Die besten Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis 2026 — wer auf der GGL-Whitelist steht und was das für Ihr Konto bedeutet

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only
Want more predictions?
Join our Telegram channel
Join

Die amtliche Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder trägt in ihrer Fassung vom 2. Oktober 2026 genau 30 Einträge: 27 Halter mit einer Erlaubnis für Sportwetten, zwei davon zusätzlich für Pferdewetten, und drei Anbieter, die ausschließlich Pferdewetten vermitteln dürfen. Wer nach den besten Wettanbietern mit deutscher Lizenz sucht, sucht in Wahrheit nach einer Teilmenge dieser 30 Zeilen — und nach den Regeln, die an jeder Zeile hängen.

Ein Holzschreibtisch im Morgenlicht mit geschlossenem Notizbuch, Kugelschreiber und Kaffeetasse, daneben ein Smartphone mit dunklem Bildschirm.
Im Jahr 2024 hatten 32 Veranstalter eine GGL-Erlaubnis für Sportwetten, davon 13 hybrid und 19 nur für den Internetvertrieb; 27 dieser Erlaubnisinhaber hatten ein aktives Angebot.

Stand: 30. Oktober 2026 — die Erlaubnisangaben wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in der Fassung vom 2. Oktober 2026 abgeglichen.

Spielerschutz: was an einer deutschen Erlaubnis wirklich hängt

Eine Erlaubnis nach § 9 Abs. 8 des Glücksspielstaatsvertrags ist kein Zertifikat, das man einmal erwirbt und dann an die Wand hängt. Sie ist ein Bündel von Pflichten, das jeden einzelnen Wettvorgang mitformt. Wer die im Abschnitt „Die zehn Anbieter im Vergleich nach Whitelist, Veranstalter und Erlaubnisdatum“ genannten Häuser vergleicht, vergleicht deshalb nicht nur Quoten und Zahlungswege, sondern zwei verschiedene Rechtsräume — und der Unterschied zeigt sich nicht beim ersten Klick, sondern in dem Moment, in dem es darauf ankommt.

Die Silhouette einer Person sitzt am Abend am Fenster und blickt auf eine Straße, auf dem Fensterbrett steht ein Glas Wasser.
Die GGL nennt für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland eine Kanalisierungsquote von 77 %: 23 % des Marktvolumens 2024 entfielen auf unerlaubte Angebote.

Altersgrenze, ein Konto, und die 72 Stunden bis zur Prüfung

Die Teilnahme ist ab 18 Jahren erlaubt. Wer sich anmeldet, darf genau ein Konto pro Anbieter führen, und dieses Konto wird vollständig verifiziert. Bis die Prüfung abgeschlossen ist, kann ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spiel ermöglichen — mit einer Einzahlungsgrenze von 100 € und ohne Auszahlungen. Diese 72 Stunden sind der einzige Zeitraum im deutschen Regelwerk, in dem ein Konto halb offen steht, und sie sind eng gezäumt: Kein Gewinn verlässt das Konto, solange die Identität nicht bestätigt ist.

Der Effekt für den Leser ist unangenehm, aber klar. Wer am Samstagabend spontan einsteigen will, wird von einem Anbieter mit deutscher Erlaubnis nicht einfach durchgewinkt. Ausweis, Adressnachweis, manchmal ein Video-Ident-Verfahren — das kostet Zeit, und es kostet sie genau dann, wenn man sie nicht hat. Dasselbe Prozedere schützt im Streitfall: Ohne Verifikation kein Kontoinhaber, ohne Kontoinhaber kein Anspruch.

Ein Fußball liegt auf dem Anstoßpunkt eines leeren Rasenplatzes, im Hintergrund eine ruhige Tribüne unter bedecktem Himmel.
Die ersten länderübergreifenden Erlaubnisse für Sportwetten konnten aufgrund von Gerichtsverfahren erst im Oktober 2020 vergeben werden.

LUGAS, OASIS und der Panikbutton: drei Systeme, die offshore nicht existieren

Das Einzahlungslimit liegt standardmäßig bei 1.000 € pro Kalendermonat und gilt anbieterübergreifend. Technisch durchgesetzt wird es über die LUGAS-Limitdatei, in der die Limits aller lizenzierten Anbieter zusammenlaufen. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf für einen einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen — bis 10.000 €, in einer Spanne von 10.000 € bis 30.000 € für höchstens ein Prozent seiner aktiven Spieler —, aber nur gegen einen nachweisbaren Beleg der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.

Dasselbe Muster wiederholt sich bei den Sperrsystemen. OASIS ist das bundesweite Sperrregister, das bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort mit einer benannten Frist sperrt, ist mindestens drei Monate gesperrt; ohne Angabe einer Frist mindestens ein Jahr. Der Panikbutton löst zusätzlich eine sofortige 24-Stunden-Blockade aus. Und die Parallelspielerei ist über die Aktivitätsdatei untersagt: Zwei Konten bei zwei lizenzierten Anbietern gleichzeitig mit demselben Spieler zu betreiben, ist nicht vorgesehen.

