Wettquoten zum DFB-Pokal: Was nach Abzug der Marge wirklich stehen bleibt
30. Oktober 2026 — geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL), Stand der Liste 2. Oktober 2026.

Ein Pokalabend ist kein Ligaspieltag, und die Quote sagt das nicht. Wer auf ein Bundesliga-Spiel setzt, kennt das Team, die Form, den Gegner — die Meinungen liegen dicht beieinander, und das sieht man am Preis. Wer auf ein Erstrundenspiel setzt, in dem ein Regionalligist den Zweitligisten auswärts ärgert, setzt auf eine Mannschaft, über die er vorher nie nachgedacht hat. Der Buchmacher hat dieselbe Unsicherheit, und er verpackt sie in einen Preis, der ihn schützt. Genau darum geht es auf dieser Seite: nicht um den Tipp, sondern um den Preis und um die Wege, durch die sich beim DFB-Pokal ein Ergebnis überhaupt erst zuordnen lässt.
Die ehrliche Vorbemerkung in einem Satz: Eine Cup-Quote ist eine Ligiquote minus Sicherheitszuschlag, der Ausgang nach Verlängerung und Elfmeterschießen steht oft auf einem anderen Markt als der, den man geklickt hat, Livewetten sind auf Endergebnis und nächsten Treffer zusammengeschnitten, und in Deutschland darf nur anbieten, wer auf der Whitelist steht. Zwischen der ersten und der letzten Silbe liegt das ganze Geschäft.
Spielerschutz zuerst: die Grenzen, die am Pokalfinale niemand umgeht
Es gibt eine Reihenfolge, in der man über Wettquoten redet, und die meisten Ratgeber fangen sie falsch an. Sie beginnen beim Bonus. Dabei kommt der Spielerschutz zuerst, weil er den Rahmen setzt, in dem jede dieser Quoten überhaupt zustande kommt: Wer darf mitmachen, wie viel darf fließen, was passiert, wenn jemand merkt, dass er zu tief drin ist, und wie schnell greift der Stopp. Am Pokalfinale treffen sich Gelegenheitsspieler und Leute, die seit Jahren jede Runde mitnehmen — dieselben Regeln gelten für beide.

Anmeldung, Verifizierung und die Frist davor
Mitspielen darf ab 18 Jahren, das steht in § 4 Abs. 3 des Glücksspielstaatsvertrags. Pro Anbieter gibt es ein einziges Konto, und das muss vollständig verifiziert werden (§ 6a). Bis zur Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden lang Spielbetrieb zulassen, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. Für einen Pokalabend, der um 20:45 Uhr angepfiffen wird und dessen Verlängerung bis kurz vor Mitternacht läuft, ist das ein Fenster, das man nicht mehr repariert, wenn der Ausweis erst um 20:30 Uhr aus der Schublade kommt. Wer an einem Dienstag im August ein Zweitrundenspiel im Kopf hat, sollte die Verifizierung am Wochenende davor abschließen.
Das monatliche Einzahlungslimit und wer es anheben darf
1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg — das ist die gesetzliche Voreinstellung, und abgeglichen wird sie über die LUGAS-Limitdatei. Sie gilt über alle auf der Whitelist gelisteten Anbieter hinweg, nicht pro Konto, und daran ändert ein besonders gutes Angebot bei einem der Zehn nichts. Ein Anbieter, dessen Erlaubnis es zulässt, darf einem einzelnen Spieler ein höheres Limit setzen: bis 10.000 €, und bis 10.000 bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spieler. Das aber nur gegen belastbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit — eine Selbstauskunft reicht nicht. Ein Limit nach unten wirkt sofort, ein Limit nach oben erst nach 7 Tagen. Und wer keine solide Auskunft beibringt, bleibt bei vierstellig im Monat, egal wie viel er setzen möchte.
OASIS, Panikbutton und das Aus für Parallelspiele
OASIS ist das bundesweite Sperrsystem nach §§ 8 und 8a — die Datei, die bei der Registrierung und bei jedem Login abgefragt wird, sobald eine Selbstsperre eingetragen ist. Wer eine Frist nennt, sperrt sich mindestens 3 Monate; wer keine nennt, mindestens 1 Jahr. Der Panikbutton nach § 6i Abs. 3 löst eine sofortige Sperre von 24 Stunden aus, die unabhängig davon greift, was der Anbieter sonst anbietet. Parallelspiel bei mehreren Anbietern ist nach § 6h untersagt und wird über die Aktivitätsdatei überwacht. Das ist die eine Passage dieses Artikels, bei der ich jeden Witz vermeide, und hier steht er auch nicht: Diese Instrumente sind das Einzige auf diesem Markt, was den Spieler von selbst hält, statt ihn zu bewegen.
Was der Rahmen für die Anbieterwahl bedeutet
Aus der Kombination dieser Regeln folgt mehr, als auf den ersten Blick sichtbar ist, und es betrifft die Wahl zwischen den zehn Anbietern im Abschnitt „Zehn Anbieter mit Pokalprogramm im Vergleich“. Weil LUGAS anbieterübergreifend zählt, ist ein Zweit- oder Drittanleigen kein Umweg um das Limit. Wer sein Monatsbudget schon ausgeschöpft hat und sich beim Anbieter Nr. 11 anmeldet, findet dort denselben Riegel. Und weil OASIS bei jedem Login geprüft wird, nützt auch das Wechseln des Anbieters nach einer Selbstsperre nichts. Der Rahmen ist einer, die Wahl liegt auf der Angebotsseite: Quoten, Programme, Live-Umfang, Bedienung. Alles andere ist bei allen Zehn gleich.
Live und Cashout beim DFB-Pokal: was erlaubt ist und was der Anbieter selbst entscheidet
Livewetten sind in Deutschland gesetzlich zugeschnitten, nicht dem Anbieter überlassen. § 21 Abs. 4 lässt während eines laufenden Ereignisses nur Wetten auf das Endergebnis oder auf den nächsten Treffer, den nächsten Satz oder eine ähnliche Komponente zu — und nur in Sportarten, in denen solche Ereignisse selten sind. Das nächste Tor im Fußball ist erlaubt, der nächste Satz im Tennis auch, der nächste Punkt im Tennis und der nächste Korb im Basketball nicht. Wie sich das in der Praxis anfühlt, beschreibt der folgende Abschnitt.
