht gibt. Wer den Rest der Laufzeit wissen will, muss rechnen — und das ist der einzige Ort auf dieser Seite, an dem Kopfrechnen weiterhilft.
bet-at-home: die App mit dem Rennsport-Erbe
Die bet-at-home-Sportwetten-App wirbt im App Store mit Live-Wetten, Cash-Out und Bet-Builder sowie Live-Scores von Flashscore und Fotmob. Als Anbieter führt die Whitelist für die Erlaubnis die Bet-at-home.com Internet Limited mit Sitz in Mosta, Malta; die Ersterlaubnis datiert vom 2. November 2020, die Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Firma bezeichnet sich in der Beschreibung selbst als offiziell lizenzierter, von der GGL beaufsichtigter Sportwettenanbieter.
Die Live-Scores von zwei Fremdanbietern sind ein ehrliches Zugeständnis: Wer einen Wettschein mit mehreren Spielen laufen hat, will Tore sehen, und die meisten Apps verstecken sie drei Klicks tief. Flashscore und Fotmob sind dafür bekannt, dass sie es schneller zeigen als jeder Veranstalter. Eine App, die das einbaut, spart den zweiten Bildschirm.
Der Bet-Builder neben Live-Wetten und Cash-Out ist der Punkt, an dem ich vorsichtig werde. Ein Baukasten für Kombinationen ist genau dann bequem, wenn er aus mehreren Positionen eine macht, und diese eine Position hat man nicht mehr im Blick, wenn der erste Treffer fällt. Der Cash-Out hilft dabei nur teilweise, denn er ist ein Ausstieg zu einem Preis, der vom Anbieter gestellt wird, nicht ein Rückweg zum Einsatz.
Tipico: der Alteingesessene mit Cashout im Wettschein
Die Tipico Sportwetten App wird im Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten. In der Entwicklerbeschreibung stehen „Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels. Die Whitelist nennt als Inhaber der Erlaubnis die Tipico Co. Limited, Ersterlaubnis 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis 9. Dezember 2022.
Die Formulierung „Kontrolle über den Wettschein“ ist die beste Kurzbeschreibung dessen, was Cash-Out wirklich ist. Es ist keine Absicherung, es ist ein Kündigungsrecht auf Zeit. Wer es nutzt, tauscht die offene Position gegen einen Betrag, den der Veranstalter zu diesem Zeitpunkt für richtig hält — und dieser Betrag liegt systematisch unter dem, was die offene Position rechnerisch wert wäre, sonst wäre das Geschäft für den Anbieter ein Verlust.
Tipico veranstaltet seit 2020 unter deutscher Aufsicht und ist damit einer der Anbieter, deren Sportwettprogramm die beschnittenen Live-Märkte von Anfang an mitgemacht hat. Wer in dieser App eine Live-Wette auf den nächsten Punkt im Tennis sucht, wird sie nicht finden. Das ist kein Mangel der App, sondern der Rahmen, in dem sie arbeiten muss.
Bet3000: neu in der Liste, alt am Markt
Als Veranstalter der Sportwetten führt die Whitelist die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta; die Erlaubnis ist dort mit dem Erstdatum 22. April 2026 verzeichnet, eine Folgeerlaubnis gibt es nicht. Damit steht Bet3000 von allen zehn hier besprochenen Anbietern am kürzesten unter deutscher Aufsicht.
Was das für einen Spieler bedeutet, ist weniger dramatisch, als es klingt, aber es ist nicht nichts. Der Schutzmechanismus, der zählt, ist nicht die Dauer der Erlaubnis, sondern ihre Existenz: Wer auf der Liste steht, unterliegt OASIS, LUGAS, der Limitdatei und dem Treuhandkonto. Genau diese Mechanismen sind der Grund, warum eine frische Erlaubnis kein Grund zur Sorge ist.
Der Unterschied liegt woanders. Ein Anbieter mit einer sechs Jahre alten Erlaubnis hat Rückmeldungen aus der Aufsicht bekommen und sein Angebot entsprechend gebaut. Wer im April 2026 startet, hat das Sportsystem gerade erst an das deutsche Programm angepasst, und die Zahl der verfügbaren Wetten sagt darüber nichts aus. Wer Bet3000 ausprobiert, sollte das mit einem Wettschein tun, nicht mit einem Plan.
NEO.bet: Cashout und Teil-Cashout als Kern der Maske
Die NEO.bet-App beschreibt sich im App Store als lizenzierter Sportwettenanbieter mit deutscher Lizenz; im Store ist die Greenvest Betting Limited als Anbieter genannt. Zu den Funktionen zählen laut Entwickler Live-Quoten und Live-Wetten sowie Cashout und Teil-Cashout. Die Whitelist führt die Erlaubnis mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.