Diese drei Systeme sind der eigentliche Grund, warum eine deutsche Erlaubnis sich nicht durch eine Erlaubnis aus Curaçao oder Anjouan ersetzen lässt. Ein Offshore-Anbieter hängt an OASIS nicht, an LUGAS nicht, an der Aktivitätsdatei nicht. Ein Spieler kann dort einzahlen, was er will, weiterwetten, nachdem er sich anderswo selbst gesperrt hat, und parallel spielen, solange er will. Auch die 1.000 € im Monat sind dort keine Grenze, sondern ein Vorschlag, den niemand prüft.

Was das Limit für ein einzelnes Konto bedeutet

Die 1.000 € im Monat wirken großzügig, bis man sie auf einen Monat mit vier Fußball-Wochenenden verteilt. Bei einem durchschnittlichen Einsatz von 25 € sind das 40 Wetten monatlich — über alle lizenzierten Anbieter zusammen gerechnet, nicht pro Anbieter. Wer sein Einzahlungsvolumen über mehrere Buchmacher streut, gewinnt dadurch keinen Spielraum: Die Limitdatei addiert, der Anbieter sieht nur seinen Ausschnitt. Wer mehr will, braucht den Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit und muss eine Woche warten. In dieser Woche gilt weiterhin das alte, niedrigere Limit.

Der praktische Ratschlag daraus ist unromantisch: Wer regelmäßig vierstellig einzahlt, sollte seine Nachweise einreichen, bevor er sie braucht, und nicht am Tag des Anstoßes. Ein Nachweis, der drei Tage vor einem großen Turnier eingeht, hat den Vorgang längst erledigt, wenn der Anpfiff kommt. Ein Nachweis, der am Samstag um 14 Uhr losgeschickt wird, ändert gar nichts.

Einzahlungen nur vom eigenen Konto

§ 6b Abs. 4 zieht eine Grenze, die vielen erst auffällt, wenn die erste Auszahlung stockt: Einzahlungen sind nur von einem Zahlungskonto im Namen des Spielers bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut zulässig. Anonyme Zahlungsmittel sind ausgeschlossen. Das ist der Mechanismus, der Krypto und anonyme Prepaid-Karten aus dem lizenzierten deutschen Sportwettenmarkt heraushält — nicht als Verbot des einzelnen Anbieters, sondern als Erlaubnisbedingung.

Für den Leser heißt das: Der Zahlungsweg ist keine Geschmacksfrage. Wer mit dem Konto eines Dritten einzahlt, hat im Zweifel auch kein Auszahlungsrecht auf sein eigenes Konto, und der Streitfall wird dadurch nicht einfacher. Umgekehrt bietet die Regel einen Vorteil, den kein Bonus ersetzt: Spielerguthaben liegen auf einem Treuhandkonto, das insolvenzgeschützt ist. Bei Kontoschließung wird das Guthaben innerhalb von fünf Arbeitstagen ohne Gebühren ausgezahlt. Beides sind Pflichten aus der Erlaubnis, nicht Freundlichkeiten des Hauses.

Die zehn Anbieter im Vergleich nach Whitelist, Veranstalter und Erlaubnisdatum

Anbieter Whitelist-Status und Inhaber der Erlaubnis Sportwetten-Erlaubnis seit
Bet3000 auf der Whitelist; Inhaberin I.B.C. Sportsbetting Limited, Sliema, Malta 22.04.2026
Winamax auf der Whitelist; Inhaberin WINAMAX (Société anonyme) 29.06.2021, Folgeerlaubnis 08.12.2022
Tipico auf der Whitelist; Inhaberin Tipico Co. Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 09.12.2022
Sportingbet auf der Whitelist; Inhaberin Sportingbet (Deutschland) Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 21.12.2022
Sportwetten.de auf der Whitelist; Inhaberin NetX Betting Limited, Birkirkara, Malta 19.11.2020, Folgeerlaubnis 16.12.2022
LeoVegas auf der Whitelist; Inhaberin LVSports Limited 21.10.2024
AdmiralBet auf der Whitelist; Inhaberin Greentube Betting Malta Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnisse 13.12.2022 und 29.07.2024
bet-at-home auf der Whitelist; Inhaberin Bet-at-home.com Internet Limited 02.11.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022
Betano auf der Whitelist; Inhaberin Betkick Sportsbetting Limited, San Giljan, Malta 19.02.2021, Folgeerlaubnis 16.12.2022
NEO.bet auf der Whitelist; Inhaberin Greenvest Betting Limited 09.10.2020, Folgeerlaubnis 22.12.2022

Was in dieser Übersicht auffällt, ist weniger die Zahl der Anbieter als die Verteilung der Daten. Sechs der zehn Erlaubnisse stammen aus dem Herbst 2020 oder dem Frühjahr 2021, aus dem Zeitraum also, in dem das Verfahren nach langen Gerichtsauseinandersetzungen überhaupt erst in Gang kam. Zwei weitere sind Nachzügler aus den Jahren 2024 und 2026. Und bei einem einzigen Anbieter, LeoVegas, trägt die Liste nur ein Erstdatum aus dem Jahr 2024 und keine Folgeerlaubnis — ein Hinweis darauf, wie jung die Sportwetten-Erlaubnis dieses Hauses ist.

