Lucky 31 Wetten bei den besten Wettanbietern: 31 Wetten aus fünf Tipps
Stand: 30. Oktober 2026. Die Erlaubnisangaben der Anbieter wurden gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder abgeglichen.

Wer eine Systemwette auf fünf Partien legt, kauft sich in Wahrheit ein Bündel. Fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierer und eine Fünferkombination — einunddreißig Wetten auf einem Wettschein, und jede davon mit demselben Einsatz. Das ist die Lucky 31, und sie ist keine Wettart, die sich ein Anbieter ausgedacht hat, um mehr abzurechnen: Sie ist die rechnerische Konsequenz daraus, dass man aus fünf Auswahlen alle Kombinationen bilden und die Einzelwetten mitnehmen will. Genau das unterscheidet sie von der klassischen Kombiwette. Dort steht ein Wettschein, dort steht eine Wette: Alle fünf müssen treffen, sonst ist der Einsatz weg.
Hier nicht. Bei der Lucky 31 müssen nicht alle fünf treffen, damit Geld zurückkommt. Sie müssen nur nicht alle fünf danebengehen.
Das klingt nach einem Geschenk, und es ist keines. Der Preis für diese Redundanz steht auf dem Wettschein bevor irgendein Ball rollt: Bei einem Einsatz von 1 € pro Wette kostet der Schein 31 €, bevor das erste Tor gefallen ist. Die entscheidende Frage ist also nicht, ob die Lucky 31 mehr Treffer verträgt als eine Kombiwette. Die entscheidende Frage ist, ob der Anbieter sie überhaupt anbietet, die Einzelwetten einschließt, und was er von einem Gewinn einbehält, wenn die Auswertung beginnt. Genau dort sortiert sich das Feld.
Wettmärkte und der Aufbau einer Lucky 31
Die Mechanik ist alt und unspektakulär. Systemwetten sind feste Kombinationsmuster über eine vorgegebene Zahl von Auswahlen, und die Lucky 31 ist das Muster, das alle Teilmengen einer Fünfergruppe abdeckt. Wer die fünf Einzelwetten weglässt, landet bei einer Yankee mit sechsundzwanzig Wetten. Wer zusätzlich die Doppel weglässt, bei einer Patent mit sieben. Die Lucky 31 ist die vollständige Variante, und ihr Name beschreibt eher die Größe des Pakets als seine Eigenschaft.
ODDSET führt die Rechnung in seiner eigenen Systemtabelle vor: Das System „ALL“ ergibt bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten — Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen. Diese Zahl ist keine Konvention eines Buchmachers, sondern die Summe der Teilmengen: fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierer, eine Fünferkombination. Wer wissen will, wie sein eigener Schein aufgebaut ist, braucht dafür keinen Anbieter, nur die Einsicht, dass eine Fünferegruppe genau diese Anzahl von Kombinationen hergibt.
Praktisch heißt das: Man wählt fünf Ereignisse, etwa fünf Fußballspiele mit den Märkten 1X2 oder Über/Unter 2,5 Tore, und der Schein füllt sich von selbst. Kombinierbar sind die Auswahlen, die der Anbieter in seinem Sportwettprogramm überhaupt zur Kombination zulässt. Deutsche Anbieter dürfen im laufenden Ereignis ohnehin nur eingeschränkt handeln — nach dem Glücksspielstaatsvertrag sind Live-Wetten während des Geschehens nur auf das Endergebnis oder auf das nächste Tor, den nächsten Satz oder ein vergleichbares, seltenes Ereignis einer Sportart erlaubt. Ein nächster Aufschlaggewinn im Tennis gehört nicht dazu, ein nächstes Tor im Fußball schon. Wer fünf Live-Auswahlen zu einer Lucky 31 verbinden will, stößt deshalb schneller an eine Grenze als jemand, der fünf Vorabmärkte nimmt.
Wer sich die Kombinationen nicht im Kopf vorstellen möchte, greift zum Rechner. Ein Lucky-31-Rechner auf einer Anbieterseite oder bei einem Quotenvergleich nimmt die fünf Quoten entgegen und gibt zwei Zahlen aus: den Gesamteinsatz als Vielfaches des Teileinsatzes und die mögliche Auszahlung. Beides hängt an derselben Annahme. Der Rechner weiß nicht, ob die Einzelwetten eingeschlossen sind — er unterstellt es, weil das die Definition der Lucky 31 ist. Bei einem Anbieter, der die Einzelwetten nicht mit auszahlt, rechnet der Rechner also ein Paket, das es dort nicht gibt. Deshalb bleibt die Prüfung der Wettregeln ein Schritt, den kein Werkzeug ersetzt.