Der Teil-Cashout ist die interessantere der beiden Funktionen, und er wird selten erklärt. Bei einer Kombiwette mit mehreren Positionen lässt sich ein Teil der Wette auflösen, während der Rest weiterläuft. Das ist eine echte Wahl, die die meisten Anbieter gar nicht anbieten, weil sie zwei getrennte Wetten daraus machen müsste.
Teuer bleibt sie trotzdem. Wer eine Position teilweise auflöst, zahlt auf den aufgelösten Teil denselben Aufschlag, den der Anbieter für jede Ausstiegsmöglichkeit nimmt. Die Funktion macht aus einer Entscheidung zwei, und zwei Entscheidungen kosten mehr als eine.
Betano: Live-Streaming als Pfand
Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL. Als Anbieter der deutschen Erlaubnis führt die Whitelist die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan, Malta, Ersterlaubnis 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis 16. Dezember 2022.
Der Live-Stream ist eine gute Sache mit einer Bedingung, die man kennen sollte: Nach der App-Store-Beschreibung steht er verifizierten Kunden ab einem bestimmten Mindestguthaben zur Verfügung. Das Guthaben ist damit kein Spielgeld, sondern ein Pfand. Wer sein Konto auf null auszahlt, verliert nebenbei das Bild.
Für einen Spieler, der ohnehin ein Guthaben auf dem Konto hält, ändert das nichts. Für jemanden, der nach jeder Wette auszahlt, ändert es einen Teil der App. Diese Bedingung ist der Preis des Streams, und sie steht in einer Zeile, die man beim Installieren übersieht.
888sport: die Börsennotierung als Nebensatz
Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die deutsche Erlaubnis steht laut Whitelist auf die 888 Germany Limited, Ersterlaubnis 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 15. Dezember 2022.
Eine Börsennotierung ist kein Spielerschutz. Sie ist ein Hinweis darauf, dass Berichte veröffentlicht werden und dass das Unternehmen geprüft wird — von Analysten, nicht von der Aufsicht. Für den Spieler bedeutet sie nichts, was OASIS nicht schon bedeutet.
Interessant ist sie an einer anderen Stelle: Eine börsennotierte Gruppe kann sich einen Rückzug aus einem regulierten Markt schlechter leisten als ein Briefkasten. Wer in Deutschland bleiben will, muss die Bedingungen erfüllen, und die Bedingungen sind die beschriebenen.
Interwetten: Top-Quoten für Live und vor dem Anpfiff
Die App „Interwetten: Sportwetten DE“ wird im Apple App Store von der Interwetten Gaming Ltd angeboten. Die Entwicklerbeschreibung nennt eine Cash-Out-Funktion sowie Top-Quoten für Live- und Pregame-Wetten. Die Whitelist führt die Interwetten Gaming Limited, Ersterlaubnis 2. November 2020, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022.
„Top-Quoten“ ist eine Behauptung, die sich an einer einzigen Zahl prüfen lässt, und diese Zahl ist die Auszahlungsquote des Marktes: der Anteil aller Einsätze, den ein Markt zurückzahlt. Ob eine Quote gut ist, zeigt sich nicht an einem auffälligen Wert auf einem Spiel, sondern an der Summe über alle Ausgänge. Eine Quote, die auf dem Favoriten glänzt, ist auf der Außenseite bezahlt.
Diese Prüfung kann kein Testbericht für den Leser übernehmen, weil sie sich mit jeder Veranstaltung ändert. Sie ist aber in zwei Minuten selbst zu machen: die drei Quoten eines Marktes ablesen und sehen, wie viel zusammen bleibt. Das ist auch der Grund, warum auf dieser Seite keine Quotenwerte stehen — sie wären beim Lesen schon alt.
Betway: Livewetten und Livestreams mit Whitelist-Hinweis
Die Betway-App „Betway Sports Live Sportwetten“ nennt im App Store als Anbieter die Digital Outsource International Limited mit Sitz in London und verweist auf eine „Deutsche Lizenz (Whitelist)“. Angeboten werden Livewetten und Livestreams. Die Whitelist führt die Erlaubnis auf die Betway Limited, Ersterlaubnis 9. März 2021, Folgeerlaubnis 23. Dezember 2022.
Der Verweis auf die Whitelist in der App-Beschreibung ist mehr, als die meisten Anbieter tun, und es ist die richtige Art von Hinweis, weil er nachprüfbar ist. Bemerkenswert ist, dass der im Store genannte Anbieter nicht der Inhaber der Erlaubnis ist. Das ist bei Apps häufig und kein Widerspruch: Entwickler und Veranstalter sind verschiedene Rollen. Wer die Erlaubnis prüfen will, prüft den Inhaber, nicht den Entwickler.