Was das für einen Pokalabend konkret heißt
In der ersten Halbzeit eines Pokalspiels ist die Palette dünn. Man kann auf das Endergebnis setzen, und man kann auf den nächsten Treffer setzen. Man kann nicht darauf setzen, wer als Nächstes eine Ecke bekommt, wer die nächste Gelbe Karte sieht oder ob in den nächsten zehn Minuten ein Tor fällt. Genau die Wetten, die in einem Live-Kundenkonto am meisten Spaß machen und am wenigsten Kapital brauchen, sind die, die in Deutschland nicht angeboten werden dürfen. Das ist keine Bequemlichkeit der Buchmacher, die sie je nach Quote aufdrehen, sondern eine Grenze des GlüStV. Und in der Verlängerung eines Pokalspiels bleiben es dieselben zwei Fragen, nur mit weniger Zeit.
Cashout ist eine Funktion des Anbieters, keine Regel
Zum Cashout gibt es keine Vorschrift und keine GGL-Vorgabe — jedenfalls keine, die den Anbieter zu irgendetwas verpflichtete. Er ist ein freiwilliges Feature, das jeder für sich schaltet, und zwar für jede Wette einzeln, mit einer Quote, die er sich selbst ausrechnet. Wer glaubt, er könne „jederzeit“ aus einer laufenden Pokalwette heraus, weil es auf der Startseite so klingt, sollte auf den relevanten Satz in den eigenen Bedingungen des Anbieters schauen. In der Halbzeit, wenn alle gleichzeitig auf denselben Treffer reagieren, ist ein Cashout-Angebot am wenigsten wert und am wahrscheinlichsten vom Anbieter pausiert. Sicher ist bei dieser Funktion nur, dass nichts an ihr sicher ist.
Warum der Live-Markt die Marge nicht senkt
Der Preisunterschied zwischen Vorab- und Livewette ist der Punkt, an dem die Marketingprosa am schnellsten austrocknet. Live-Quoten laufen, weil das Angebot enger ist: Der Anbieter hat weniger Zeit, gleicht weniger ab, und er weiß, dass die Nachfrage in den Sekunden nach einem Tor größer ist als die Versorgung. Die Beschränkung auf das Endergebnis und den nächsten Treffer tut ihr Übriges — wer die gesetzlich zugelassenen Live-Märkte in einem Wettprogramm sucht, findet keine breite Auslage, sondern zwei schmale Register. Wer live spielt, um mehr zu bekommen, zahlt für die Bequemlichkeit. Mit einer Marge auf der einen Seite einer Bilanz sieht das kein Anbieter anders.
Tipps zum Pokal: was eine Einschätzung tragen kann und was sie kostet
Eines vorweg: Diese Seite sagt nicht, wer gewinnt. Sie sagt, was eine Einschätzung ist, woher sie ihre Stoffe nimmt und wie man daran erkennt, ob sie an einem bestimmten Abend mehr ist als ein Gefühl. Ein Tipp zum DFB-Pokal ruht auf vier Dingen — Form, Aufstellung, Heimvorteil und Quote —, und jedes davon kann in einem K.-o.-Spiel dazu führen, dass er innerhalb von 90 Minuten erledigt ist.
Form und Aufstellung: die kurze Halbwertszeit
Die Form eines Teams ist der weichste der vier Faktoren. Wer im Pokal in der ersten Runde gegen einen unterklassigen Gegner aufläuft, hat den Ligabetrieb im Rücken und den Pokalabend als Terminstörung im Kalender. Die Aufstellung entscheidet mehr als die Form: Ein Trainer, der die englische Woche verkraften muss, rotiert in der ersten Runde eines Pokalspiels häufiger als an einem Ligaspieltag. Und mit Rotation ändert sich die Elf, an deren Form man sich erinnert hat, noch vor Anpfiff. Wer eine Wette auf eine Aufstellung stützt, sollte sich die Frage stellen, ob eine Mannschaft, die drei Tage zuvor gespielt hat, hier in Bestbesetzung antritt. Das ist eine Frage an den Trainer, nicht an die Quoten-Historie. Die Antwort hat mit dem Spiel zu tun, nicht mit dem Wettbewerb.
Heimvorteil, der seinen Namen im Pokal nicht verdient
Im Pokal ist der Heimvorteil der überschätzteste Faktor auf dem Zettel. Amateure bekommen ein Heimspiel gegen einen Bundesligisten und ziehen ins Stadion um, weil die eigene Anlage die Menschenmengen und die Sicherheitsanforderungen nicht trägt. Dann spielt der unterklassige Verein vor einer Kulisse, die zu einem großen Teil Anhänger des Favoriten sind. Eine „Heimstimmung“ kann in ein neutrales oder sogar feindliches Publikum umschlagen. Wer also die Heimstärke einer Amateurmannschaft als Grundlage für ein Weiterkommen nimmt, sollte prüfen, wo das Spiel tatsächlich stattfindet. Der Heimvorteil, von dem die Quote ausgeht, ist oft einer, den nur das Trikot trägt.
Die Quote selbst als fünfter Faktor
Die Quote ist nicht das Ende der Analyse, sondern sie ist selbst eines der vier Dinge, auf denen ein Tipp ruht. Wenn ein Preis gefallen ist, kann das an einem Treffer in der Mannschaftsaufstellung, an einer Verletzung oder an einer Linienverlagerung liegen. Die genaue Richtung muss man selbst kennen. Und wer in einem Pokalspiel gegen den Favoriten setzt, holt sich nicht nur die höhere Quote, sondern auch das Risiko einer kurzentschlossenen Verlängerung dazu. In einem K.-o.-Wettbewerb gibt es kein 1:1, das beiden weiterhilft, und der Weg zum Weiterkommen lässt sich nicht mit einem Blatt Papier abwägen. Wer dann noch die Bauchentscheidung trifft, hat eine Wette — kein System. Auch die Form des Spielers ist keine gute Quelle für die Wahl der Quote.