Grundlage der Auszahlung: was 31 Wetten aus 1 € machen
Ein Beispiel, keine zitierte Quote. Angenommen, fünf Auswahlen stehen bei Quoten von 1,50, 1,50, 2,00, 2,00 und 2,50, und der Teileinsatz pro Wette beträgt 1 €. Der Wettschein kostet dann 31 € — dreiunddreißig Zeilen zu je einem Euro.

Die Auszahlung ist eine Spanne, und wo man in ihr landet, entscheidet die Zahl der Treffer. Ein Rechenbeispiel für das untere Ende: Nur die beiden 1,50er treffen. Es landen drei Wetten — die zwei Einzelwetten und ihr Doppel. Die Auszahlung beträgt 1,50 € + 1,50 € + 2,25 €, also 5,25 €, aus einem Einsatz von 31 €. Der Leser sieht daran das Wesentliche der Konstruktion: Sechsundzwanzig Wetten des Scheins haben nichts eingebracht, obwohl zwei Tipps richtig waren.
Am oberen Ende treffen alle fünf. Dann landen alle einunddreißig Wetten, und die Auszahlung summiert sich auf 195,88 € — der Einsatz von 31 € eingerechnet, also ein Nettoertrag von 164,88 €. Zwischen diesen beiden Enden liegt die ganze Bandbreite, und die hängt nicht nur an der Zahl der Treffer, sondern an deren Reihenfolge: Fallen die 1,50er aus und treffen nur die 2,50 und eine 2,00, sieht das Ergebnis anders aus als im umgekehrten Fall. Treffen drei von fünf, landen sieben Wetten. Treffen vier, sind es fünfzehn.
Die Rechnung selbst ist schlicht: Eine gewonnene Wette zahlt Einsatz mal Quote aus, bei einer Kombination multiplizieren sich die Quoten ihrer Auswahlen zum Preis der Wette. Die Fünferkombination aus diesem Beispiel steht bei 22,50 — fünf Quoten multipliziert. Genau dieser Multiplikator ist es, der an der Spitze der Spanne das Geld macht. Die Kehrseite: Er ist nur einen einzigen Schein lang. Ein einziger Fehltipp nimmt diese eine Wette komplett aus dem Spiel, und mit ihr den Löwenanteil der möglichen Auszahlung.
Das sind Durchschnittsbetrachtungen über viele Scheine unter der genannten Annahme, keine Zusage für einen einzelnen Schein. Die Lucky 31 macht einen Tipp nicht wahrscheinlicher. Sie verteilt nur den Einsatz über mehr Möglichkeiten, und sie tut das zu einem Preis: dem höheren Gesamteinsatz. Wer 1 € pro Wette plant, zahlt 31 €. Wer 31 € einzeln setzen will, muss entscheiden, ob er dieses Paket oder eine deutlich kleinere Zahl von Wetten mit höherem Teileinsatz bevorzugt. Ein Betrag von 31 € in dieser Konstruktion liefert eine breite, flache Abdeckung. Dieselben 31 € als drei Kombiwetten liefern eine schmale, hohe. Die Lucky 31 verliert in der Spitze fast immer und gewinnt in der Fläche.
Und weil sie in der Fläche gewinnt, ist sie die perfekte Kulisse für Boni — dazu später mehr.
Rechtslage: Erlaubnis, Whitelist und was eine Systemwette daran ändert
Die Lucky 31 hat kein eigenes Recht. Für sie gilt, was für jede Sportwette in Deutschland gilt, und das ist der erste Punkt, den ein Wettender verstehen sollte: Die Erlaubnis hängt nicht am Wettformat, sondern am Anbieter und an der Domain.

Zuständig ist die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder mit Sitz in Halle (Saale), die nach dem Glücksspielstaatsvertrag 2021 die bundesweite Erlaubnis zum Veranstalten und Vermitteln von Sportwetten im Internet erteilt, die Anbieter beaufsichtigt und Verstöße mit Bußgeldern belegt. Der einzige belastbare Test, ob ein Anbieter erlaubt ist, ist die Whitelist der Behörde nach § 9 Abs. 8 GlüStV. Ein Blick in die Liste vom 2. Oktober 2026 zeigt 30 Einträge, davon 27 Halter mit einer Sportwetten-Erlaubnis — zwei davon zusätzlich für Pferdewetten — und drei Halter ausschließlich für Pferdewetten.
