Davis-Cup-Wetten bei zugelassenen Buchmachern: Preise, Regeln, Rechnung
Stand: 30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Der Länderkampf als Wettobjekt
Der Davis Cup ist kein Turnier, das man an einem Wochenende abschließt. Er ist ein Wettbewerb
zwischen Nationen, der sich über ein ganzes Jahr zieht und im November endet — und wer darauf
wetten will, sollte zuerst verstehen, was da eigentlich ausgespielt wird, weil die Struktur des
Formats die Struktur der Quoten bestimmt.
Ausgetragen wird der Wettbewerb vom Tennis-Weltverband ITF. Die erste Auflage im Jahr 1900 war die
Begegnung zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien in Boston; aus diesem Duell ist über
125 Jahre ein Wettbewerb mit einem eigenen, kaum noch überschaubaren Regelwerk geworden. Die
Vereinigten Staaten sind mit 32 Siegen der Rekordsieger, Australien folgt mit 28 Siegen, von denen
vier noch unter der Bezeichnung Australasien errungen wurden. Diese beiden Zahlen sagen mehr über
die Geschichte des Formats als über die Quoten im Jahr 2026 — aber sie erklären, warum das
Publikum bei einem Länderduell sofort an Tradition denkt und sofort vergisst, dass eine Wette darauf
eine ganz gewöhnliche Wette auf zwei Aufschläger ist.
Die 114. Ausgabe und ihr Kalender
Die Ausgabe des Jahres 2026 ist die 114. Auflage. Sie läuft vom 5. Februar bis zum 29. November
- Die erste Qualifikationsrunde fand vom 5. bis 8. Februar 2026 statt, die zweite vom 18. bis
- September 2026. Wer heute auf den Ausgang eines Länderduells setzen will, befindet sich also in
der Spätphase des Wettbewerbs: das Finalturnier mit acht Mannschaften steht noch aus.

Für das Final 8 sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada
und Italien qualifiziert — Italien reist als Titelverteidiger an und ist in dieser Rolle Gastgeber
des Turniers. Der Titelverteidiger ist damit ein doppelt gesetzter Faktor: er hat den Titel, er hat
den Heimvorteil in Halle und Boden, und genau solche Konstellationen sind es, die eine Quote
drücken, bevor auch nur ein Ball gespielt wurde.
Zum Vergleich der Vorsaison: am Davis Cup 2025 hatten sich 161 Nationen angemeldet, von denen 157
tatsächlich spielten. Gewonnen hat Italien damals im Finale in Bologna gegen Spanien mit 2:0. Diese
Zahlen sind nicht Nostalgie, sondern Kontext für jede Quote auf das Finalturnier — wer sich
im Meldefeld der Nationen umsieht, erkennt, wie tief das Feld ist und wie viel Arbeit zwischen einer
Anmeldung und einem Finale steht.
Zwei Tage, bis zu fünf Partien, drei Gewinnsätze
In der regulären Begegnung wird an zwei Tagen gespielt. Bis zu vier Einzel und ein Doppel stehen im
Programm, alle Partien im Best-of-Three, also über zwei Gewinnsätze. Sobald eine Mannschaft drei
Siege beisammen hat, entfallen die restlichen Partien.

Dieser Satz trägt eine erhebliche Konsequenz für jeden Wettschein, und man sieht sie der Quote nicht
an: Begegnungen werden nicht zu Ende gespielt. Ist das 3:0 gefallen, wird nicht mehr aufgeschlagen.
Ein Einzel, auf das jemand gesetzt hat, kann ersatzlos verschwinden — nicht weil es abgesagt wurde,
sondern weil es durch den Ausgang der vorangegangenen Partien gegenstandslos geworden ist. Wer auf
eine einzelne Paarung setzt, sollte deshalb die Reihenfolge der Partien kennen, nicht nur die
Aufstellung.
Im Finalturnier verengt sich das erneut: pro Begegnung werden dort nur drei Partien gespielt, zwei
Einzel und bei Bedarf ein Doppel. Der Weg zum Titel und der Weg zu einem einzelnen Wettschein sind
also nicht selten unterschiedlich lang, und was in der Qualifikation ein flächendeckendes Angebot war,
schrumpft im Finale auf wenige Märkte.
Was Einzel- und Doppelquoten unterscheiden
Die Quote im Einzel spiegelt die Spielerklasse über zwei Gewinnsätze. Das ist ein vertrautes Maß: die
meisten Tennisfans haben ein Gefühl dafür, was ein Favorit gegen einen Außenseiter wert ist.
Das Doppel ist ein anderes Produkt. Es wird über Best-of-Three gespielt, hat eine eigene
Weltrangliste und eine eigene Besetzungspraxis, weil Kapitäne ihre Doppelspezialisten aufsparen oder
bewusst antreten lassen. Noch stärker als im Einzel gilt hier, dass die Aufstellung zum
Angebotszeitpunkt längst nicht feststehen muss. Die beiden stärksten Doppelspieler eines Landes können
prominent in der Aufstellung auftauchen und am Ende nicht spielen, weil die Begegnung nach zwei
Einzeln bereits entschieden ist. Die Folge: die Quote im Doppel misst nicht nur sportliche Stärke,
sondern ein gutes Stück Terminrisiko. Wer nicht auf den Ausgang der gesamten Begegnung setzt, sondern
auf ein einzelnes Doppel, kauft mehr Unwägbarkeit als der Preis vermuten lässt.
Warum die Aufstellung der Satz ist, auf den es ankommt
Kapitäne geben ihre Startaufstellung erst spät bekannt, und sie dürfen sie ändern. Bei den Einzeln
ist die Nominierung für den ersten Tag etwas anderes als die für den zweiten. Wer eine Woche vor dem
Duell einen Wettschein ausfüllt, hat eine Quote auf eine Begegnung in der Hand, deren Besetzung noch
offen ist.