Wo die Einschätzung aufhört
Der Wert eines Tipps hängt davon ab, wie die Wette ausgeht, und in einem K.-o.-Wettbewerb gibt es eine ganze Klasse von Ergebnissen, die nicht dem regulären Ergebnis entspricht. Ein Favorit verliert das Elfmeterschießen, eine Mannschaft spielt 120 Minuten lang auf ein 1:1 und gewinnt im Elfmeterschießen. Wer überzeugt ist, dass ein Bundesligist „weiterkommt“, ist damit noch nicht im Recht, was den Markt betrifft, den er gespielt hat. Es kann durchaus sein, dass im regulären Ergebnis ein 1:1 steht, obwohl der Favorit am Ende weitergekommen ist. Das steht im Abschnitt „Welche Quote was abrechnet: Pokalsieger, Weiterkommen, Ergebnis“ in aller Deutlichkeit — es ist der häufigste Grund, aus dem eine Wette zum Streitfall statt zu einer Auszahlung wird. In einem Pokalwettbewerb ist der Anteil der Spiele mit Verlängerung strukturell höher als in einer Liga, die nur bis zum Unentschieden spielt. Der Tipp ist ein Tipp; die Abrechnung ist ein Vertrag. Beide muss der Spieler vor dem Abschicken kennen.
Welche Quote was abrechnet: Pokalsieger, Weiterkommen, Ergebnis
Hier beginnt der Teil, in dem sich entscheidet, ob eine Wette auf dem Pokal etwas wert ist oder nur gut klingt. Drei Märkte, die im Programm oft direkt untereinander stehen, führen zu drei verschiedenen Auszahlungen. Wer eine Wette auf den DFB-Pokalsieger platziert, hat nicht dieselbe Wette abgeschlossen wie jemand, der auf ein Ergebnis nach regulärer Spielzeit gesetzt hat.
Die drei Märkte und was sie jeweils abdecken
Ein Sieger-Markt läuft über das ganze Turnier, also über alle sechs Runden bis zum Finale in Berlin, und eine Wette darauf überlebt Verlängerung und Elfmeterschießen, weil beide zum Pokalweg gehören. Eine Wette auf das Weiterkommen deckt das eine Duell ab, auf das sie gesetzt wurde: Sie gewinnt, wenn die Mannschaft die nächste Runde erreicht, und das gilt auch, wenn der Erfolg erst im Elfmeterschießen feststeht. Das Ergebnis nach regulärer Spielzeit deckt ausschließlich die ersten 90 Minuten plus Nachspielzeit ab, und wenn es in dieser Zeit zu keinem Treffer kommt, hilft es niemandem, dass die Verlängerung es später entschieden hat. Wer in einem Pokalwettbewerb lebt, weiß, dass ein Unentschieden nicht gleichbedeutend mit einem Rückspiel, sondern mit einer zusätzlichen halben Stunde ist. Das ist der Punkt, an dem die Märkte auseinanderlaufen und der Zettel auseinanderläuft.
Was der Anbieter mit der Marge macht
Ist die Quote auch ein Ausdruck des Wettbewerbs? Wird sie auch so verwendet? Wenn ja, würde sie sich bei einem Buchmacher in einem wettbewerbsintensiven Umfeld unterscheiden. Was sich nicht unterscheidet, ist der mathematische Abzug der Marge selbst. Ein 1X2-Markt wird immer über alle drei Ausgänge hinweg berechnet, unabhängig davon, wie die Quoten verlaufen, und die Marge ist einfach 100 % minus dem Anteil, der tatsächlich ausgezahlt wird. Es hilft ein wenig zu verstehen, dass dies der Preis ist, den man zahlt, egal wie gut man die Teams kennt. Das ist übrigens der Riegel, an dem eine schön gerundete Wette ohne Marge zerbricht: Man rechnet nicht gegen ein Ergebnis, sondern gegen die Summe aller Einsätze, die auf dieses Ergebnis entfallen.
Die Rechnung am Beispiel eines 1X2-Marktes
Um ein Gefühl dafür zu bekommen, wie hoch die Marge ist, ohne einen konkreten Anbieter zu nennen, folgt hier eine kleine Rechnung mit einem Beispielmarkt — einem 1X2 mit den Quoten 2,10, 3,40 und 3,60 — als Beispiel, nicht als zitierte Quote. Der Anteil, der ausgezahlt wird, beträgt bei diesen drei Werten 1 geteilt durch 2,10 plus 1 geteilt durch 3,40 plus 1 geteilt durch 3,60, was zusammen etwa 1,048 ergibt. Der Auszahlungsanteil liegt also bei etwa 95,4 % — rund 95 Cent von jedem eingesetzten Euro kommen über diesen Markt zurück. Daraus folgt: Die Marge beträgt in diesem Beispiel rund 4,6 % von jedem Einsatz. Ein Fall, in dem die Verteilung der drei Quoten so ist. Pokalspiele mit ihrem hohen Anteil an Verlängerungen und mit dem unterklassigen Gegner, der sich auf ein 1:1 verlegt, fallen bei den Buchmachern oft in eine Marge, die deutlich über diesem Beispiel liegt. Der Abzug ist nie ein Schiedsrichterpfiff — es ist der Weg, den jeder Einsatz nimmt, bevor er überhaupt angekommen ist.
Was ein Sieger-Markt über die Saison noch aussagt
Die Quote auf den Pokalsieger steht in jedem Programm, weil sie ein Interesse weckt — sie läuft schließlich vom ersten Spiel bis zum Finale, und jede Runde verkleinert das Feld. Auf dem Zettel sieht der Preis viel zu hoch aus, um falsch zu sein. Nun ist der FC Bayern München der Rekordsieger des Wettbewerbs mit 21 Titeln, und das war 2025 noch kein Hindernis für den VfB Stuttgart, der als Zweitligist ins Finale kam und es mit 4:2 gewann. Die letzte Saison und die Saison davor zeigen beide, wie schnell sich ein Sieger-Markt von der Favoritenlinie löst: Im Finale 2025 gewann der VfB Stuttgart gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld, im Finale 2026 gewann München gegen den VfB Stuttgart mit 3:0. Wer auf den Sieger setzt, setzt auf ein Turnier, nicht auf ein Spiel. Wer auf die reguläre Spielzeit setzt, setzt auf 90 Minuten — und der Rekordsieger, der im Elfmeterschießen gewinnt, macht aus dieser Wette einen Fehlschlag, unabhängig von allem, was danach passiert.