Zwei Fallstricke stecken in dieser Liste, und beide kosten Geld. Erstens beweist eine .de-Domain nichts. Jede eingetragene Domain ist eine .de-Adresse, aber nicht jede .de-Adresse ist eingetragen. Zweitens gilt nur die Domain, die unter der Sportwetten-Erlaubnis steht. Ein Halter kann zusätzlich virtuelle Automatenspiele, Poker oder Online-Casinospiele anbieten — das sind andere Erlaubnisse mit anderen Regeln, und sie sagen nichts über sein Sportwettangebot. Eine erste Erlaubnis läuft fünf Jahre; die Whitelist nennt nur Erteilungsdaten, nie ein Enddatum. Wer also liest, ein Anbieter sei „bis 2027 erlaubt“, hat etwas gelesen, das dort nicht steht.
Was darf überhaupt Gegenstand einer Lucky 31 sein? Festquotierte Wetten auf den Ausgang eines Ereignisses oder eines Abschnitts davon sowie auf Ereignisse darin, als Einzel- oder Kombinationswette. Dazu kommen nur Wettarten, die die Behörde in ihrem Sportwettprogramm zugelassen hat. Ausgeschlossen sind Ereignisse mit überwiegend Minderjährigen oder Amateuren — in der Praxis zählt Fußball unterhalb der 3. Liga als Amateurbereich —, dazu manipulationsanfällige Wetten sowie Wetten auf Regelverstöße oder deren Bestrafung. Wetten auf soziale oder politische Ereignisse sind nicht zulässig. E-Sport ist nach der Haltung der Behörde überhaupt keine Sportart und damit nicht bewerbbar; lizenziertes E-Sport-Wetten existiert in Deutschland nicht. Gewinne werden erst nach dem offiziellen Ende des Ereignisses ausgezahlt. Einen gesetzlichen Einsatzdeckel pro Wette gibt es im Sportwettenbereich nicht — wer das Gegenteil annimmt, verwechselt Sportwetten mit Automatenspielen.
Der Steuerpunkt verdient Genauigkeit, weil er gern falsch wiedergegeben wird und weil er bei Systemwetten unangenehm zählt. Die Sportwettensteuer nach den §§ 16 ff. des Rennwett- und Lotteriegesetzes beträgt 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, das entspricht rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Schuldner ist der Veranstalter, nicht der Wettende. „5,3 % des Einsatzes“ ist also eine andere Zahl und wird auf dieser Seite nicht behauptet; korrekt sind 5,3 % auf den Einsatz abzüglich der Steuer (rund 5 % des eingezahlten Betrags). Ob und wie ein Anbieter die Steuer weitergibt, ist seine eigene Entscheidung und nur aus seinen Bedingungen zu belegen — ODDSET etwa erhebt laut seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % als Quotenabschlag auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette und zahlt den Nettogewinn nach Abzug dieser Gebühr aus. Sportingbet nennt in seinen Wettregeln eine Steuer von 5 % des Wetteinsatzes nach § 17 Rennwett- und Lotteriegesetz und behält bei gewonnenen Wetten 5 % des Bruttogewinns aus Einsatz mal Quote ein. Zwei Anbieter, zwei Formulierungen, zwei verschiedene Ansatzpunkte — und beide wirken auf eine Lucky 31 in siebenundzwanzig gewonnenen Wetten gleichzeitig.
Die Steuer ist im Übrigen kein Erlaubnisnachweis. Auch ein Anbieter ohne deutsche Erlaubnis kann sie abführen.
Was die Nichtigkeit von Verträgen bedeutet — und was nicht
Wer ohne deutsche Erlaubnis Sportwetten anbietet, veranstaltet unerlaubtes Glücksspiel. Eine Curaçao-, Anjouan- oder Malta-Erlaubnis hat in Deutschland keine Bedeutung, und die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder hat im September 2026 ausdrücklich vor der Teilnahme an illegalen Angeboten gewarnt. Strafrechtlich drohen dem Veranstalter bei der Veranstaltung bis zu zwei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, für Werbung bis zu einem Jahr; demjenigen, der teilnimmt, bis zu sechs Monate oder Geldstrafe. Verurteilungen einzelner Spielender sind nicht belegt — daraus folgt weder ein Freibrief noch ein Anlass zur Dramatisierung. Aufsichtsrechtlich arbeiten die Behörden mit Verboten, Zahlungsblockaden und Netzsperren.