Die Veranstalter sind fast durchweg maltesische Gesellschaften, und das ist keine Besonderheit dieses Marktsegments, sondern seine normale Organisationsform. Was die Liste nicht hergibt, ist eine Rangfolge: Die Whitelist führt keine Qualitätsnoten, keine Quoten, keine Bonusbedingungen. Sie beantwortet genau eine Frage, nämlich ob ein Anbieter in Deutschland Sportwetten veranstalten oder vermitteln darf, und sie beantwortet sie auf der Ebene der Domain, nicht des Konzerns. Ein gesperrter Anbieter muss nicht aus der Liste verschwinden, um aufzuhören — er kann einfach seine Domain wechseln. Eine Whitelist ist deshalb immer eine Momentaufnahme, nie eine Bestandsgarantie. Das Erstdatum markiert den Beginn einer Erlaubnis, die nach § 4c Abs. 1 fünf Jahre läuft. Die Whitelist weist nur Erteilungsdaten aus, kein Ablaufdatum.

Und noch ein Detail, das in der Tabelle nicht auftauchen kann, weil es in keiner Spalte steht: Einige der zehn halten neben der Sportwetten-Erlaubnis auch eine für virtuelle Automatenspiele, teils für dieselbe Domain, teils für eine eigene. Das ist eine separate Erlaubnis mit eigenen Regeln, und sie sagt über das Sportwettenangebot nichts. Wer die Tabelle liest, um sein Sportwettenkonto auszuwählen, liest über die Casino-Seite des Hauses hinweg.

Was eine deutsche Erlaubnis im Kern bedeutet

Der Glücksspielstaatsvertrag 2021 ist seit dem 1. Juli 2021 in Kraft, und er regelt Sportwetten nicht als Nebenaspekt, sondern als eigenen Erlaubnistatbestand. Die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale) erteilt die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet nach § 9a Abs. 1 Nr. 3 und § 27f Abs. 1 GlüStV, überwacht den Markt und ahndet Verstöße nach § 28a. Die Steuer ist Sache des Finanzamts, nicht der Behörde — eine Unterscheidung, die in der öffentlichen Wahrnehmung regelmäßig verschwimmt.

Wer in Deutschland Sportwetten anbieten will, braucht diesen Bescheid. Ohne ihn ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Eine Erlaubnis aus Curaçao, aus Anjouan oder aus Malta hat dafür keine Bedeutung: Es kommt ausschließlich darauf an, ob eine deutsche Erlaubnis für dieselbe Domain vorliegt. Genau das ist der Satz, an dem sich die ganze Debatte um graue und weiße Anbieter entscheidet. Die Behörde hat in den vergangenen Jahren deutliche Anstrengungen unternommen, um deutlich zu machen, wo diese Grenze verläuft: Sie stufte die Zahl der Untersagungsverfahren von 68 im Jahr 2022 auf 287 im Jahr 2025 hoch, und 1.843 illegale Websites waren 2025 aufgrund von Untersagungen oder Netzsperren aus Deutschland nicht mehr erreichbar.

Dass die Grenze so klar ist, heißt dennoch nicht, dass der Markt sie sauber respektiert. Die Behörde beziffert die Kanalisierungsquote für den Online-Glücksspielmarkt in Deutschland mit 77 % — nach der zugrunde liegenden Studie entfielen also 23 % des Marktvolumens des Jahres 2024 auf unerlaubte Angebote. Eine andere, frühere Auswertung auf Basis von Steuerdaten des Bundesministeriums der Finanzen kam für den Sportwettenmarkt des Jahres 2022 auf deutlich über 95 % legale Umsätze und einen Anteil illegaler Anbieter von unter fünf Prozent. Zwei Zahlen, zwei Jahre, zwei Methoden: Die Legalität eines Anbieters lässt sich am Marktanteil nicht ablesen. Sie lässt sich an einer einzigen Liste ablesen, und das ist die Whitelist.

Dahinter steht ein Markt mit einem erheblichen Volumen. Die Anbieter mit GGL-Erlaubnis erzielten 2024 Bruttospielerträge von 1.963 Mio. Euro, zwölf Prozent mehr als im Vorjahr; die zugrunde liegenden Wetteinsätze beliefen sich auf 8,2 Mrd. Euro nach 7,9 Mrd. Euro im Jahr 2023. Die durchschnittliche Auszahlungsquote lag bei 76 % nach 78 % im Vorjahr. Dieser Wert ist der eigentliche Knackpunkt des ganzen Artikels: 76 % Auszahlungsquote bedeuten rund 24 % Marge über den gesamten lizenzierten Sportwettenmarkt. Wer um ein Prozent bessere Quoten verhandelt, verändert sein Ergebnis langfristig stärker als jeder Willkommensbonus — denn die Quote gilt auf Dauer, der Bonus nur einmal.

Zu den bemerkenswertesten Verschiebungen gehört, wie schnell das Live-Wetten das Pre-Match-Geschäft überholt hat. 2024 verteilten sich die Wetteinsätze zu 47 % auf Wetten vor dem Spiel und zu 53 % auf Live-Wetten. Fußball trug 78 % der Einsätze, Basketball acht Prozent, Tennis fünf Prozent, Kombinationen aus verschiedenen Sportarten fünf Prozent, Eishockey ein Prozent. Der deutsche Lizenzmarkt ist also kein breiter Strauß, sondern eine Fußballmaschine mit einem Basketballanhang. Wer sich für andere Sportarten interessiert, sollte vor der Anmeldung prüfen, wie tief das Programm eines Anbieters dort reicht.