Das ist kein Nebenaspekt, sondern der Grund, warum ich bei keiner Davis-Cup-Partie dazu raten würde,
Wochen im Voraus zu buchen. Gute Preise entstehen nicht beim frühesten Angebot, sondern dann, wenn
Kapitäne liefern. Wer zu früh setzt, tauscht Information gegen eine vermeintlich hohe Quote und
verliert den Tausch meistens.
Wie sich die Erlaubnis überprüfen lässt
Hier trennt sich der seriöse Vergleich vom Klickfang. In Deutschland sind Wetten auf einen
Länderkampf im Tennis nur bei Anbietern erlaubt, die über eine Erlaubnis verfügen und auf der
amtlichen Whitelist der Glücksspielbehörde nachprüfbar sind. Alles andere ist nicht etwa eine
Grauzone, sondern unerlaubtes Glücksspiel.
Whitelist, Erlaubnisinhaber und was der Schein beweist
Die Whitelist wird nach § 9 Abs. 8 GlüStV geführt, in der Fassung der Bundesrepublik seit dem
- Juli 2021. Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale),
kurz GGL. Der Stand der Liste vom 2. Oktober 2026 umfasst 30 Einträge: 27 Inhaber mit einer
Erlaubnis für Sportwetten, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Inhaber, die
ausschließlich Pferdewetten anbieten dürfen.
Der Vergleich der Erlaubnisse ist der erste Schritt, und er ist erledigt, bevor über Quoten gesprochen
wird. Für jede der unten besprochenen Plattformen nennt die Liste einen konkreten Erlaubnisinhaber
mit Firmensitz, nicht die Marke — und das ist genau der Punkt, an dem viele Prüfungen scheitern.
Nicht die bekannte Marke hat die Erlaubnis, sondern die dahinterstehende Gesellschaft.
| Plattform | Whitelist-Status und Erlaubnisinhaber | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|
| Tipwin | Sportwetten, Inhaber Tipwin Limited | 09.10.2020 |
| bwin | Sportwetten, Inhaber bwin (Deutschland) Limited, Sitz Gzira, Malta | 09.10.2020 |
| bet-at-home | Sportwetten, Inhaber Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| 888sport | Sportwetten, Inhaber 888 Germany Limited | 30.06.2021 |
| Betano | Sportwetten, Inhaber Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| ODDSET | Sportwetten, Inhaber Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| NEO.bet | Sportwetten, Inhaber Greenvest Betting Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Sportwetten, Inhaber Betway Limited | 09.03.2021 |
| Tipico | Sportwetten, Inhaber Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | Sportwetten, Inhaber LVSports Limited | 21.10.2024 |
Die Spreizung der Eintrittsdaten ist der eigentliche Befund dieser Tabelle. Während der ersten
Vergaberunde Ende 2020 und Anfang 2021 entstanden die meisten Erlaubnisse, danach wurde es still;
LeoVegas ist mit dem 21. Oktober 2024 der späte Nachzügler. Ein frühes Datum sagt nichts über die
Qualität des Angebots — es sagt etwas über den Marktzutritt. Die erste Erlaubnis läuft nach § 4c
Abs. 1 GlüStV fünf Jahre; die Whitelist selbst führt nur Erteilungstage und nennt kein Ablaufdatum.
Wer die Laufzeit abschätzen will, rechnet sie nicht vom Listeneintrag aus, sondern liest sie in den
Bedingungen des Anbieters nach.
Ein zarter Hinweis auf die Aufsichtspraxis: Die GGL warnte Verbraucherinnen und Verbraucher am
- September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten wie Platincasino. Solche
Warnungen richten sich an Leser, nicht an Wettbewerber. Wenn eine Behörde eine Marke öffentlich von
ihrer Liste streicht, ist das der praktische Beweis, dass die Whitelist nicht dekorativ ist.
Was die Erlaubnis nicht abdeckt
Wer eine .de-Adresse sieht, hat noch keinen Beweis für eine Erlaubnis in der Hand. Alle Domains auf
der Liste sind .de-Domains — die Umkehrung gilt nicht. Sportwetten erlaubt nur die Domain, die unter
der Sporterlaubnis eingetragen ist. Slots, Poker und virtuelle Automatenspiele sind eigene
Erlaubnisse mit eigenen Regeln, und eine Casino-Erlaubnis sagt nichts über ein Sportwettenangebot
aus.
Das ist im Tennis besonders praktisch: Wer bei einem Portal mit Doppelerlaubnis einsteigt, sollte
prüfen, ob die Sportwetten-Erlaubnis für genau diese Domain erteilt wurde. Die Erlaubnis für
virtuelle Automatenspiele, die bei bet-at-home seit dem 28. Dezember 2022 und bei LeoVegas seit dem
- Februar 2023 besteht, hilft beim Tennisspiel nicht weiter.
Was in der Live-Wette in Deutschland erlaubt ist
Die Live-Wette ist der Punkt, an dem der Tennisfan die gesetzliche Beschränkung am deutlichsten
spürt. Nach § 21 Abs. 4 GlüStV darf während eines laufenden Ereignisses nur auf das Endergebnis
gewettet werden sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in
Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind.
Übersetzt auf Tennis heißt das: Der nächste Satz ist erlaubt, er fällt selten genug. Der nächste
Punkt ist nicht erlaubt. Das ist die trockene Wahrheit hinter jedem Angebot, das mit „Live-Tennis“
wirbt. Wer den nächsten Aufschlag bequoten will, findet diesen Markt bei einem zugelassenen
Anbieter nicht, weil das Gesetz ihn gar nicht zulässt.
Grundsätzlich erlaubt sind nach § 21 Abs. 1 GlüStV Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses
oder eines Abschnitts davon sowie auf Vorgänge in ihm, als Einzel- oder Kombiwette — und nur die
Wettarten, die die GGL im Sportwettprogramm nach § 21 Abs. 5 freigegeben hat. Ausdrücklich
ausgeschlossen sind unter anderem Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — was bei
Tennis nationaler Bedeutung rasch greift —, manipulationsträchtige Wetten sowie Wetten auf
Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Bei Tennis-Wettbewerben, die unterhalb der Relevanzschwelle
des Sportwettprogramms liegen, ist also nicht die Quote das Problem, sondern die Zulässigkeit.