Zivilrechtlich ist die Frage in Bewegung. Der Bundesgerichtshof hat dem Europäischen Gerichtshof am 25. Juli 2024 die Frage vorgelegt, ob die Dienstleistungsfreiheit der Nichtigkeit von Sportwettenverträgen entgegensteht; der Kläger fordert von Tipico mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Generalanwalt des Gerichtshofs hielt es in seinen Schlussanträgen vom 19. März 2026 in der Rechtssache C-530/24 grundsätzlich für möglich, unlizenzierte Sportwettenanbieter zur Rückzahlung verlorener Einsätze zu verpflichten — mit der Ausnahme, dass Behörden zugesichert haben, die Lizenzpflicht vorerst nicht durchzusetzen. Daraus folgt für niemanden ein Anspruch. Es folgt nur, dass die Frage offen ist, und wer bei einem nicht erlaubten Anbieter eine Lucky 31 platziert, platziert sie in dieser Offenheit.
Für einen Wettenden bleibt die Abwägung damit ziemlich einfach, wenn auch nicht schmerzlos. Ein Whitelist-Anbieter bietet Rechtssicherheit, den Schutz durch die Spielerschutzinstrumente und einen klaren Weg zur Auszahlung. Dafür nimmt er einem das Einzahlungslimit von 1.000 € pro Kalendermonat nicht ab, beschränkt die Live-Märkte und verlangt vollständige Identitätsprüfung. Ein Offshore-Anbieter lässt einem mehr durchgehen und gibt dafür nichts davon zurück — keine Aufsicht, keinen Zugang zum Spielersperrsystem, keinen deutschen Rechtsweg. Wer eine Lucky 31 mit hohem Teileinsatz plant, merkt den Unterschied zuerst am Limit, nicht am Recht.
Verantwortungsvoll wetten: warum 31 Wetten ein anderes Risiko sind
Die Lucky 31 ist der freundlichste Schein im Wettprogramm und der teuerste. Beides gleichzeitig.
Freundlich, weil sie Fehler verzeiht. Ein Fehltipp kostet nicht den ganzen Schein. Teuer, weil der Einsatz sich versiebenundzwanzigfacht, wenn man nicht aufpasst — 1 € pro Wette klingt nach einem Euro und ist einunddreißig. Diese Verwechslung ist der einzige ernsthafte Fallstrick dieses Wettformats, und sie hat nichts mit Pech zu tun. Sie passiert beim Ausfüllen des Scheins, vor dem Spiel, und ist deshalb vermeidbar.
Das wirksamste Instrument gegen zu hohe Systemeinsätze ist das Einzahlungslimit, und die Zahl überrascht viele: 1.000 € pro Kalendermonat über alle Anbieter hinweg, standenmäßig voreingestellt und über die Limitdatei LUGAS anbieterübergreifend durchgesetzt. Nicht pro Anbieter, nicht pro Konto — über alle. Ein Anbieter kann für eine einzelne Person ein höheres Limit zulassen, bis 10.000 € und in einem engen Rahmen bis 30.000 € für höchstens 1 % seiner aktiven Spielenden, aber nur gegen belastbaren Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Eine Selbstauskunft genügt dafür nicht. Eine Absenkung wirkt sofort, eine Anhebung erst nach sieben Tagen.
Wer dieses Limit ausreizen will, sollte wissen, was es über ein Spielverhalten sagt. Bei einem Teileinsatz von 1 € pro Wette sind in 1.000 € rund zweiunddreißig Lucky-31-Scheine im Monat drin. Wer das an einem Wochenende verbraucht, hat das Limit nicht als Spielraum genutzt, sondern als Bremse überfahren. Wer es über vier Wochen verteilt, hat ein Budget. Der Unterschied liegt nicht im Formular.
Dazu kommt die Verifikation, und sie erzwingt eine klare Reihenfolge. Ein Konto muss vollständig verifiziert sein, und nur ein Konto pro Anbieter ist zulässig. Vor der Verifizierung darf ein Anbieter höchstens 72 Stunden Spiel erlauben, mit einem Einzahlungslimit von 100 € und ohne Auszahlungen. In dieser Zeit liegt also Geld auf dem Konto, an das man nicht herankommt — ein Argument, die Verifizierung vor der ersten Einzahlung abzuschließen statt danach.