Der Weg durch den Wettbewerb: Runden, Teilnehmerfeld und Anpfiffzeiten
Ein Pokalwettbewerb mit 64 Mannschaften im K.-o.-System, wie er seit 1935 ausgetragen wird — damals noch unter dem Namen Tschammerpokal —, ist für den Spieler eine Liste von Terminen und für den Buchmacher eine sportliche Herausforderung. Die Erstrundenspiele liegen zeitlich dicht beieinander, aber sie sind nicht derselbe Wettbewerb.
Wie sich das Feld zusammensetzt und was das für die Quoten bedeutet
Zum Teilnehmerkreis gehören alle 18 Bundesligisten und alle 18 Zweitligisten, dazu die ersten vier der 3. Liga und 24 Mannschaften aus den unteren Ligen, in der Regel die Verbandspokalsieger. Das ist der Grund, warum die Quoten in der ersten Runde so weit auseinanderliegen: Auf der einen Seite steht ein Bundesligist, auf der anderen ein Verein, dessen Stärke schwerer einzuschätzen ist. Der Buchmacher bewertet also nicht nur die Favoritenseite, sondern er muss auch den Außenseiter bewerten. Das ist die Stelle, an der die Marge in der ersten Runde am ehesten in die Höhe geht, denn je schlechter sich eine Favoritenquote in den restlichen Markt einordnet, desto schmaler ist die Auszahlungsquote insgesamt. Wer im ersten Durchgang spielt, zahlt für den Informationsvorsprung, den er meint zu haben.
Warum die Runden unterschiedliche Preise tragen
Die zweite Runde ist die schwierigste für die Buchmacher, weil die Erstrundenergebnisse die Vorstellungen stark verändert haben. In der ersten Runde haben sich acht Mannschaften aus den unteren Ligen verabschiedet — und die verbliebenen Teilnehmer sind ein Gemisch aus etablierten Teams und dem einen oder anderen Überraschungsteam. Das erschwert die Einschätzung. Im Achtel- und Viertelfinale wird der Preis wieder stabiler, weil die Feldzusammensetzung enger wird. Ab dem Halbfinale gibt es nur noch wenige Spiele, die nicht mehr den Charakter eines Ligaspiels haben. Am Ende steht das Finale, das seit 1985 im Berliner Olympiastadion ausgetragen wird — ein Spiel auf neutralem Platz, bei dem der Heimvorteil nicht mehr existiert und der Preis ihn auch nicht mehr einrechnet. Wer in den frühen Runden spielt, zahlt für die Ungewissheit; wer bis zum Finale wartet, zahlt für die Klarheit — und liefert sich der Ausschüttung der Buchmacher aus.
Zwei Preise, die kein Zufall sind
Der DFB-Pokalsieger qualifiziert sich seit der Saison 1998/99 grundsätzlich für die UEFA Europa League. Der Preis für ein Weiterkommen am Pokalabend hängt also nicht nur am sportlichen Ehrgeiz, sondern auch an einem internationalen Startplatz. Ein Achtelfinal-Duell ist für einen Bundesligisten kein Testspiel mehr, seit der Platz im Europapokal am Pokalsieg hängt. In den frühen Runden stehen dagegen Mannschaften auf dem Platz, die diese Rechnung noch nicht im Kopf haben. Wer seine Wette auf die erste Runde stützt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass die Informationsbasis dort schmaler ist — und dass der Buchmacher dieses Problem in seine Quote einpreist, auch wenn er es nicht ausspricht. Und wer auf einen Zweitligisten setzt, sollte die Tabellensituation kennen: Ein Team, das den Pokalsieg als Ticket nach Europa begreift, geht in die Sache anders hinein als eines, das den Ligabetrieb als Priorität hat.
Zehn Anbieter mit Pokalprogramm im Vergleich
Die Auswahl ist bei diesem Markt kein Problem — die Zahl. Es gibt eine ganze Reihe von Anbietern mit einer deutschen Sportwetten-Erlaubnis, und die Unterschiede liegen nicht darin, wer Pokalspiele überhaupt im Programm hat, sondern darin, seit wann er es darf und wie er in der Vergangenheit damit umgegangen ist.
Die folgende Tabelle listet die zehn Anbieter in der Reihenfolge, die sich aus ihren Erlaubnisdaten ergibt. Die Spalte „Erlaubnis seit“ nennt das erste Erlaubnisdatum, das die Whitelist für die jeweilige Domain führt — die Liste selbst führt kein Enddatum, und ein erstes Erlaubnisdatum besagt nichts über die Laufzeit. Wer die Liste am Tag der Lektüre selbst aufruft, sieht den Stand dort.
| Anbieter | Whitelist-Status | Inhaber der Erlaubnis | Erlaubnis für Sportwetten seit |
|---|---|---|---|
| DAZN Bet | Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet | DZBT Operations Limited | 22.08.2023 |
| Betano | Sportwetten-Erlaubnis für Betano | Betkick Sportsbetting Limited | 19.02.2021 |
| AdmiralBet | Sportwetten-Erlaubnis für AdmiralBet | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| Wettarena | Sportwetten-Erlaubnis für Wettarena | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| Sportwetten.de | Sportwetten-Erlaubnis für Sportwetten.de | NetX Betting Limited | 19.11.2020 |
| ODDSET | Sportwetten-Erlaubnis für ODDSET | ODDSET Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet-at-home | Sportwetten-Erlaubnis für bet-at-home | Bet-at-home.com Internet Limited | 02.11.2020 |
| Sportingbet | Sportwetten-Erlaubnis für Sportingbet | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Interwetten | Sportwetten-Erlaubnis für Interwetten | Interwetten Gaming Limited | 02.11.2020 |
| Bet3000 | Sportwetten-Erlaubnis für Bet3000 | I.B.C. Sportsbetting Limited | 22.04.2026 |
Die Spanne dieser Tabelle liegt bei fünf Jahren und sechs Monaten. Zwischen dem 09.10.2020 und dem 22.04.2026. Bet3000 ist der Neue: sein Eintrag ist in der Whitelist erst seit dem 22. April 2026 geführt. Wer die Liste als Prüfwerkzeug benutzt, findet zwei Einträge, die denselben Inhaber tragen — die I.B.C. Sportsbetting Limited steht sowohl für Wettarena als auch für Bet3000. Ein Inhaber, zwei Domains, wobei die Erlaubnis jeweils für die Domain gilt und ein Anbieter einem anderen nicht seine Regeln überträgt. Und: Eine .de-Domain allein beweist nichts; den Ausschlag gibt, ob diese Domain in der Liste für Sportwetten geführt ist.