If in doubt: der Weg zur eigenen Prüfung
Wer die Whitelist selbst lesen will, sucht die Domain der Marke, nicht die Marke. Dann liest er den
Namen des Erlaubnisinhabers und den Vermerk für Sportwetten. Beides muss zusammenpassen: die richtige
Marke mit der falschen Domain oder die Domain ohne Sportwettenvermerk beantwortet die Frage nicht.
Wer diesen Schritt einmal gemacht hat, hat ihn für alle künftigen Anbieter dieses Vergleichs
erledigt.
Der Rechtsstreit, der noch läuft
Bei aller Klarheit der Whitelist ist die zivilrechtliche Lage nicht abgeschlossen. Der
Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt (Az. I ZR
90/23), ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht. Der
Kläger in dem Verfahren fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013
bis 2018 zurück.
Wie weit diese Frage trägt, hat der Generalanwalt beim EuGH in seinen Schlussanträgen vom 19. März
2026 (Rechtssache C-530/24, Tipico) angedeutet: Nicholas Emiliou hält es grundsätzlich für möglich,
unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der
Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.
Schlussanträge sind Schlussanträge. Sie binden den Gerichtshof nicht, und kein Spieler darf aus
ihnen ein Rückzahlungsversprechen ableiten. Wer heute bei einem zugelassenen Anbieter setzt, hat mit
diesem Verfahren nichts zu tun; die Frage richtet sich an Anbieter, die ohne deutsche Erlaubnis
gewirkt haben. Der praktische Wert der Meldung liegt woanders: sie erinnert daran, dass die Wahl des
Anbieters eine rechtliche Entscheidung ist und nicht nur eine Frage der Quote.
Spielerschutz: die Regeln, die für alle gelten
Ein Länderkampf über zwei Tage lädt zu längerem Verweilen ein als ein Fußballspiel über 90 Minuten.
Genau deshalb sind die Schutzmechanismen des GlüStV bei einem Mannschaftsturnier kein Nebenthema,
sondern der Rahmen, in dem das ganze Angebot stattfindet. Es sind Pflichten des Anbieters, nicht
Optionen, und sie gelten bei jedem zugelassenen Anbieter in gleicher Form.
Das Einzahlungslimit beträgt nach § 6c Abs. 1 GlüStV grundsätzlich 1.000 € pro Kalendermonat über
alle Anbieter hinweg und wird über die LUGAS Limitdatei durchgesetzt. Die Bezeichnung
„über alle Anbieter hinweg“ trägt die ganze Härte dieser Regel: es ist kein Limit pro Konto,
sondern ein Limit pro Person. Wer bei drei Buchmachern einzahlt, schöpft dasselbe Budget dreimal
ab — bis es erschöpft ist. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf das Limit für eine
einzelne Person erhöhen, bis 10.000 €, und für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden bis
30.000 €, aber nur gegen einen nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine
Selbstauskunft genügt dafür nicht. Das Absenken wirkt sofort, das Anheben erst nach sieben Tagen.
Dass diese Frist existiert, ist die eigentliche Pointe. Wer nach einem guten Abend glaubt, er müsse
sein Limit nur schnell hochsetzen, merkt am nächsten Tag, dass der Mechanismus gegen genau diesen
Impuls gebaut wurde.
Weitere feste Regeln, in einem Zug: Teilnahme ab 18 Jahren nach § 4 Abs. 3; ein Konto pro Anbieter
mit vollständiger Verifizierung nach § 6a; vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72
Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Das parallele
Spiel bei mehreren Anbietern ist nach § 6h GlüStV über die Aktivitätsdatei untersagt.
OASIS, Sofortsperre und der Weg zurück
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8, 8a GlüStV und wird bei der Registrierung und bei
jedem Login abgeglichen. Wer sich dort selbst sperren lässt und dabei einen Zeitraum nennt, ist
mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, mindestens ein Jahr.
Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 GlüStV ist das schärfere Werkzeug: er löst eine sofortige
24-Stunden-Sperre aus. Kein Formular, kein Telefonat, keine Rechtfertigung. Für jemanden, der mitten
in einer Partie den Punkt erreicht, an dem er aufhören will und es allein nicht schafft, ist das die
wichtigste Zahl dieses Abschnitts.
Zwei Dinge gehören an derselben Stelle benannt. Erstens: Einzahlungen sind nach § 6b Abs. 4 GlüStV
nur von einem Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten
Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind unzulässig. Das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen
und anonyme Prepaid-Karten aus dem erlaubten deutschen Sportwettenangebot heraushält. Zweitens:
Spielerguthaben liegen auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto, und bei Kontoschließung wird das
Guthaben innerhalb von fünf Werktagen ohne Gebühren ausgezahlt (§ 6b Abs. 6–7).
Für Leser, die über den Rahmen hinaus Hilfe brauchen: die Beratungsstellen und die Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung sind die zuständigen Adressen, und die Sperrung über OASIS ist der Weg,
der über alle Anbieter hinweg wirkt.
Der Bonus ist nicht gesetzlich gedeckelt
Ein Punkt wird beim Vergleich gern überlesen: Das GlüStV enthält keine Norm, die einen
Sportwettenbonus festsetzt oder begrenzt. Höhe, Umsatzbedingungen und Mindestquote stammen
ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.
Das klingt nach Freiheit für den Anbieter und ist in Wahrheit eine Bringschuld an den Leser. Weil
niemand von Amts wegen prüft, ob ein Bonus fair ist, muss der Vergleich es tun. Wer zwei
Willkommensangebote gegenüberstellt und dabei nur die Bonussumme liest, vergleicht die Zahl, die am
lautesten ruft, statt der Bedingung, die am meisten kostet.