Paralleles Spiel bei mehreren Anbietern ist untersagt und wird über die Aktivitätsdatei nachgehalten. Wer meint, Systemwetten ließen sich durch Aufteilen über mehrere Konten strecken, liegt sowohl rechtlich als auch praktisch falsch.
Für den Fall, dass es nicht mehr um Einsatzhöhen, sondern um Kontrolle geht, gibt es zwei Instrumente, die kein Anbieter umgehen kann. OASIS ist das bundesweite Sperrsystem, das bei der Anmeldung und bei jedem Login abgefragt wird. Wer sich dort sperrt und dabei einen Zeitraum nennt, ist mindestens drei Monate gesperrt; nennt er keinen, gilt die Sperre mindestens ein Jahr. Daneben steht der Panikbutton, der eine sofortige Sperre von 24 Stunden auslöst. Offshore-Angebote sind an keines der beiden Systeme angebunden — das ist der praktischste Unterschied zwischen erlaubtem und nicht erlaubtem Wetten, und er zeigt sich im Ernstfall, nicht im Normalfall.
Ein Punkt, der die Lucky 31 direkt betrifft und über den kaum jemand nachdenkt: Das Geld auf dem Konto liegt bei einem erlaubten Anbieter auf einem insolvenzgeschützten Treuhandkonto. Wird das Konto geschlossen, ist das Guthaben innerhalb von fünf Werktagen und ohne Gebühren auszuzahlen. Bei einer Wette, die über Wochen auf Auswertung wartet, ist das kein Nebensatz.
Zahlungen sind ebenfalls reguliert. Einzahlungen sind nur über ein Zahlungskonto auf den eigenen Namen bei einem nach dem Geldwäschegesetz verpflichteten Institut möglich; anonyme Zahlungsmittel sind nicht zugelassen. Das ist der Mechanismus, der Kryptowährungen und anonyme Prepaidkarten aus dem erlaubten deutschen Wettgeschäft heraushält. Welche Zahlungsmarken ein Anbieter akzeptiert, ist seine eigene Sache und nur aus seinen Bedingungen zu belegen.
Der Vergleich: zehn Anbieter mit Erlaubnis, ihre Quotenmodelle und ihre Regeln
Die folgende Einordnung zeigt, welche Anbieter mit deutscher Sportwetten-Erlaubnis Systemwetten führen und wie unterschiedlich sie mit dem Gewinn umgehen. Die Spalte zu den Systemwetten ist die wichtigste, weil die Lucky 31 an ihr steht oder fällt. Wer keine Systemwetten anbietet, kann noch so gute Quoten haben — eine Lucky 31 lässt sich dort nicht platzieren.
| Anbieter | Systemwetten & Einzelwetten | Erlaubnisinhaber laut Whitelist | Sportwetten-Erlaubnis seit |
|---|---|---|---|
| MERKUR BETS | nicht ausgewiesen | Merkur Bets Malta Limited | 06.11.2023 |
| Wettarena | nicht ausgewiesen | I.B.C. Sportsbetting Limited | 09.10.2020 |
| bwin | Cashout manuell und automatisch, Live-Wetten; Systemwetten nicht ausgewiesen | bwin (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| AdmiralBet | nicht ausgewiesen | Greentube Betting Malta Limited | 09.10.2020 |
| LeoVegas | nicht ausgewiesen | LVSports Limited | 21.10.2024 |
| Sportingbet | Cash Out nur bei Einzel- und Kombiwetten, nicht bei Systemwetten | Sportingbet (Deutschland) Limited | 09.10.2020 |
| Tipico | nicht ausgewiesen | Tipico Co. Limited | 09.10.2020 |
| Betway | Cash-Out für den gesamten Betrag oder einen Teil | Betway Limited | 09.03.2021 |
| ODDSET | System „ALL“: 31 Wetten bei fünf Tipps, Einzelwetten eingeschlossen | Oddset Sportwetten GmbH | 18.11.2020 |
| bet365 | Boost für den Wetten-Konfigurator ab 3 Auswahlen und kombinierten Quoten ab 2,00 | Hillside (Europe) ENC | 09.10.2020 |
Was die Anbieter über Systemwetten sagen, steht in ihren Wettregeln, nicht in ihrem Marketing. Auffällig ist, dass ODDSET als Einziger eine Systemtabelle veröffentlicht, die die Bezeichnung „ALL“ mit der Zahl 31 verbindet — die Konstruktion ist dort also nicht nur geduldet, sondern dokumentiert. Auffällig ist ebenso, in wie vielen Häusern Cash Out ausdrücklich auf Einzel- und Kombiwetten beschränkt ist. Wer eine Lucky 31 baut und dann vorzeitig aussteigen will, merkt das erst, wenn er es versucht.