Die Rechtslage: welche Erlaubnis was erlaubt und welche Fristen dabei laufen

Erlaubnis ist nicht gleich Erlaubnis: Sportwetten, Slots, Poker

Die zehn im Vergleich geführten Häuser haben im Sportwettenbereich ihre Erlaubnis. Mehrere von ihnen — Sportingbet, LeoVegas, AdmiralBet und bet-at-home unter ihren jeweiligen Konzernbetreibern — verfügen daneben über eine Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele, teils abweichend datiert, teils für eine eigene Domain wie slots.admiralbet.de. Das ist wichtig, weil es zwei getrennte Erlaubnisse mit zwei getrennten Regelwerken sind. Ein Anbieter darf Sportwetten veranstalten und deshalb noch lange keine Slots und kein Poker. Wer auf einer Anbieterseite beides sieht, findet dort zwei Erlaubnisse vor, nicht eine erweiterte.

Was überhaupt gewettet werden darf, ist eng umschrieben: Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts sowie auf Begebenheiten darin, als Einzel- oder Kombiwette nach § 21 Abs. 1. Hinzu kommt der Vorbehalt des Sportwettprogramms nach § 21 Abs. 5 — nur Wettarten, die die Behörde zugelassen hat. Das Live-Wetten nach § 21 Abs. 4 beschränkt sich während eines laufenden Ereignisses auf das Endergebnis sowie auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder eine vergleichbare Komponente in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Nächstes Tor im Fußball also ja, nächster Satz im Tennis ja — nächster Punkt im Tennis oder nächster Korb im Basketball dagegen nicht.

Ausgeschlossen sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind. Nach der Praxis der Behörde zählt der Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Ebenfalls ausgeschlossen sind manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. Für E-Sport hält die Behörde fest, dass Wetten darauf nicht möglich sind, weil E-Sport nicht als Sport anerkannt ist; ein lizenziertes E-Sport-Wetten gibt es in Deutschland nicht. Klar geregelt ist außerdem der Auszahlungszeitpunkt: Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzlicher Höchstbetrag pro Wette existiert im Sportwettenbereich nicht.

Wer das ganze Regelwerk liest, versteht, warum die Live-Quote auf der deutschen Seite eines Anbieters dünner aussieht als auf seiner internationalen. Das ist kein Mangel an Engagement, sondern eine Vorgabe. Der Betreiber darf schlicht nicht anbieten, was während des Spiels die meiste Aufmerksamkeit bindet.

Die Steuer auf dem Wettschein — und der Spieler, der sie nicht schuldet

Die Sportwettensteuer findet sich in §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes und beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“ nach §§ 17 und 18. Umgerechnet auf den eingezahlten Betrag sind das rund 5,03 % — 5,3 geteilt durch 105,3. Steuerschuldner ist nach § 19 der Veranstalter der Wette, nicht der wettende Spieler.

Was daraus folgt, ist unbequem. Die Steuer trifft formal das Unternehmen, und ob und wie es sie weitergibt, ist seine eigene Entscheidung. Man kann es also nicht pauschal dem Spieler anlasten — es steht aber auch nirgends, dass er sie nicht trägt. Wer wissen will, wie ein bestimmter Anbieter damit umgeht, findet die Antwort in dessen eigenen Bedingungen und nicht in einer allgemeinen Regel. Und ein wichtiger Nebensatz, der in vielen Debatten untergeht: Die Steuer trifft auch Anbieter ohne Erlaubnis. Eine gezahlte Wettsteuer ist deshalb kein Nachweis einer Erlaubnis. Als Wetteinsatzbestandteil darf man den Satz von 5,3 % jedenfalls nicht lesen, auch wenn er so herumgereicht wird.

Zur Frage, wie private Gewinne aus Sportwetten steuerlich zu behandeln sind, lässt sich an dieser Stelle nur auf allgemeine Information und im Zweifel auf eine Steuerberatung verweisen, nicht auf eine belastbare Regel für den einzelnen Fall.

Werbung, Bonus und die Grenzen der Erlaubnis

Nur Erlaubnisinhaber dürfen werben, § 5 Abs. 7. Das klingt strenger, als es ist, denn Werbung mit einer Erlaubnis im Rücken ist im Sportwettenbereich allgegenwärtig. Die Uhrzeitgrenze von 06:00 bis 21:00 Uhr aus § 5 Abs. 3 Satz 1 betrifft Slots, Online-Poker und Online-Casinospiele — nicht die Sportwetten. Für Sportwetten gilt anderes: keine Werbung für Wetten auf ein Ereignis unmittelbar vor oder während seiner Live-Übertragung im selben Kanal, keine Werbung mit aktiven Sportlern oder Funktionären, und keine Affiliate-Vergütung nach Umsatz, Einzahlung oder Einsatz.