Der Spielplan bestimmt, wann es Quoten gibt
Die entscheidende Frage bei einem Wettbewerb dieser Länge lautet nicht, was man wetten kann, sondern
wann. Der Davis Cup liefert nicht drei Wochen lang ein Dutzend Spielpaarungen pro Tag wie ein
Grand-Slam-Turnier. Er liefert stoßweise: eine Februarrunde, eine Septemberrunde, ein
November-Finalturnier. Das ist der Takt, in dem das Wettangebot überhaupt existiert.
Wo im Kalender die Märkte sitzen
Die erste Qualifikationsrunde lief vom 5. bis 8. Februar 2026, die zweite vom 18. bis 20. September
- Wer auf den Ausgang eines Länderduells setzen will, hat damit im Wesentlichen zwei Fenster in
der Saison — und ein drittes, wenn im November das Finalturnier in Italien beginnt.
Aus diesen Fenstern folgt schon die erste Einschränkung der Auswahl: Ein Buchmacher, der bei
Fußball ein hervorragendes Programm zeigt, muss deshalb bei einem Tennisturnier noch lange nicht
dasselbe liefern. Die Tiefe des Tennisangebots auf dem Wettschein ist der erste Maßstab, den man in
einem solchen Fenster tatsächlich testen kann — und der einzige, den man nur in diesem Fenster
testen kann.
Wie früh Quoten festliegen
Begegnungen eines Länderwettbewerbs werden früh bepreist, aber nicht früh besetzt. Die Aufstellung
kommt spät, die Quoten entstehen früher. Wer auf eine Partie setzt, deren Nominierung noch offen ist,
wettet auf mehr als den Sport: er wettet auf eine Information, die er noch nicht hat.
Deshalb ist der beste Zeitpunkt für eine Wette auf die Begegnung nicht der früheste Termin, sondern
derjenige, an dem beide Kapitäne ihre Startaufstellung bestätigt haben. Wer das tut, verliert
gelegentlich ein paar Zehntelpunkte auf der Quote und gewinnt die Gewissheit, auf wen er überhaupt
setzt. Diese Reihenfolge ist die einzige, die ich bei diesem Format für vertretbar halte.
Weiche Sportarten in einem harten Raster
Während der Saison läuft der reguläre Profitennis-Zirkel weiter — und genau darin liegt die
praktische Empfehlung, die sich aus dem Kalender ableiten lässt. In einer Woche ohne
Davis-Cup-Begegnungen bieten deutsche Sportwetten-Anbieter in der Regel nichts auf den Wettbewerb
an, und das ist keine Schwäche des Buchmachers, sondern schlicht richtig.
Wann das Angebot für die entscheidenden Spiele eines Finalturniers aufgeschaltet wird, etwaige
Sonderwetten auf das Turnier und eine Teilnahme- oder Siegwette, ist von Anbieter zu Anbieter
verschieden; hier lohnt die offene Prüfung im eigenen Konto. Der Vergleich sollte einen Anbieter
nicht danach ordnen, was er im Vorfeld verspricht, sondern danach, was er im Fenster tatsächlich
im Wettprogramm stehen hat.
Das Final 8 und der Spielplan als Quotenschlüssel
Das Finalturnier ist die Ausnahme, die den ganzen Vergleich umdreht. Pro Begegnung werden dort nur
drei Partien gespielt, zwei Einzel und bei Bedarf ein Doppel — also wenige Märkte, dafür mit
Titelgewicht. Italien ist Gastgeber. Der Ausgang eines einzigen Einzels kann über den Titel
entscheiden.
Genau diese Verdichtung macht Quoten auf das Turnier weicher, als sie aussehen. Wer ein einzelnes
Einzel im Finalturnier bepreist, kann das nur gegen einen Gegner tun, der noch nicht abschließend
feststeht; das Feld von acht Nationen ist qualifiziert, aber die Begegnungen im Turnierbaum ergeben
sich erst aus dem Verlauf. Wer auf das Turnier setzt, setzt auf einen Pfad, nicht auf einen
Gegner. Der Weg zum Titel und der Weg zu einer einzelnen Wette sind, anders als in der Saison,
ausdrücklich verschiedene Dinge.
Der Vergleich: Zehn Anbieter mit deutscher Erlaubnis
Ein Vergleich, der nur Quoten aneinanderreiht, ist keine Hilfe. Preise entstehen aus einer Formel,
die man offenlegen kann — und wer die Formel einmal verstanden hat, sieht die Schlagzeilen anderer
Portale mit anderen Augen.
Die Schlüsselzahl lautet 1,90 zu 1,90. Setze ich diese beiden Quoten in die Formel
Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), erhalte ich 0,95. Daraus ergibt sich eine Marge des
Anbieters von 5 %. Und die berühmte 50-50-Begegnung ist ehrlicher Preisfindung kein neutrales
Nullsummenspiel. Zwischen 3 und 6 % liegt der übliche Rahmen eines Zwei-Weg-Marktes im Tennis, und
schon die Annahme gleicher Quoten auf beiden Seiten ist im Tennis ein Sonderfall. Diese 5 % sind
der Punkt, an dem sich das Gespräch verschiebt: Die relevante Größe ist nicht die Quote, sondern
die Marge, die sie verrät. Drei Prozent und sechs Prozent klingen beide klein. Über eine Saison mit
Fünf-Euro-Wetten sind sie das nicht.
Dieselbe Logik gilt für die Steuer. Die Sportwettensteuer nach §§ 16–25 RennwLottG beträgt 5,3 %
vom Basissatz „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ (§§ 17, 18) — also rund 5,03 % des eingezahlten
Betrags. Geschuldet wird sie nach § 19 vom Veranstalter der Wette, nicht von der Person, die setzt:
Der Organisator schuldet die Steuer, nicht der Wettende. Ob und wie ein Anbieter sie weitergibt, ist
seine Entscheidung und nur aus seinen eigenen Bedingungen belegbar — bei einem namentlich genannten
Anbieter steht sie deshalb nirgends auf dieser Seite als Behauptung, sondern nur dort, wo sie wirklich
in seinen Bedingungen steht.