DAZN Bet: die junge Erlaubnis eines Medienhauses
Der Hingucker bei DAZN Bet ist nicht der Wettbewerb, sondern der Name. Seit dem 22.08.2023 ist die Sportwetten-Erlaubnis für DAZN Bet in der Liste geführt, Inhaber ist die DZBT Operations Limited mit Sitz in Zebbug, Malta. Das ist der jüngste Erlaubnis-Eintrag nach bet3000. Aus diesem Eintrag lässt sich ableiten: Das Haus hat den deutschen Markt verhältnismäßig spät betreten und musste sich im Rahmen der bestehenden Regeln darauf einrichten. Was einen Nutzen für den Pokalwettenden bringt, ist die Marke, nicht das Papier. Wer die Marke DAZN schon kennt, weiß, was ihn auf der Seite erwartet. Der Vorteil liegt in der Verbindung zum Sender, wenn man das Sortiment mag; der Preis ist die dünne Historie im deutschen Sportwettengeschäft.
Betano: breites Live-Paket unter deutscher Erlaubnis
Betkick Sportsbetting Limited, erlaubt seit dem 19.02.2021, mit einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022 — das ist der Rahmen. Die App „Betano Sportwetten und Slots“ der KAIZEN GAMING INTERNATIONAL LIMITED listet in der Entwicklerbeschreibung Bet Builder, Cash Out und Live-Streaming, unter anderem von LaLiga, FA Cup, Tennis-Grand-Slam-Turnieren, NBA, EuroLeague und NFL. Wer das Angebot mit einem Pokalspiel am Dienstagabend vergleicht, sollte die Kategorie kennen: Die Streaming-Rechte liegen bei den genannten Wettbewerben, ein DFB-Pokalspiel gehört nicht dazu. Immerhin erlaubt § 21 Abs. 4 live ohnehin nur das Endergebnis und den nächsten Treffer — die zusätzlichen Live-Wetten, die eine Streaming-Angebot sinnvoll füllen würden, sind ohnehin nicht zugelassen. Wer wettet, um Live-Spiele anderer Ligen zu sehen, wird mit dem Paket zufrieden sein. Wer ein Pokalspiel begleiten will, sollte die zusätzlichen Optionen nicht mit dem zentralen Ereignis verwechseln.
AdmiralBet: eine lange Erlaubnishistorie, in zwei Bereiche geteilt
Zum AdmiralBet-Eintrag gehört ein Anbieter, der seit dem 09.10.2020 eine Sportwetten-Erlaubnis hält, mit Folgeerlaubnissen vom 13.12.2022 und 29.07.2024; Inhaber ist die Greentube Betting Malta Limited. Dazu liegt für virtuelle Automatenspiele auf slots.admiralbet.de eine gesonderte Erlaubnis seit dem 28.09.2022 vor. Das sind zwei getrennte Erlaubnisse mit zwei getrennten Regeln — ein Slots-Programm sagt nichts über das Sportwetten-Programm, und wer sein Geld in einem davon liegen hat, hat es nicht im anderen. Wer bei AdmiralBet wegen des Slot-Bereichs anfängt und von dort zum Pokalprogramm wandert, sollte diese Trennung kennen. Der eigentliche Wert des Eintrags liegt in der Kontinuität: fünf Jahre Standzeit und zwei Folgeerlaubnisse sind kein Zufall, sondern ein Haus, das mit der Aufsicht umgehen kann. Die Folgeerlaubnisse ändern an der Sportwette nichts; sie zeigen nur, dass der Anbieter seinen Rahmen ordentlich hält. Beim Wetten auf ein Pokalspiel arbeiten beide Bereiche getrennt, und das ist gut so.
Wettarena: Erlaubnis seit dem ersten Vergabetag
Der Eintrag für Wettarena.de trägt eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020, dazu eine Folgeerlaubnis vom 15.12.2022; als Inhaber führt die Liste die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta. Die Marke Wettarena selbst wird laut den eigenen Allgemeinen Geschäftsbedingungen von dieser Gesellschaft angeboten. Wer die Wahl hat, kann daraus zwei Dinge mitnehmen: Das Erlaubnisdatum liegt am ersten Tag des Vergabefensters — die Erlaubnis wird damit zu den ältesten in dieser Gruppe gehören. Der Vorteil ist eine gewisse Erfahrung, der Nachteil, dass man sich mit dem Inhaber auseinandersetzen muss: I.B.C. betreibt auch Bet3000, die beiden Marken gehören also zusammen. Wer bei Wettarena spielt, um dem Bet3000-Angebot aus dem Weg zu gehen, hat es nicht weit getragen. Wer zwei Konten möchte, um die Angebote zu vergleichen, sollte bedenken, dass beide über eine Erlaubnisstruktur laufen — und dass in dieser Gruppe ohnehin das Filterkriterium nicht die Zahl der Marken sein kann.
Sportwetten.de: ein Name, der eine ganze Kategorie trägt
Das ist der ungewöhnlichste Eintrag der Liste, und zwar nicht wegen der Daten. Als Betreiber von Sportwetten.de führt die Whitelist die NetX Betting Limited mit Sitz in Birkirkara, Malta, mit einer Erlaubnis seit dem 19.11.2020 und einer Folgeerlaubnis vom 16.12.2022. Der Name selbst ist das Verwirrende: Er lautet wie eine Kategorie und nicht wie eine Marke. Für einen Leser, der zum ersten Mal vor dem Angebot steht, ist diese Verwechslung ein echtes Hindernis — wer im Kopf „die Sportwetten-Erlaubnis“ als Weißliste liest, wird hier nicht fündig. Der Eintrag zeigt aber auch, dass ein Name noch lange kein Versprechen ist; es ist der Name des Anbieters, kein Prädikat. Wer auf die Whitelist schaut, findet die Domain dort, wo sie sein soll. Für einen Wettenden mit Pokalwetteninteresse ist das Haus schlicht eine Option unter zehn, mit einem Namen, der mehr verspricht, als er halten kann.