Während ODDSET und Sportingbet ihre Abzüge in den Bedingungen benennen, schweigt die Mehrheit. Das heißt nicht, dass dort nichts abgezogen wird — die Sportwettensteuer trifft jeden Veranstalter. Es heißt, dass ein Wettender bei diesen Häusern in den Bedingungen nachlesen muss, wie der Abzug heißt und wo er ansetzt. Bei einer Wette, die in siebenundzwanzig Zeilen gewinnt, ist das keine Formalie.
Wer eine Lucky 31 mit Einzelwetten platzieren will, sollte vorher zwei Dinge prüfen: ob der Schein die Einzelwetten einschließt, und ob der Abzug auf den Einsatz oder auf den Gewinn geht. Die erste Frage entscheidet, ob das Paket vollständig ist. Die zweite entscheidet, wie viel davon übrig bleibt.
MERKUR BETS: Bonusaktion mit Systemwetten-Kern
MERKUR BETS ist über die Merkur Bets Malta Limited mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 6. November 2023 auf der Whitelist geführt — der jüngste Eintrag der hier verglichenen Häuser.
Interessanter als das Datum ist ein Angebot, das der Anbieter im MERKUR BETS CLUB gefahren hat: Für Kombiwetten oder Betbuilder mit mindestens drei Auswahlen und einer Gesamtquote von mindestens 4,00 gab es bei einem Wocheneinsatz von mindestens 25 € am Montag der Folgewoche eine Freebet über 5 €. Die Aktion lief vom 9. Juni 2025 bis 14. Juli 2025.
Der Mechanismus verdient einen zweiten Blick, weil er genau an der Stelle greift, an der die Lucky 31 stark ist. Die drei Auswahlen und die Quote ab 4,00 sind Anforderungen an eine Kombination — also an das obere Ende des Pakets, nicht an die Einzelwetten. 25 € Wocheneinsatz sind bei einem Teileinsatz von 1 € pro Wette nicht einmal ein vollständiger Lucky-31-Schein. Wer also ohnehin System- oder Kombiwetten in dieser Größenordnung spielt, qualifiziert sich fast nebenbei. Die fünf Euro Freebet stehen dann gegen einen Wocheneinsatz von 25 € — ein Fünftel, und das nur, wenn der Montag kommt und die Bedingung erfüllt wurde. Der Betrag verändert keine Bilanz. Er verändert die Auswahl: Ein Haus, das eine Aktion an Kombinationen knüpft, will Kombinationen sehen, und die Kombination ist genau der Teil der Lucky 31, der am seltensten trifft.
Ob daraus ein Argument für den Anbieter wird, hängt an einer Frage, die das Angebot selbst nicht beantwortet: ob die Systemwetten mit Einzelwetten dort im regulären Programm stehen. Das ist der Punkt, an dem ein Leser in die Wettregeln schauen muss, bevor er einen Schein füllt. Die Aktion allein trägt die Entscheidung nicht.
Wettarena: das Limit als eigentliche Obergrenze
Wettarena wird von der I.B.C. Sportsbetting Limited betrieben und trägt die Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, mit einer Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Die Zahl, die bei diesem Anbieter über allem steht, steht in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen: Der Höchstgewinn kann bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche betragen. Das ist eine Zahl, die für die meisten Leser theoretisch bleibt — und die für Systemwetten trotzdem praktisch wird. Ein Wettschein mit einunddreißig Zeilen ist ein einziger Wettschein. Wer dort mehrere Systemwetten parallel laufen lässt und eine gute Woche erwischt, kann an diese Grenze tatsächlich herankommen, weil sie nicht pro Wette gilt, sondern pro Schein und Woche. Der Deckel schneidet dann nicht die unwahrscheinlichste Wette ab, sondern die Summe.