Wer nun Winamax mit dem Slogan „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ wirbt, hat sich eine
aussagekräftige Formulierung gewählt. Die Aussage verweist auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen
(Fußball, Tennis, Handball) vom 01.04.2025 bis 30.08.2025, in deren Rahmen Winamax bei 45 % der
untersuchten Quoten auf Platz eins lag. Wir halten fest: rund 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins.
Die 5,3 % und die 5 % sind zwei verschiedene Dinge und werden ständig durcheinandergebracht. Die
Steuerlast ist eine Abgabe an das Finanzamt. Die Marge ist der Betrag, den der Markt dem Buchmacher
lässt, weil die implizierten Wahrscheinlichkeiten der Quoten zusammen über 100 % liegen.
Die Steuer trifft dabei auch unerlaubte Anbieter — und ist damit kein Beweis für eine Erlaubnis. Ein
Anbieter ohne Erlaubnis, der die Steuer abführt, bleibt unerlaubt.
Was ein Vergleich nachvollziehbarer Größen zeigt
Ein Preis ist eine Tatsache. Wie er zustande kommt, ist die eigentliche Frage. Und das ist die
zentrale Erkenntnis für jeden Vergleich: Ein Prozentpunkt Marge, über ein Turnier hinweg
eingesammelt, ist unsichtbar und real. Die Formel zum Nachprüfen ist unangenehm einfach: Quoten
zweier Anbieter auf denselben Markt nehmen, Kehrwerte bilden, addieren. Wer das einmal gemacht hat,
sortiert Buchmacher fortan nach dem Preis, den sie verlangen, statt nach dem, den sie anzeigen.
Die Vertragspartnerin zählt, nicht die Marke
Die zweite nachvollziehbare Größe ist der Erlaubnisinhaber — und er ist die unangenehmste Zeile in
jeder Anbieterbeschreibung, weil er selten der Name ist, den man sucht. Für bwin führt die Whitelist
die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der Liste: 2. Oktober 2026). Der
Vertragspartner beim Klick auf „Wette platzieren“ ist damit eine maltesische Limited, nicht ein
deutscher Verein und nicht die Marke.
Dasselbe Muster findet sich bei den Anbietern der Liste: bet-at-home wird in der Whitelist über die
Bet-at-home.com Internet Limited geführt, NEO.bet über die Greenvest Betting Limited, LeoVegas über
die LVSports Limited, ODDSET über die Oddset Sportwetten GmbH, 888sport über die 888 Germany
Limited, Betano über die Betkick Sportsbetting Limited, Betway über die Betway Limited, Tipico über
die Tipico Co. Limited und Tipwin über die Tipwin Limited.
Der Sitz der Gesellschaft sagt nichts über die Zuverlässigkeit des Angebots. Er sagt etwas über
Zuständigkeiten. Ein Verbraucher, der sich an die richtige Stelle wenden will, wendet sich an die
Gesellschaft im Vertrag, nicht an eine Marke.
Die 888sport-Muttergesellschaft macht das Muster klar: Die 888 Holdings PLC mit Sitz in Gibraltar ist
die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe, zu der 888sport gehört; die Aktie ist seit September 2005 an
der London Stock Exchange notiert. Solche Strukturen sind bei Buchmachern normal — und sie sind der
Grund, warum die Prüfung der Whitelist sich nicht mit dem Markennamen begnügen darf.
Was einen Bonus wirklich teuer macht
Nun zur Rechnung, die den Vergleich tatsächlich entscheidet. Jeder Willkommensbonus in Deutschland
steht in den Bedingungen eines Anbieters, und diese Bedingungen enthalten mindestens drei Größen,
die zusammen den Wert bestimmen: die Bonussumme, die Umsatzbedingung und die Mindestquote, zu der
die Umsätze erbracht werden müssen.
Zum Rechnen nehme ich einen Bonus von 50 €, einen Mindestumsatz vom Fünffachen und Einzelwetten von
je 5 €. Das ergibt 250 € erforderlichen Umsatz, mithin 50 Wetten mit je 5 €. Bei einem
Marktzins von 5 % entspricht dies im Durchschnitt 12,50 € erwartetem Verlust. Von den 50 € bleiben
also im Schnitt 37,50 € übrig — sofern nur der Bonusbetrag umgesetzt wird und jede der 50 Wetten die
Mindestquote erreicht. Jede Ziffer dieses Rechengangs stammt aus einer hier nachvollziehbar gemachten
Annahme; die Formel selbst stammt nicht von mir, sondern aus der Art und Weise, wie Sportwetten
funktionieren.
Der Vergleich der Bonussummen allein sagt damit fast nichts. Ein Anbieter mit einem großen
Willkommenspaket und einer hohen Umsatzanforderung kann den Spielenden schlechter stellen als ein
Anbieter mit einem kleineren Paket und einem moderaten Umsatzerfordernis. Und dabei spielt eine
Rechnung hinein, die mit Ermäßigungen nichts zu tun hat: Die Bonussumme, die ein Anbieter nennt,
wird mit jeder Wette aufs Neue dem Risiko ausgesetzt, und dieses Risiko hat einen Preis. Seriöse
Bedingungen sagen es offen. Wer ein Willkommensangebot prüft, liest daher zuerst die Umsatzbedingung
und die Mindestquote, dann erst die Zahl mit dem Euro-Zeichen.
Die zehn Anbieter im Einzelnen
Jede der folgenden Plattformen trägt in diesem Vergleich ein Merkmal, das sie von den übrigen
unterscheidet. Begonnen wird mit dem Anbieter, der am sportlichsten an einen anderen Sport gebunden
ist.
Tipwin — der Partner des deutschen Basketballs
Tipwin ist Premium Partner des Deutschen Basketball Bundes; die Partnerschaft wurde bis zum
- Dezember 2026 verlängert und läuft damit mindestens drei weitere Jahre. Der Kontrakt sitzt im
Sportmarketing, nicht im Spielangebot, und er ist der auffälligste Unterschied zu den übrigen neun
Plattformen. Es ist die Art von Engagement, die ein Haus sichtbar macht: im Fernsehen, auf
Trikots, in Hallen. Was davon beim Tennis ankommt, ist Verlässlichkeit im Auftreten, nicht eine
spezielle Quote auf ein Doppel.