ODDSET: die Erlaubnis kam über Hessen
Die Erlaubnis für Oddset.de ist ein Sonderfall, weil sie nicht direkt von der GGL erteilt wurde. Das Regierungspräsidium Darmstadt erteilte der ODDSET Sportwetten GmbH mit Bescheid vom 15.12.2022 die Erlaubnis für Sportwetten im Internet und im stationären Vertrieb; die Liste selbst führt für Oddset.de eine Erlaubnis seit dem 18.11.2020. Aufsichtsbehörde ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder in Halle (Saale). Wer sich fragt, wie ein deutscher Anbieter in diese Liste kommt, hat hier die Antwort: Der Weg führt über die Landesbehörde. Das ist keine Schwäche, sondern der Mechanismus, den Deutschland für diese Erlaubnis gewählt hat. Für den Pokalwettenden bedeutet der Eintrag, dass er ein Haus vor sich hat, das seine Wurzeln im stationären Vertrieb hat — und ein Spiel, das seit 1985 im Olympiastadion stattfindet, passt zu dieser Herkunft besser als zu einer Neugründung.
bet-at-home: Erlaubnis mit klarer Trennung zweier Bereiche
Für Bet-at-home.de führt die Liste die Bet-at-home.com Internet Limited, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 02.11.2020, einer Folgeerlaubnis vom 22.12.2022 und einer Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele seit dem 28.12.2022. Auch hier gilt die Trennung, und hier ist sie besonders deutlich an den Daten ablesbar: Die beiden Erlaubnisse liegen fast auf den Tag genau einen Monat auseinander. Wer den Pokal spielen will, bewegt sich im Bereich der ersten beiden Daten. Wer auf der Seite unterwegs ist, sollte sich über diese Unterscheidung im Klaren sein. Was der Eintrag zeigt, ist ein Haus mit einem langen Vorlauf und einer klaren Struktur — kein spektakulärer Vorteil, aber eine saubere Grundlage. Bei Pokalspielen, bei denen es auf die Abrechnung ankommt, ist eine saubere Grundlage nicht das Schlechteste.
Sportingbet: Konfigurator+ und ein breites Sportarten-Spektrum
Sportingbet bietet im Wettangebot einen „Konfigurator+“ sowie Live-Wetten an; zu den Sportarten zählen unter anderem Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. In der Liste der erlaubten Anbieter ist für Sportingbet.de eine Sportwetten-Erlaubnis seit dem 09.10.2020 geführt, mit einer Folgeerlaubnis vom 21.12.2022; Inhaber ist die Sportingbet (Deutschland) Limited. Der Konfigurator ist der eigentliche Grund, sich das Haus anzusehen: Ein flexibles Kombinationswerkzeug ist in einem Pokalwettbewerb hilfreich, weil es zwei sehr unterschiedliche Ereignisse — den Favoritensieg in der ersten Runde und das erwartete enge Spiel im Viertelfinale — in einem Zettel zusammenführt. Für Leser, die vor allem einen breiten Sportartenmix suchen, liefert der Anbieter genau das. Wer stattdessen einen engen Wettkampf mit den Buchmachern sucht, wird mit dem Konfigurator nicht mehr erreichen als mit einer Einzelwette, denn auch hier bleibt die Marge die gleiche.
Interwetten: eine alte Erlaubnis, seit langem am Markt
Als Anbieter von Interwetten.de führt die Liste die Interwetten Gaming Limited mit Sitz in Tigne‘ Point, Sliema, Malta; die Erlaubnis ist seit dem 02.11.2020 geführt, die Folgeerlaubnis vom 27.12.2022. Das Haus gehört damit zu denen, die von Beginn des Vergabeverfahrens an dabei sind und den Markt über die Jahre begleitet haben. Wer bei einem Anbieter Pokalspiele platziert, will vor allem wissen, dass die Abrechnung sitzt — und dafür spricht eine längere Kette von Folgeerlaubnissen mehr als jede Werbebotschaft. Der Eintrag zeigt keinen Unterschied im Wettprogramm, sondern eine längere Zeitachse. Wer die Wahl zwischen zwei ähnlichen Häusern hat und sonst keine Unterschiede findet, kann die Dauer der Erlaubnis als eines der wenigen belastbaren Merkmale heranziehen — aber sie sagt nichts über Quoten.
Bet3000: die jüngste Erlaubnis dieser Gruppe
Der Eintrag für Bet3000.de trägt eine Sportwetten-Erlaubnis mit dem Erstdatum 22. April 2026; als Veranstalter führt die GGL die I.B.C. Sportsbetting Limited mit Sitz in Sliema, Malta — dieselbe Gesellschaft, die auch hinter Wettarena steht. Das ist der jüngste Eintrag in dieser Gruppe, und er ist der Grund, warum die Erlaubnisdaten dieser Tabelle überhaupt einen Sinn ergeben: Sie zeigen zwei Erlaubnisse desselben Inhabers, eine aus dem Jahr 2020 und eine aus dem Jahr 2026. Wer bei Bet3000 spielt, spielt bei einem Haus ohne lange deutsche Vergangenheit. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, hängt davon ab, was man sucht: Ein Anbieter, der gerade startet, ist in seinem Angebot oft ehrgeizig, und seine Server sind noch nicht durch einen Lastfall gegangen. Der Preis für den Neuling ist die fehlende Erfahrung im Pokalbetrieb — das ist ein Punkt, der sich mit der Zeit abtragen wird, aber heute noch nicht abgetragen ist.
Was die Whitelist zur Erlaubnis sagt und wie man sie selbst prüft
Die Grundlagen dieses Themas sind schnell erzählt, wenn man die richtige Frage stellt. Sie lautet nicht „Welchen Ruf hat dieser Anbieter in Deutschland?“, sondern „Steht diese Domain in der Liste für Sportwetten?“. Alles andere ist Herleitung.