Und dann der Punkt, der eine ganze Branche von Floskeln entwertet: Der Glücksspielstaatsvertrag enthält keine Vorschrift, die einen Sportwettenbonus festlegt oder begrenzt. Beträge, Umsatzbedingungen und Mindestquoten stehen ausschließlich in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Es gibt also keinen gesetzlichen Rahmen, an dem man einen Bonus messen könnte — nur den Vergleich zwischen den Angeboten. Wer mit einem „100 %“-Bonus wirbt, wirbt mit einer Zahl, die niemandem Rechenschaft schuldet. Der Maßstab liegt woanders: in der Mindestquote, die für jeden Umsatz erfüllt sein muss, und in der Frist, in der der Umsatz erledigt sein muss. Eine hohe Mindestquote in Kombination mit 30 Tagen ist eine andere Offerte als dieselbe Summe mit 90 Tagen — nicht, weil die Prozente anders sind, sondern weil die Bedingung dahinter anders aussieht.

Wenn die Erlaubnis fehlt: Untersagung, Rückforderung, Strafrecht

Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis, der Sportwetten nach Deutschland richtet, begeht unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 GlüStV. Die Behörde geht dagegen mit Untersagungsverfügungen, Zahlungssperren und Netzsperren nach § 9 vor und hat im September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt, die sie beim Namen nennt. Diese Warnungen sind selten ein Versehen; die Behörde nennt Marken, um Suchmaschinen-Einträge und Werbematerial entgegenzusetzen.

Strafrechtlich steht das Veranstalten nach § 284 StGB unter Strafe bis zu zwei Jahren oder Geldstrafe, die Werbung bis zu einem Jahr. Die Teilnahme an unerlaubtem Glücksspiel ist nach § 285 StGB mit bis zu sechs Monaten oder Geldstrafe bedroht. Ob und in welchem Umfang gegen einzelne Spieler vorgegangen wird, ist nicht belegt — daraus folgt weder eine Entwarnung noch eine Dramatisierung. Der Hinweis gehört zur Vollständigkeit, nicht zur Abschreckung.

Zivilrechtlich hat sich in den vergangenen zwei Jahren etwas bewegt. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 unter dem Aktenzeichen I ZR 90/23 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger verlangt von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am Europäischen Gerichtshof, Nicholas Emiliou, hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen.

Für den Spieler ist das eine offene Flanke, keine Rückerstattungszusage. Wer heute bei einem Anbieter ohne Erlaubnis einzahlt, hat keinen Anspruch darauf, sein Geld später über einen Gerichtsweg zurückzuholen; er hat nur die Chance, dass eine Rechtsprechung, die noch nicht abgeschlossen ist, irgendwann zu seinen Gunsten ausfällt. Und diese Chance ist an eine Bedingung geknüpft, die viele unterschätzen: Der Verlust muss bei einem Anbieter ohne deutsche Erlaubnis entstanden sein, und er muss belegbar sein.

Die ehrliche Gegenüberstellung sieht so aus. Ohne Erlaubnis: kein OASIS, kein LUGAS, keine deutsche Aufsicht, kein Treuhandkonto, keine Frist für die Auszahlung bei Kontoschließung — dafür höhere Limits und keine Verifikationspflicht. Mit Erlaubnis: Rechtssicherheit und ein Schutzapparat, der tatsächlich greift, aber mit 1.000 € Standardlimit, beschränkten Live-Märkten, vollständiger Verifizierung und Einzahlung nur vom eigenen Konto. Beides ist ein Paket. Man nimmt nicht das eine ohne das andere.

Die geprüfte Rechnung: was das Einzahlungslimit über einen Monat tatsächlich kostet

Das folgende ist eine Beispielrechnung, kein Kurzstandort und kein Quotenversprechen. Angenommen werden zwei Dinge: ein monatliches Einzahlungsvolumen von 1.000 € — die gesetzliche Standardgrenze aus § 6c Abs. 1, die anbieterübergreifend gilt — und ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1,90, wie ihn ein lizenzierter Anbieter für eine ausgewogene Partie stellen kann. Die Quoten von 1,90 stehen hier als Rechengröße, nicht als Preis.

Aus 1,90 und 1,90 ergibt sich über beide Ausgänge ein Auszahlungsanteil von 1 ÷ (1/1,90 + 1/1,90), also reichlich 52,6 %, und damit eine Marge von knapp 47,4 % je Einheit. Diesen Wert bitte nicht auf einen echten Markt übertragen: Er beschreibt einen Zufallsmarkt, wie er bei echten Sportwetten praktisch nicht vorkommt. Interessanter ist die Marge, die aus den amtlichen Zahlen folgt. Die durchschnittliche Auszahlungsquote der Anbieter mit GGL-Erlaubnis lag 2024 bei 76 %, die Marge also bei rund 24 % über den gesamten lizenzierten Sportwettenmarkt. Wird 1.000 € Umsatz mit diesem Satz gerechnet, entsteht über viele Wetten hinweg ein erwarteter Verlust von ungefähr 240 €. Bei der besseren Quote des Jahres 2023 — 78 % Auszahlung, 22 % Marge — wären es etwa 220 €.