Eine Sportwetten-Erlaubnis für die Marke auf der Whitelist führt das Haus seit dem 9. Oktober
2020, den Inhaber weist die Liste als Tipwin Limited aus.
Ein Premium-Partner-Status
erzeugt Reichweite, sagt aber nichts über die Tiefe des Wettprogramms im Tennis. Wer Tipwin
testet, testet ein Angebot, das auf Sichtbarkeit setzt und dessen Tenniskontingent man nicht in
einer Druckvorlage nachlesen kann, sondern im eigenen Konto. Wer Sportsponsoring als Signal für
Seriosität liest, wird hier belohnt: Die Erlaubnis ist da, der Partner ist groß. Wer ein besonders
breites Tennis-Wettprogramm sucht, prüft diese Erwartung besser vor der ersten Einzahlung.
bwin — die Malteser-Limited mit der bekanntesten Marke
bwin führt die Whitelist über die bwin (Deutschland) Limited mit Sitz in Gzira, Malta (Stand der
Liste: 2. Oktober 2026). Die Erlaubnis für Sportwetten wurde am 9. Oktober 2020 erteilt, eine
Folgeerlaubnis folgte am 23. Dezember 2022. Der Markenname ist einer der bekanntesten im deutschen
Markt; die vertragsschließende Gesellschaft sitzt auf Malta. Bei diesem Anbieter ist dieser
Unterschied kein Formalakt: Wer wissen will, mit wem er es zu tun hat, liest den Namen der Limited.
Bei einem so etablierten Haus stellt sich die Frage nicht, ob es ein vollständiges Wettprogramm
vorhält, sondern ob das Umfeld freundlich ist. Die Bedingungen, unter denen ein Bonus umgesetzt werden
muss, liest man nicht in der Werbung, sondern im eigenen Konto — die Umsatzbedingungen, die
Mindestquote und eine etwaige Frist stehen dort vollständig. Der Rest ist Vertrauenssache: eine
Hausmarke, die seit Jahren im deutschen Markt ist, mit einem Erlaubnisinhaber, der in der Liste steht.
Bleibt die vertragsrechtliche Eigenheit, und sie ist der Grund, warum dieses Haus in einem
Vergleich nach Erlaubnissen nicht weiter hinten steht, sondern überhaupt dort: Eine maltesische
Limited erfüllt die deutschen Vorgaben, und sie zeigt, dass die Whitelist keine Frage des
Firmensitzes ist, sondern eine der Eintragung.
bet-at-home — eine der ersten Erlaubnisse, zwei Erlaubnisgegenstände
bet-at-home hält eine der ersten Sportwetten-Erlaubnisse im Raster, nämlich seit dem
- November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022. Die Whitelist führt als Inhaber die
Bet-at-home.com Internet Limited. Zusätzlich besteht eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele
seit dem 28. Dezember 2022 — und dieses Datum ist der Punkt, an dem ich für einen Vergleich, der
Tenniswetten zum Gegenstand hat, ausdrücklich widersprechen möchte: Genau die Parallelität von
Spielhalle und Sportwette ist der Grund, warum man sich in Deutschland entschieden hat, für beide
unterschiedliche Erlaubnisse zu verlangen.
Ein früher Erlaubnisbeginn spricht für Erfahrung in einem stark regulierten Markt. Er spricht nicht
für ein besseres Tennisangebot, denn die Erlaubnis der vollen Gruppe möglich ist zu einem so frühen
Zeitpunkt. Für jemanden, der ausschließlich Tenniswetten sucht, ist das ältere Datum eine Randnotiz
und die zweite Erlaubnis eine Erinnerung daran, sich im Wettprogramm zu orientieren und nicht im
Casino-Bereich.
888sport — die börsennotierte Mutter im Hintergrund
Hinter 888sport steht eine Doppelstruktur, die sich leicht übersehen lässt: Die Whitelist führt für
das Sportangebot die 888 Germany Limited als Erlaubnisinhaberin, während die 888 Holdings PLC mit
Sitz in Gibraltar die Holdinggesellschaft der 888-Gruppe ist, zu der 888sport gehört; die Aktie ist
seit September 2005 an der London Stock Exchange notiert. Die Sportwetten-Erlaubnis für die Marke
läuft seit dem 30. Juni 2021. Wer diese Schichtung nicht kennt, sucht den falschen Ansprechpartner.
Die Transparenz einer börsennotierten Gruppe ist im deutschen Wettmarkt kein Standard.
Ein Unternehmen, das seine Zahlen veröffentlichen muss, steht unter einer dauerhafteren Beobachtung
als eine private Limited. Für einen vorsichtigen Leser ist das ein reales Argument, sofern er
zwischen der berichtenden Mutter und derjenigen Gesellschaft, die auf der Whitelist steht,
differenzieren kann. Es ist die gleiche Unterscheidung wie zwischen Aktie und Wettschein: Man muss
den Vertragspartner in der Hand haben.
Betano — Bet Builder und Live-Streaming bis zum Grand Slam
Betano hat die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 19. Februar 2021, den Vertragspartner führt die
Whitelist als Betkick Sportsbetting Limited. Hier finden sich auch die einzigen
Streaming-Angaben dieser Liste: Die App „Betano Sportwetten und Slots“ wird im Apple App Store von
der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED angeboten, und die Entwicklerbeschreibung nennt Bet
Builder — das Kombinieren mehrerer Märkte eines Spiels —, Cash Out und Live-Streaming unter anderem
von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slams, NBA, EuroLeague und NFL.