Die zweite Einschränkung ist ungewöhnlicher und härter: Ohne Kundenkonto können Gewinne über 1.999,99 € nicht ausgezahlt werden. Bei einer gefüllten Lucky 31 liegt die mögliche Auszahlung in einer Größenordnung, die diese Grenze schnell überschreitet. Der Hinweis klingt wie eine Formalie für Gelegenheitsspieler. Für einen Systemwetter ist er die Bestätigung, dass ohne verifiziertes Konto nichts Ernsthaftes ausgezahlt wird.
Was Wettarena über Systemwetten selbst sagt, bleibt offen. Wer hier eine Lucky 31 plant, sollte den Höchstgewinn also nicht als Randnotiz lesen: Bei einem Spielformat, das von Natur aus auf eine hohe Spitze zielt, ist eine Obergrenze pro Schein keine Absicherung des Anbieters gegen Extremfälle, sondern die reale Zielmarke. Wer regelmäßig vierstellige Auszahlungen plant, findet hier eine klare Zahl vor und weiß, woran er ist. Wer Scheine mit einem Teileinsatz unter 1 € plant, wird sie nie berühren.
bwin: Cashout und Streaming, aber die Systemwette bleibt ein Fragezeichen
bwin tritt über die bwin (Deutschland) Limited auf, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.
Die App-Beschreibung im Apple App Store, angeboten von der bwin.party entertainment Limited, nennt Cashout manuell und automatisch, Live-Streams, Live-Statistiken sowie Kombi-Boost und Quoten-Boost. Das ist ein Paket für Live-Wettende: Wer während des Spiels nachjustieren will, findet hier die Werkzeuge dafür. Der Kombi-Boost ist außerdem ein Mechanismus, der auf Kombinationswetten zielt und damit auf die obere Hälfte einer Lucky 31.
Bemerkenswert ist an dieser Liste das, was fehlt. Cashout bei Systemwetten wird nicht genannt. Das ist kein Beweis, dass es nicht geht — aber es ist der Punkt, an dem ein Systemwetter vorher fragen sollte, und zwar bevor er 31 Zeilen füllt. Der Wert einer Systemwette liegt in ihrer Redundanz; wenn ein Haus nur Einzel- und Kombiwetten aussteigen lässt, fehlt genau der Ausstieg aus dem Paket, das man gebaut hat.
Wer vor allem live arbeitet und Einzelwetten bevorzugt, ist bei diesem Anbieter in seinem Feld. Wer die Lucky 31 als Hauptformat spielt, sollte die Wettregeln prüfen, statt sich auf eine Funktionsliste zu verlassen.
AdmiralBet: früh erlaubt, mit stiller Systemwettenlage
AdmiralBet ist über die Greentube Betting Malta Limited auf der Whitelist geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020 und Folgeerlaubnissen vom 13. Dezember 2022 und 29. Juli 2024. Für virtuelle Automatenspiele auf der Slot-Domain besteht zusätzlich eine Erlaubnis seit dem 28. September 2022.
Diese letzte Zahl ist die wichtigste auf dem Datenblatt des Anbieters, gerade weil sie nichts mit Sportwetten zu tun hat. Sie zeigt, dass hier zwei Erlaubnisse nebeneinanderstehen: eine für Sportwetten, eine für Automatenspiele. Das sind getrennte Genehmigungen mit getrennten Regeln. Ein Einzahlungslimit oder ein Schutzinstrument aus dem Automatenspiel gilt nicht für Sportwetten, und umgekehrt. Wer den Anbieter über seine Casino-Seite kennt, kennt deshalb noch nicht sein Sportwettangebot.
Zur Systemwette selbst findet sich nichts Ausgewiesenes. Bei einem Haus, das seit fünf Wochen nach dem Marktstart in Deutschland erlaubt ist, wäre das überraschend, wenn es sie nicht führte — aber ein Verdacht ist keine Grundlage für einen Wettschein. Der praktische Weg bleibt derselbe: Im Wettprogramm prüfen, ob sich bei fünf Auswahlen die Einzelwetten und alle Kombinationen auswählen lassen. Der Unterschied zwischen einer Lucky 31 und einer Yankee liegt nicht im Menü, sondern in vier zusätzlichen Zeilen.
LeoVegas: später Markteintritt, junges Sportwettenangebot
LeoVegas ist über die LVSports Limited geführt, mit einer Erlaubnis für Sportwetten seit dem 21. Oktober 2024 — dem jüngsten Sportwetten-Datum in dieser Vergleichsgruppe. Für virtuelle Automatenspiele besteht die Erlaubnis bereits seit dem 27. Februar 2023.