Die Bandbreite ist damit der eigentliche Befund: rund 47 % Marge im konstruierten Zwei-Weg-Beispiel mit 1,90/1,90, etwa ein Viertel des Umsatzes in der amtlichen Marktrechnung. Der erwartete Verlust ist ein Durchschnitt über sehr viele Wetten unter den genannten Annahmen, kein Ergebnis für einen einzelnen Wettschein. Und der Betrag darf nie größer sein als der Umsatz, aus dem er errechnet ist — hier liegt er deutlich darunter, weil keine Menschenmarge über 100 % steigen kann. Was der Vergleich zeigt: Die Differenz zwischen 22 % und 24 % Marge liest sich wie ein Rundungsfehler und ist in Wahrheit der größere Hebel als jeder Bonusbetrag, der auf dieser Seite sonst diskutiert wird. Anbieterunterschiede bei den Quoten summieren sich über ein Jahr, Willkommensboni tun das einmal.

Die zehn Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis im Einzelnen

Bet3000: die jüngste Erlaubnis im Feld

Bet3000 ist unter den zehn der einzige Anbieter, dessen Sportwetten-Erlaubnis erkennbar aus dem Jahr 2026 stammt: Die Whitelist führt die Erlaubnis für Bet3000 mit Erstdatum 22. April 2026 und nennt als Veranstalterin die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema auf Malta.

Ein so junges Erstdatum bedeutet zweierlei. Zum einen: Der Anbieter ist neu im regulierten deutschen Geschäft und hat noch keine fünf Jahre Praxis in diesem Rechtsrahmen hinter sich. Zum anderen: Wer heute dort ein Konto eröffnet, tut es in der ersten Phase einer Erlaubnis, in der die Prozesse noch am wenigsten eingespielt sind — bei Verifizierung, bei Auszahlungen, bei Antwortzeiten im Support. Das ist eine Beobachtung über den Reifegrad, nicht über die Seriosität; die Erlaubnis steht.

Für den Wettenden heißt das konkret: Vor der Einzahlung die Auszahlungsbedingungen durchsehen, weil sich in jungen Häusern die Bearbeitungszeiten am ehesten ändern, und bei der Verifizierung vom üblichen Mehraufwand ausgehen. Ob Bet3000 diesen Aufwand durch ein schlankeres Programm oder günstigere Quoten kompensiert, lässt sich an der Whitelist nicht ablesen. Wer neu ist, muss sich bewähren; das Erstdatum macht daraus eine Prognose mit offenem Ausgang.

Winamax: Erlaubnis seit 2021, verlängert 2022

Bei Winamax steht die Geschichte umgekehrt: Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der WINAMAX SA am 29. Juni 2021 eine Erlaubnis für Online-Sportwetten und verlängerte sie mit Bescheid vom 8. Dezember 2022. Beaufsichtigt wird das Unternehmen von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder.

Interessant daran ist, wer die Erlaubnis erteilt hat. Vor Frankfurt ist Darmstadt der Regierungsbezirk Hessen, Portugal hat dazu keine Antwort. Vor Frankfurt ist Darmstadt die klassische hessische Genehmigungsbehörde für privates Glücksspiel, und von dort stammen auch andere Erlaubnisse, die heute über die GGL-Whitelist laufen. Eine Erlaubnis mit Darmstädter Wurzeln und GGL-Aufsicht ist strukturell nicht anders zu behandeln als eine direkt bei der GGL erteilte, aber sie ist ein Fingerzeig darauf, wie der deutsche Markt historisch entstanden ist: erst hessische Verwaltungspraxis, dann gemeinsame Aufsicht.

Wer mehrere Anbieter aus dem Feld vergleichen will, kann die Winamax-Erlaubnis als Beispiel dafür lesen, wie viel Routine in einem vier Jahre alten Erlaubnisverhältnis steckt. In der Combo-Sportart liegt für viele Wettende ein Argument, über das die Whitelist nichts sagt.

Tipico: dreizehn Jahre Konzernhistorie, dazu ein Gerichtsverfahren

Tipico gehört zu den Häusern mit der längsten Lizenzhistorie in der ersten Erlaubniswelle: Erstdatum 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022. Der Veranstalter, Tipico Co. Limited, und die Whitelist bestätigen die Grundlage. Alles weitere ist juristisch aufgeladen.

Mehr als 3.700 € Verluste aus den Jahren 2013 bis 2018 — also aus einer Zeit, in der es die Erlaubnis noch gar nicht gab — verlangt ein Kläger von Tipico zurück. Der Bundesgerichtshof hat die Frage der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen und des Verhältnisses zur Dienstleistungsfreiheit im Mai 2024 dem Europäischen Gerichtshof vorgelegt, am 25. Juli 2024 im Verfahren I ZR 90/23. Und im Frühjahr 2026 hat Generalanwalt Emiliou in der Rechtssache C-530/24 die Auffassung vertreten, dass unlizenzierte Anbieter grundsätzlich zur Rückzahlung verlorener Einsätze verpflichtet werden können, sofern Behörden die Lizenzpflicht nicht ohnehin nicht durchsetzen.