Das ist mehr Produkt als bei jedem der übrigen neun: Die Entwicklerbeschreibung nennt Bet Builder,
Cash Out und Live-Streaming, unter anderem von Tennis-Grand-Slams. Ein Bet Builder und ein
Live-Stream treffen dabei auf denselben gesetzlichen Rahmen wie überall sonst. Wer glaubt, ein
Streaming-Bild mache den nächsten Punkt bequoter, irrt: Die Live-Wett-Beschränkung nach § 21 Abs. 4
GlüStV, die nur das Endergebnis und seltene Komponenten wie den nächsten Satz zulässt, gilt auch
dort. Das Streaming verbessert das Erlebnis, nicht das Wettangebot.
ODDSET — die staatliche Herkunft und die Darmstädter Erlaubnis
ODDSET ist der Anbieter mit der ungewöhnlichsten Erlaubnisgeschichte der Gruppe. Das
Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15. Dezember 2022
die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb. Aufsichtsbehörde ist die
Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder. Die Whitelist führt als Inhaber die Oddset Sportwetten
GmbH und nennt eine Erlaubnis seit dem 18. November 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom
- Dezember 2022.
Die Besonderheit liegt im Wort „stationär“. Kaum ein anderer Anbieter dieser Liste betreibt
Annahmestellen. Wer Sporterfahrung aus dem Wettbüro mitbringt, führt sie hier in die Online-Wette
über. Für ein Format wie den Davis Cup, das an zwei Tagen mit vielen Einzelwetten in der
Filiale verfolgt werden will, ist ein solches Netz ein Argument — und keiner der übrigen neun
Anbieter des Vergleichs hat hier viel entgegenzusetzen.
NEO.bet — eine sehr frühe Erlaubnis mit kleiner Markenpräsenz
NEO.bet gehört zu den ersten Erlaubnisinhabern des Markts: Die Whitelist führt für NEO.bet die
Greenvest Betting Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer
Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.
Letzteres ist wörtlich zu nehmen. Bei einem Anbieter mit dieser Laufzeit ist die Whitelist ein Akt der
Sicherheit, nicht der Auszeichnung. Die Liste wird von der Aufsicht geführt, und jeder Eintrag wird
veröffentlicht — auch der eines Hauses mit unbekanntem Namen. Wer in Deutschland ohnehin die
Erlaubnis benötigt, kann die Liste nicht als Qualitätsmerkmal lesen.
Der Anbieter gehört zu den Häusern, die ein tennisspezifisches Profil nicht nach außen tragen. Wer
Wert auf eine große Marke legt, wird woanders fündig; wer die Liste schlicht als
Sicherheitsmerkmal liest, findet auch hier eine gültige Erlaubnis und kann sie mit den eigenen
Erwartungen abgleichen.
Betway — Cash Out mit Teilauszahlung
Betway bietet ein Cash-Out-Feature mit einer Besonderheit, die den Mechanismus betrifft: Beim
Betway-Cash-Out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt,
und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil — die Teilauszahlung lässt den Rest des
Wettscheins weiterlaufen. Zusätzlich bietet Betway einen Wettkonfigurator für Fußballspiele,
„Konfigurator+“, der Auswahlen aus verschiedenen Partien kombiniert. Die Sportwetten-Erlaubnis für
die Marke läuft seit dem 9. März 2021; die Whitelist führt die Betway Limited.
Zum Rahmen der Sache: Cash Out ist in Deutschland nicht gesetzlich geregelt. Es gibt keine Norm, die
es vorschreibt oder verbietet; es ist schlicht ein Merkmal des jeweiligen Anbieters. Genau deshalb
lohnt sich der Blick auf die Ausgestaltung, und hier ist Betways Teilauszahlung der feinere der
beiden Mechanismen: Wer einen Teil des Einsatzes aus dem Wettschein nimmt und den Rest stehen lässt,
muss den ganzen Schein nicht zerreißen, um einen Teil des Werts zu realisieren. Das ist ein Feature für
Leute, die Positionen abstufen, und keines für Einsteiger, denn es verwandelt einen einfachen
Wettschein in eine Folge von Entscheidungen. Wichtig: Die durchschnittliche Höhe des Cash-Out-Angebots
ist nicht gesetzlich oder behördlich festgelegt und entsteht allein aus dem Modell des Anbieters.
Tipico — Cashout und die Vorlage, die noch offen ist
Tipico führt die Whitelist über die Tipico Co. Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem
- Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Die Tipico Sportwetten App wird im
Apple App Store vom Entwickler Tipico B2B Ltd angeboten; in der Entwicklerbeschreibung werden
„Tipico Cashout“ als Kontrolle über den Wettschein und Live-Wetten auch während des Fußballspiels
genannt.
Tipico ist zugleich die Partei des Verfahrens, das den deutschen Markt seit Jahren begleitet: Der
Kläger in dem Vorlageverfahren nach Az. I ZR 90/23 fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus
Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Ich schreibe das ohne Häme, weil es beide Seiten
braucht: Es gibt wenige Häuser in dieser Liste, über die so viel geschrieben und so wenig über das
Tennisangebot gesagt wurde. Wer nach einem Anbieter sucht, der durch ein Verfahren gegangen ist und
seither weiter mit deutscher Erlaubnis arbeitet, findet hier eine dieser Adressen. Wer eine
lückenlose Chronik erwartet, erwartet mehr, als diese Seite leisten kann.
Wer Tipico wegen der Schlagzeilen
wählt — in welche Richtung auch immer — entscheidet nicht über sein Tennisangebot, sondern über
seine Bekanntheit. Ein Blick ins Wettprogramm an einem Tag mit laufendem Davis Cup sagt mehr.
LeoVegas — die späte Erlaubnis und der kürzeste Sportwetten-Zeitraum
LeoVegas ist der Nachzügler der Liste und der Anbieter mit dem jüngsten Erlaubnisdatum: Die Whitelist
führt für LeoVegas die LVSports Limited mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober
2024 und für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023.