Eine .de-Domain ist kein Beweis
Jede in der Liste geführte Domain ist eine .de-Domain, aber eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Verbindung von Domain und Eintrag ist dereinige belastbare Nachweis, und sie lässt sich in wenigen Minuten überprüfen: Wer wissen will, ob ein Anbieter für Sportwetten in Deutschland zugelassen ist, sieht in der Übersicht der erlaubten Anbieter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder nach, ob sein Sportangebot dort aufgeführt ist. Der Whitelist-Eintrag ist die einzige Prüfung der Erlaubnis. Das ist keine Formalität: Der Eintrag entscheidet darüber, ob im Streitfall deutsches Recht Anwendung findet.
Der regulatorische Rahmen
Die GGL mit Sitz in Halle (Saale) ist die Aufsichtsbehörde nach dem GlüStV 2021, das seit dem 1. Juli 2021 in Kraft ist. Sie erteilt die bundesweite Erlaubnis für das Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet (§ 9a Abs. 1 Nr. 3, § 27f Abs. 1 GlüStV) und überwacht und ahndet Verstöße (§ 28a). Wer eine Erlaubnis hat, hat sie für eine bestimmte Domain — und nur für diese. Ein Halter, der auch Slots, Poker oder Casino anbietet, hat dafür andere Erlaubnisse mit anderen Regeln. Der Whitelist-Eintrag ist damit keine Auszeichnung für das ganze Haus, sondern eine Aussage über einen einzelnen Bereich.
Was auf Grundlage der Erlaubnis erlaubt ist
Erlaubt sind Festquotenwetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse innerhalb des Geschehens, als Einzel- oder Kombiwette (§ 21 Abs. 1) — und nur die Wettarten, die die GGL zugelassen hat (§ 21 Abs. 5, Sportwettprogramm). Nicht erlaubt sind Ereignisse, an denen überwiegend Minderjährige oder Amateure beteiligt sind; nach der Praxis der GGL zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich. Nicht erlaubt sind außerdem manipulationsanfällige Wetten und Wetten auf Regelverstöße oder deren Sanktionierung (§ 21 Abs. 1a); Wetten auf gesellschaftliche oder politische Ereignisse sind ohnehin nicht zulässig. E-Sport ist nach Feststellung der GGL kein Sport, und Wetten darauf sind in Deutschland nicht möglich. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Ein gesetzliches Limit für den Einsatz pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht.

Und wer ohne Erlaubnis anbietet
Wer Sportwetten in Deutschland ohne deutsche Erlaubnis anbietet, begeht unerlaubtes Glücksspiel (§ 4 Abs. 1 GlüStV). Ob ein Anbieter eine Erlaubnis aus Curaçao, Anjouan oder Malta vorweisen kann, ist für die Bewertung in Deutschland ohne Belang — die GGL warnt Verbraucherinnen und Verbraucher ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten. Diese Warnung hat im September 2026 auch ausdrücklich ein Angebot benannt. Strafrechtlich steht auf dem Veranstalten eine Freiheitsstrafe bis zu zwei Jahren oder eine Geldstrafe, auf der Werbung bis zu einem Jahr; die Teilnahme ist mit bis zu sechs Monaten oder einer Geldstrafe bewehrt. Die Verfolgung einzelner Spieler ist nicht belegt — das ist weder eine Absolution noch ein Grund, es darauf ankommen zu lassen. Und die Zahlung der Wettsteuer ist kein Beweis für eine Erlaubnis, denn sie wird auch von unerlaubten Anbietern geschuldet.
Wie sich das auf einen Nachbarschaftsfall auswirkt
Ein Streit über eine verlorene Wette ist kein Streit über den Sport, sondern über einen Vertrag, und er wird nicht auf dem Platz ausgetragen. Der BGH hat dem EuGH am 25. Juli 2024 (Az. I ZR 90/23) die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit einer Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt am EuGH hat in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 (Rechtssache C-530/24) im Fall Tipico die Auffassung vertreten, dass eine Rückzahlungspflicht für unerlaubte Sportwetten grundsätzlich möglich ist — mit der Ausnahme, dass die Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Es ist daraus kein Anspruch abzuleiten, und niemandem wird eine Erstattung versprochen. Der Fall illustriert nur zweierlei: dass die Entscheidung für einen erlaubten Anbieter keine Formalie ist, und dass es nachträglich schwierig wird, etwas zu klären, was man vorher hätte klären können. Auf der sicheren Seite steht der Spieler eines in die Liste eingetragenen Hauses.
Die Wahl zwischen beiden Wegen
Wer sich überlegt, auf welcher Seite er seinen Pokalabend verbringt, hat es mit zwei Paketen zu tun, und ich sage, was jedes kostet. Ein Anbieter in der Liste: keine Sorge um die Erlaubnis, aber 1.000 € Einzahlungslimit pro Kalendermonat über alle Anbieter, ein Kontingent von Livewetten, das auf Endergebnis und nächsten Treffer beschränkt ist, volle Verifizierung und Zahlungen nur über ein eigenes Konto. Ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis: keine dieser Grenzen und keine dieser Sicherheiten — kein Zugang zu OASIS und LUGAS, keine deutsche Aufsicht und kein deutscher Weg, auf dem sich ein Streit austragen ließe. Wer den Pokalabend am 21. Spieltag im Februar an einem festen Budget verbringt, für den sind die Nachteile des ersten Weges der Wert. Wer meint, die Grenzen des ersten Weges seien ohnehin nicht so wichtig wie der Preis der Quote, der sollte sich fragen, ob er die 1.000 € im Monat wirklich braucht und ob die Differenz, die er im zweiten Weg sähe, den Verlust des ersten aufrechnet. Meine Position: Wer Wettquoten beim DFB-Pokal vergleicht, sollte nur die Häuser vergleichen, die auf der Liste stehen — alles andere spielt in einem anderen Wettbewerb, in dem die Regeln nicht gelten und niemand für einen eintritt. Der Preis dieses Weges ist der Rahmen, den der erste Abschnitt dieser Seite beschrieben hat. Er lässt sich beziffern: 1.000 € pro Kalendermonat, das ist die Zahl, die den Unterschied macht, wenn man nachrechnet statt nachzudenken.