Für den Leser zählt weniger der Ausgang des Verfahrens als der Umstand, dass der beklagte Anbieter heute eine glänzende GGL-Erlaubnis hat. Die Klage betrifft einen Zeitraum, in dem das nicht so war. Heutige Einsätze bei Tipico sind von dieser Konstellation nicht betroffen — ein Konto bei einem Whitelist-Anbieter gehört nicht zu den Wetten, um deren Rückforderung gestritten wird. Wer die Schlagzeile zum Anlass nimmt, das Haus aus seiner Liste zu streichen, verwechselt einen Altfall mit der Gegenwart. Wer sie zum Anlass nimmt, bei einem Anbieter ohne Erlaubnis einzuzahlen, weil die Rechtsprechung ja kommen könnte, verwechselt eine Aussicht mit einem Anspruch.

Sportingbet: Sportwetten und virtuelle Automatenspiele aus derselben Erlaubnisphase

Das Impressum von Sportingbet führt zwei Erlaubnisse mit unterschiedlichen Daten: die behördliche Erlaubnis zum Veranstalten von Sportwetten vom 21. Dezember 2022 und die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele vom 15. November 2022. Aufsichtsbehörde ist in beiden Fällen die GGL. Als Inhaberin der Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet nennt die Whitelist die Sportingbet (Deutschland) Limited, mit Erstdatum 9. Oktober 2020.

Die beiden Daten liegen einen Monat auseinander, und die Differenz ist kein Zufall. Es sind zwei getrennte Genehmigungsverfahren, die zufällig in dieselbe Phase fielen. Wer das Impressum liest und die Sportwetten-Erlaubnis auf die Casino-Seite überträgt, macht einen Fehler, den die Aufsicht nicht mitmacht.

Sportwetten.de: der Name als Programm

Hier fällt zuerst der Name auf, der zugleich die Domain ist. Die Whitelist führt als Veranstalterin die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara auf Malta, Erstdatum 19. November 2020, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.

Ein Haus, das wie die Gattung heißt, hat eine Besonderheit: Sucht man nach dem Produkt, landet man beim Anbieter. Das mag erklären, warum die Marke trotz eines im Feld der zehn unauffälligen Erlaubnisdatums überhaupt so bekannt ist. Was die Whitelist belegt, ist die Erlaubnis für die Domain — nicht die Bekanntheit, nicht die Quotenqualität.

Für den Vergleich ist das eine Warnung vor einem Denkfehler: Ein Name, der wie eine Kategorie klingt, wird schnell als Beleg für Größe gelesen. Bei Sportwetten.de belegt die Whitelist die Erlaubnis, sonst nichts.

LeoVegas: Sportwetten-Erlaubnis erst seit 2024

Bei LeoVegas liegt die aussagekräftigste Zeile der Tabelle vor. Die Whitelist führt für LeoVegas die LVSports Limited als Betreiberin, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 27. Februar 2023.

Man sollte das langsam lesen. Die Spielhallen-Erlaubnis ist älter als die Sportwetten-Erlaubnis — um mehr als eineinhalb Jahre. Das Haus war also zuerst ein Casino und wurde später ein Sportwettenanbieter. Wer über einen Vergleich der besten Wettanbieter mit deutscher Erlaubnis zu LeoVegas kommt, kommt zu einem Anbieter, dessen Sportwetten-Erlaubnis noch keine zwei Jahre alt ist.

Was daraus folgt, ist eine Frage an den Leser, nicht an den Anbieter: Wer ein erfahrenes Sportwetten-Konto sucht, mit gewachsener Live-Architektur und eingespielter Auszahlungspraxis bei Wettscheinen, wird in einem Haus mit der Erfahrung aus dem Kasino-Geschäft nicht unbedingt fündig. Wer den Anbieter vor allem als Marke kennt und dort ein Sportwettenkonto eröffnen will, sollte wissen, dass er die jüngste Sportwetten-Erlaubnis im ganzen Feld nutzt.

AdmiralBet: drei Erlaubnisdaten und eine getrennte Casino-Domain

AdmiralBet bringt die längste Liste an Daten mit. Die Whitelist führt als Betreiberin von AdmiralBet die Greentube Betting Malta Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und vom 29. Juli 2024 sowie einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. September 2022.

Drei Erlaubnisdaten für Sportwetten in vier Jahren — daran lässt sich ablesen, wie oft in diesem Markt nachjustiert wird. Der eigentliche Punkt ist aber ein anderer: Die Casino-Erlaubnis läuft auf eine eigene Domain, slots.admiralbet.de, nicht auf die Hauptadresse. Wer dort spielt, spielt unter einem anderen Erlaubnisregime als beim Sportwetten. Das ist gelebte Trennung, und es ist genau die Trennung, die der Leser beim Vergleich beachten sollte.

bet-at-home: Sportwetten seit 2020, Casino seit 2022

Bet-at-home gehört zur ersten Erlaubniswelle. Die Whitelist führt für Bet-at-home die Bet-at-home.com Internet Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 2. November 2020, einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28. Dezember 2022. Die drei Daten liegen eng beieinander, aber nicht in derselben Reihenfolge wie bei Sportingbet: erst Sportwetten, dann die Verlängerung, dann das Casino.

Für den Vergleich bedeutet das: Hier steht ein Anbieter mit einer der längsten Lizenzen im Feld und einer Casino-Seite, die dazugekommen ist, als das Sportwetten-Geschäft bereits lief. Wer Sportwetten sucht, hat es hier mit einem reinen Sportwetten-Ursprung zu tun.