Tipwin: Videobild und Teil-Cashout
Die Tipwin-App bietet Live-Wetten, Cashout — ganz oder teilweise —, Videoübertragung ausgewählter Ereignisse und Live-Statistiken. Als Anbieter ist die Tipwin Limited mit Sitz in Paola, Malta genannt. Die Whitelist verzeichnet die Erlaubnis mit Erstdatum 9. Oktober 2020 und den Folgeerlaubnissen vom 27. Dezember 2022 und vom 9. Januar 2024; Tipwin ist damit der einzige der zehn Anbieter mit drei Einträgen in dieser Spalte.
Zwei Verlängerungen in vier Jahren sind unspektakulär und trotzdem ein Signal: Der Anbieter war zwischendurch mit der Aufsicht im Gespräch. Ob das eine Formalie war, lässt sich von außen nicht sagen, und es gehört auch nicht in eine Bewertung der App hinein.
Die Videoübertragung ausgewählter Ereignisse ist bei Tipwin an keine in der Beschreibung genannte Guthabenbedingung geknüpft — jedenfalls steht keine dort. Das ist der Unterschied zu Betano, und er ist der einzige belastbare: Ein Merkmal, das ohne Nebensatz beschrieben wird, ist für einen Spieler weniger Aufwand als eines mit.
Tiptorro: die schlanke Alternative
Die Tiptorro-App wird im App Store von der Torro Tec Limited mit Sitz in Malta angeboten; diese beschreibt sich als behördlich zugelassener Sportwettveranstalter unter Aufsicht der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder und nennt dabei die Whitelist. Die Erlaubnis steht laut Liste auf die Torro Tec Limited, Ersterlaubnis 30. Juni 2021, Folgeerlaubnis 27. Dezember 2022.
Tiptorros App-Beschreibung ist karger als die der Konkurrenz: keine Livestreams, keine Videoübertragung, kein Bet-Builder in der Beschreibung. Wer die Wahl zwischen einer überladenen und einer stillen App hat, findet hier die stille Variante, und wer nur Quoten lesen und einen Wettschein füllen will, braucht den Rest nicht.
Ein schlanker Auftritt ist kein Nachweis einer geringeren Marge, und wer Tiptorro nach diesem Kriterium beurteilen will, kommt um den Blick in das Wettprogramm nicht herum. Was fehlt, ist die Ablenkung. Was das wert ist, entscheidet der eigene Wettschein.
Häufige Fragen zu Wett-Apps
Welche Wett-App ist die beste, und was zählt neben den Quoten?
Die beste App ist die mit einer Erlaubnis auf der Whitelist und mit den Funktionen, die der eigene Wettschein braucht. Neben der Quote zählen Bedienung, Live-Umfang und Zahlungswege. Eine einzelne Quote ist kein Kriterium, weil die Marge im Markt steckt und nicht in einer auffälligen Zahl.
Wie funktionieren Live-Wetten in der mobilen App, und was ist während des Spiels erlaubt?
Live-Wetten laufen über den laufenden Wettschein, der sich mit jedem Ereignis neu bepreist. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV ist während eines laufenden Ereignisses nur das Endergebnis oder die nächste seltene Komponente zulässig: nächstes Tor im Fußball, nächster Satz im Tennis. Nächster Punkt oder nächster Korb sind ausgeschlossen.
Worauf kommt es bei der Bedienung an, wenn man mit Fußballwetten anfängt?
Auf einen Wettschein mit wenigen Positionen. Einzelwetten zeigen, wie sich Quoten verhalten; Kombinationen zeigen, wie schnell sie verschwinden. Wichtiger als die Startseite ist die Frage, wie eine Auswahl aussieht, bevor sie abgeschickt wird — und ob sich Push-Mitteilungen abschalten lassen.
Wie ist ein Startguthaben einzuordnen, und welche Bedingungen gelten?
Ein Startguthaben ist ein Angebot des Veranstalters, kein Merkmal einer guten App. Die Bedingungen — Umsatz, Mindestquote, Frist, Deckelung eines Gewinns — stehen nur in seinen eigenen Bedingungen. Das GlüStV setzt keine Grenze für Sportwettenboni fest; geprüft wird also jedes Angebot einzeln und immer am Kleingedruckten.
Welche Zahlungsregeln gelten, und warum sind Krypto-Zahlungen ausgeschlossen?
Nach § 6b Abs. 4 GlüStV ist nur von einem Konto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut einzuzahlen; anonyme Mittel sind unzulässig. Deshalb gibt es Bitcoin und Coins bei erlaubten Anbietern nicht. Wer eine Krypto-Wett-App findet, findet eine App ohne deutsche Erlaubnis — ohne OASIS und ohne Rechtsweg.
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Inhalt erstellt vom Team «Nations League Wetten»