Wovon die Quote am Ende wirklich abhängt
Ein Pokalwettbewerb mit 64 Mannschaften im K.-o.-System bringt es mit sich, dass die Zahl der Preise groß und die Zeitachse lang ist. Die Steuer kommt in dieser Rechnung nicht vor — jedenfalls nicht so, wie man es erwarten könnte, und hier ist der Grund. Die Sportwettensteuer nach den §§ 16 bis 25 des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der gezahlt wird, minus die Steuer selbst“ (§§ 17, 18); das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Geschuldet wird sie vom Veranstalter der Wette, nicht vom Wettenden (§ 19). Ob und wie er sie weitergibt, ist seine Entscheidung. Deshalb darf man sie nicht als Aufschlag auf eine Quote lesen, und sie ist nicht als „5,3 % des Einsatzes“ zu verstehen, sondern als 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags).
Für den Vergleich der Quoten unter den Häusern in der Liste ist das die entscheidende Nebenbemerkung. Wer bei einem Anbieter besonders niedrige Quoten findet und bei einem anderen besonders hohe, sieht nicht unbedingt zwei verschiedene Buchmacher, sondern zwei verschiedene Rechnungen. Die zugrunde liegende Unsicherheit über ein Pokalspiel ist bei beiden gleich. Wer die Quote eines einzelnen Anbieters als die beste des Marktes liest, sollte sich daran erinnern, dass die Bundesliga-Ansetzung und die K.-o.-Regeln an jedem Ort gleich sind. Wenn ein Haus mit „0 % Wettsteuer und die besten Quoten“ wirbt und diese Aussage auf eine Studie zu 2.967 Spielen aus dem Zeitraum 01.04.2025 bis 30.08.2025 stützt, in der es bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag, dann ist das eine Aussage über einen Ausschnitt des Marktes und nicht über die beste Quote bei einem Pokalspiel. Es kommt noch hinzu, dass eine Sportwetten-Erlaubnis nicht bedeutet, dass es keine Steuer gibt; wenn es die Steuer gibt, kommt der Veranstalter nicht um sie herum.
Was am Ende zählt, ist die Rechnung, und die ist bei jedem Haus gleich: Was von einem Einsatz zurückkommt, hängt von der Marge ab, die der Anbieter auf diesen Markt legt. In dem Beispiel, das diese Seite durchgerechnet hat, waren das 4,6 % — ein Wert aus einer Verteilung, die man in einem Pokalspiel mit unterklassigem Gegner nicht erwarten muss. Wer die Zahl für sein eigenes Spiel schätzen will, kann das tun: die Quoten aller drei Ausgänge zusammenzählen, 1 durch jede teilen, und der Rest ist die Marge. Wer das für die erste Runde, das Viertelfinale und das Finale dreimal gemacht hat, sieht, dass ein Buchmacher nicht nur auf ein Ergebnis, sondern auf ein Publikum reagiert.
So, wie ein gutes Spiel mit einem Tor in der Nachspielzeit endet, endet auch der Preis mit einer Zahl, die vorher niemand kennt. Der Rekordsieger FC Bayern München hat 21 Pokalsiege; im vergangenen Jahr hat Stuttgart die Chance ergriffen, die ihm in München niemand zugetraut hätte. In der Saison davor stand ein Drittligist im Finale. Solche Dinge sind der Grund, warum ein Pokalabend seinen Reiz hat — und deshalb ist die einzige Zahl, auf die man sich in diesem Geschäft verlassen kann, der Betrag, den man selbst einsetzt.
Häufige Fragen zu Wettquoten im DFB-Pokal
Wie wird bei Pokalwetten das Ergebnis nach Verlängerung und Elfmeterschießen gewertet?
Das hängt davon ab, was man gespielt hat. Eine Wette auf Weiterkommen oder Turniersieg schließt Verlängerung und Elfmeterschießen ein. Eine Wette auf das Ergebnis nach regulärer Spielzeit endet nach 90 Minuten plus Nachspielzeit — ob danach noch ein Sieger gefunden wird, ändert an ihrer Abrechnung nichts.
Wo lässt sich in Deutschland live auf das Pokalfinale setzen, und was ist dabei erlaubt?
Live anbieten darf nur ein Anbieter mit Eintrag in der Whitelist der GGL. Erlaubt sind während des laufenden Spiels nach § 21 Abs. 4 GlüStV nur Wetten auf das Endergebnis oder den nächsten Treffer — der nächste Eckball oder die nächste Karte gehören nicht dazu.
Worin unterscheiden sich Quoten auf den Pokalsieger von Quoten auf ein Einzelspiel?
Der Sieger-Markt läuft über alle sechs Runden eines Turniers und verliert erst am Ende des Finales seinen Wert. Eine Einzelspielquote bezieht sich auf ein einziges Duell, oft nur auf die reguläre Spielzeit. Zwei verschiedene Verträge mit zwei verschiedenen Auszahlungen.
Was zeigt das Finale 2026 über die Aussagekraft von Favoritenquoten?
Dass eine Favoritenquote ein Preis ist und keine Garantie. Im Finale 2025 gewann der VfB Stuttgart mit 4:2 gegen den Drittligisten Arminia Bielefeld, im Finale 2026 gewann der FC Bayern München mit 3:0 gegen eben jenen VfB Stuttgart. Die Favoritenlinie hatte davor in beiden Jahren einen Riss.
Wie erkennt man, ob ein Wettanbieter für den DFB-Pokal in Deutschland zugelassen ist?
Über die Übersicht der erlaubten Anbieter der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, kurz Whitelist. Der Eintrag der konkreten Domain unter der Sportwetten-Erlaubnis ist der einzige belastbare Nachweis; eine .de-Domain allein beweist nichts. Die Liste führt kein Enddatum, nur Erstdaten.
Welche Rolle spielt die Sportwettensteuer für die Quote?
Die Steuer beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz, der gezahlt wird, minus die Steuer selbst“ — rund 5,03 % des eingezahlten Betrags — und wird vom Veranstalter der Wette geschuldet, nicht vom Wettenden. Ob und wie er sie weitergibt, entscheidet der Anbieter selbst; deshalb ist sie kein pauschaler Aufschlag auf jede Quote.
Turniere – Nations League Wetten
Inhalt erstellt vom Team «Nations League Wetten»