Die Reihenfolge der beiden Daten ist der interessanteste Punkt des Eintrags. Die Erlaubnis für
virtuelle Automatenspiele ist älter als die für Sportwetten; das Haus hat also zunächst den
Casino-Bereich betrieben und den Sport später nachgezogen. Für einen Vergleich, der
Davis-Cup-Wetten zum Gegenstand hat, ist der Sportwetten-Zeitraum die allein maßgebliche Größe, und
er ist der kürzeste im Feld. Wer bei einem Anbieter einsteigt, dessen Sporterlaubnis noch kein
Vergleichsjahr hinter sich hat, tauscht etablierte Routinen gegen ein jüngeres Versprechen.
Gleichzeitig ist der Eintrag selbst die Antwort auf die Frage, ob sich der deutsche Markt lohnt. Ein
Haus mit starkem Casino-Segment braucht die Sportwette nicht, um zu bestehen — und beantragt sie
dennoch. Für einen Spieler, der sich ausschließlich für das Sportangebot interessiert, ist die
Anbieterauswahl dadurch nicht besser oder schlechter, aber die Erwartung an die Reife des
Wettprogramms sollte dem Datum entsprechen.
Was bei der Wahl des Anbieters den Ausschlag gibt
Die zehn Erlaubnisse sind geprüft, die Unterschiede liegen im Rest. Und der Rest besteht aus drei
Dingen, die niemand für den Leser entscheiden kann.
Erstens die Frage, ob das Haus ein Tennisfenster abdeckt. Ein Anbieter kann ganz legal und ganz
erfolgreich sein und sich trotzdem in der zweiten Februarwoche nicht für ein Länderduell
interessieren. Ein Vergleich, der nur während der Hauptsaison vergleicht, überbewertet die
Fußballkompetenz eines Buchmachers. Der einzige belastbare Test ist ein Blick ins Wettprogramm
während eines Qualifikationsspieltags.
Zweitens der Preis. Der Vergleich der Menüs ist erledigt. Wer zwei Quoten für denselben Markt hat,
kann sich in zwei Minuten eine Rangfolge machen — dann hat er immerhin die eine große Stellschraube
selbst in der Hand.
Drittens die Regeln zum Bonus. Ein Anbieter braucht keine Umsatzbedingung, um mit einem großen Betrag
zu werben; ein Platz auf der Liste schützt nicht davor. Deshalb liest man zuerst die Umsatzbedingung
und die Mindestquote, dann die Bonussumme.
Wer noch unentschieden ist, sollte die langfristige Perspektive nicht vergessen. Der Kalender setzt
denn ohnehin einen kleinen Zeitplan: Die erste Runde im Februar, die zweite im September, das Finale
im November. Diese drei Fenster sind in Deutschland die Monate, in denen sich dieses Angebot
überhaupt lohnt; dazwischen gibt es regelmäßig bessere Anlässe zu anderen Wettarten. Und bei jedem
dieser Fenster stehen Verifizierung und Einzahlungslimit jedem Entschluss im Weg, gleich wie gut die
Quote ist.
Häufige Fragen zu Davis-Cup-Wetten
Wann läuft der Davis Cup 2026, und welche Länder sind für das Final 8 qualifiziert?
Die 114. Ausgabe läuft vom 5. Februar bis zum 29. November 2026. Die erste Qualifikationsrunde wurde vom 5. bis 8. Februar gespielt, die zweite vom 18. bis 20. September. Für das Final 8 qualifiziert sind Spanien, Deutschland, Großbritannien, Österreich, Südkorea, Tschechien, Kanada und Italien; Italien ist als Titelverteidiger Gastgeber.
Wie wird eine Wette auf den Ausgang eines Länderduells abgerechnet, wenn die Entscheidung bereits gefallen ist?
Sobald eine Mannschaft drei Siege hat, entfallen die restlichen Partien. Auszahlungen erfolgen erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses. Wer auf ein Einzel gesetzt hat, das nicht mehr ausgetragen wurde, muss sich an die Regeln seines Anbieters zur Wertung nicht gespielter Partien halten; diese Bedingungen stehen im Wettprogramm und sind vor dem Einsatz zu prüfen.
Woran ist erkennbar, ob ein Wettanbieter für Davis-Cup-Wetten in Deutschland erlaubt ist?
Allein an der Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, die nach § 9 Abs. 8 GlüStV geführt wird. Dort wird nicht die Marke geprüft, sondern der eingetragene Erlaubnisinhaber, und die Sportwetten-Erlaubnis muss für genau die angebotene Domain bestehen. Eine .de-Adresse allein beweist nichts.
Welche Live-Wetten sind bei Tennis in Deutschland erlaubt, und warum fallen Wetten auf den nächsten Punkt weg?
Nach § 21 Abs. 4 GlüStV ist während eines laufenden Ereignisses nur das Endergebnis erlaubt sowie das nächste Tor, der nächste Satz oder eine vergleichbare, seltene Komponente. Der nächste Satz im Tennis ist zulässig, der nächste Punkt nicht — er ist kein seltenes, sondern ein ständig wiederkehrendes Ereignis.
Was bedeutet die Marge, und wie wirkt die Sportwettensteuer von 5,3 %?
Die Marge ist der Abstand zwischen wahren und angebotenen Quoten: Bei 1,90 zu 1,90 ergibt die Auszahlungsquote 0,95 — der Anbieter behält 5 %. Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 16–25 RennwLottG 5,3 % des Einsatzes abzüglich der Steuer selbst, also rund 5,03 % des eingezahlten Betrags, und wird vom Veranstalter geschuldet.
Was unterscheidet beim Vergleich Mindestquote und Umsatzbedingungen von der Höhe der Bonussumme?
Die Bonussumme ist, was der Anbieter ankündigt; Umsatzbedingung und Mindestquote bestimmen, was sie kostet. Aus 50 € Bonus bei fünffachem Umsatz und 5-€-Wetten werden 250 € Umsatz in 50 Wetten — bei 5 % Marge im Schnitt 12,50 € Kosten, die die Bewertung des Angebots verändern. Die Steuer trifft dabei auch Anbieter ohne Erlaubnis.
Tennis – Nations League Wetten
Inhalt erstellt vom Team «Nations League Wetten»