Betano: österreichische Wurzeln, deutsche Erlaubnis seit 2021

Betano ist bei genauer Betrachtung ein Sonderfall der Firmengeschichte. Das Haus wurde im Februar 2021 über eine österreichische Gesellschaft im Eigentum von Stoiximan genehmigt und betreibt sein deutsches Wettangebot über die Domain Betano. Die Whitelist der GGL führt als Inhaberin der Erlaubnis für Betano die Betkick Sportsbetting Limited mit Sitz in San Giljan auf Malta, Erstdatum 19. Februar 2021, Folgeerlaubnis vom 16. Dezember 2022.

Ein österreichischer Ursprung und eine maltesische Whitelist-Zeile sind kein Widerspruch. Sie zeigen, wie Konzernstrukturen in diesem Markt üblicherweise aussehen: Das deutsche Angebot läuft über eine Gesellschaft, die auf der Whitelist namentlich steht, und diese Gesellschaft sitzt dort, wo die Gruppe ihre Genehmigungen bündelt. Für den Leser ändert das nichts an der Rechtsstellung — die Erlaubnis gilt für die Domain, und diese Domain ist die deutsche.

NEO.bet: lange Erlaubnishistorie, unauffälliges Profil

NEO.bet schließt den Vergleich mit einem Datensatz ab, der genauso aussieht wie die der Etablierten: Die Whitelist führt für NEO.bet die Greenvest Betting Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 22. Dezember 2022.

Bemerkenswert ist hier nicht das Datum, sondern das Fehlen einer zweiten Erlaubnis. Anders als Sportingbet, LeoVegas, AdmiralBet und bet-at-home tritt NEO.bet im Whitelist-Eintrag nicht mit einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele neben der Sportwetten-Erlaubnis in Erscheinung. Wer Sportwetten ohne Casino daneben sucht, findet hier am ehesten, was er sucht — und wer umgekehrt beides in einem Konto will, muss weiter suchen. Der Vergleich der Erlaubnisprofile ist damit am Ende mehr wert als der Vergleich der Erlaubnisdaten.

Häufig gestellte Fragen zu Wettanbietern mit deutscher Erlaubnis

Wie kann ich prüfen, ob ein Anbieter tatsächlich auf der Whitelist der GGL steht?

Die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder ist die amtliche Liste nach § 9 Abs. 8 GlüStV und die einzige belastbare Prüfung. Entscheidend ist nicht der Markenname, sondern die dort geführte Domain und der namentlich genannte Betreiber. Eine .de-Adresse allein beweist nichts; die Whitelist führt ausschließlich nach dem Erlaubnisinhaber.

Was bedeutet eine deutsche Erlaubnis konkret für das Einzahlungslimit von 1.000 € und das Sperrsystem OASIS?

Sie macht beides verbindlich. Das Standardlimit von 1.000 € pro Kalendermonat gilt anbieterübergreifend und wird über die LUGAS-Limitdatei durchgesetzt; OASIS wird bei Registrierung und Login abgefragt. Erhöhungen sind nur gegen nachweisbare wirtschaftliche Leistungsfähigkeit möglich. Eine Anhebung greift erst nach sieben Tagen, eine Absenkung sofort.

Warum zählt eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta in Deutschland nicht?

Weil § 4 Abs. 1 GlüStV verlangt, dass für die Domain eine deutsche Erlaubnis vorliegt. Eine ausländische Genehmigung ersetzt sie nicht, auch nicht, wenn sie auf Malta erteilt wurde und dieselbe maltesische Gesellschaft hierzulande auf der Whitelist steht. Fehlt die deutsche Erlaubnis, ist das Angebot unerlaubtes Glücksspiel.

Wie hoch ist die Sportwettensteuer und wen trifft sie?

Die Sportwettensteuer beträgt nach §§ 17 und 18 Rennwett- und Lotteriegesetz 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, umgerechnet rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Steuerschuldner ist nach § 19 der Veranstalter, nicht der Wettende. Ob er sie weitergibt, steht in seinen eigenen Bedingungen.

Gilt die Sportwetten-Erlaubnis auch für Slots, Poker und Casinospiele?

Nein. Sportwetten und virtuelle Automatenspiele sind getrennte Erlaubnisse mit eigenen Daten und eigenen Regeln; mehrere der verglichenen Anbieter halten beide, teils auf verschiedenen Domains. Wer Sportwetten spielt, ist rechtlich auf der Sportwetten-Erlaubnis unterwegs, unabhängig davon, was sonst auf der Seite steht.

Nach welchen Kriterien werden Wettanbieter in einem Vergleich bewertet?

Nach belegbaren Merkmalen: dem Whitelist-Status mit Inhaber und Erstdatum, den Erlaubnisverhältnissen für Sportwetten und abweichende Produkte, der Zahlungsabwicklung über das eigene Konto und dem Umfang, in dem das Haus die Spielerschutzpflichten technisch umsetzt. Eine Rangfolge nach Gefühl ist keine Bewertung; sie ist eine Reihenfolge.

Inhalt erstellt vom Team «Nations League Wetten»