Die zwei Jahre zwischen den beiden Daten erzählen die Geschichte dieses Anbieters besser als jede Funktionsbeschreibung. LeoVegas war in Deutschland als Casino-Marke etabliert, bevor er Sportwetten anbieten durfte, und das Sportwettenangebot ist entsprechend neuer aufgestellt als das der Häuser, die seit 2020 dabei sind. Ein junges Angebot ist nicht automatisch schlecht. Es ist nur seltener gewachsen: Systemwetten, Cash-out-Spielräume und Auszahlungslimits fällt man in einem neuen Sportbuch anders an als in einem, das sieben Jahre Zeit hatte.
Zur Systemwette selbst liegt nichts Ausgewiesenes vor. Wer den Anbieter wegen seines Casino-Angebots kennt oder wegen einer App, die ihm gefällt, sollte diese Vertrautheit nicht auf das Sportbuch übertragen. Prüfen heißt hier: fünf Auswahlen eingeben und sehen, was der Schein ausgibt. Erscheinen 31 Zeilen, ist die Frage beantwortet; erscheinen 26, ist es eine Yankee; erscheint eine Zeile, ist es eine Kombiwette.
Sportingbet: Systemwette anbieten und sie vom Ausstieg ausnehmen
Sportingbet wird von der Sportingbet (Deutschland) Limited betrieben, Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 21. Dezember 2022.
Die Cash-Out-Bedingungen dieses Anbieters sind die klarste Angabe zu Systemwetten in dieser ganzen Gruppe, und zwar in der Verneinung: Cash Out ist nur bei Einzel- und Kombiwetten möglich, nicht bei Systemwetten und nicht bei Wetten, die als FreeBet abgeschlossen wurden. Der Auszahlungsbetrag richtet sich nach den aktuellen Quoten und wird erst nach der Wettauswertung gutgeschrieben. Wer also eine Lucky 31 platziert und nach zwei Treffern in der dritten Partie kalte Füße bekommt, kann sie hier nicht vorzeitig schließen.
Der Höchstgewinn beträgt nach den Nutzungsbedingungen 100.000 € pro Sportwette, mit einer Obergrenze von 250.000 € Nettogewinn ohne Einsätze innerhalb von sieben Tagen; darüber hinaus besteht keine Auszahlungspflicht. Zwei Deckel also, einer pro Wette und einer pro Woche, und der zweite ist der interessante: Er begrenzt nicht die einzelne Großwette, sondern die Summe einer guten Woche.
Dazu kommen die Abzüge, und hier wird es für Systemwetten konkret. Laut Wettregeln erhebt Sportingbet eine Steuer von 5 % des Wetteinsatzes nach § 17 des Rennwett- und Lotteriegesetzes; bei gewonnenen Wetten behält das Unternehmen außerdem 5 % des Bruttogewinns — also des Betrags aus Einsatz mal Quote — ein. Zwei verschiedene Ansatzpunkte in einem Haus. Wer eine Lucky 31 füllt, zahlt den ersten Prozentsatz auf einunddreißig Zeilen gleichzeitig und den zweiten auf jedes der siebenundzwanzig Gewinne, die typischerweise bei drei Treffern aus dem Paket fallen. Nachrechnen lohnt sich hier nicht nur, es ist Pflicht: Der Unterschied zwischen diesen beiden Abzügen geht bei einem Systemschein in die Zehner.
Im Wettangebot stehen ein Konfigurator+, Live-Wetten sowie Fußball, Tennis, Basketball, Eishockey, Handball, Darts und Snooker. Die Breite ist vorhanden. Der Konfigurator+ zielt auf Kombinationen, also auf die obere Hälfte der Lucky 31 — und wenn das erklärte Ziel des Ausbauwerkzeugs nicht die Systemwette ist, sagt das etwas über die Priorität. Wer die Lucky 31 hier baut, baut sie in einem Haus, das sie kennt, aber nicht bewirbt, und das am Ausstieg aus dem Paket nicht teilnimmt.
Tipico: maltesische Wurzeln, deutsche Erlaubnis
Tipico wird von der Tipico Co. Limited betrieben, ansässig im Portomaso Business Tower in San Ġiljan auf Malta, gegründet 2004 von Oliver Voigt, Dieter Pawlik und Mladen Pavlovic zusammen mit dem Rechtsanwalt Wolfgang Kuentzle. Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 9. Dezember 2022.
Die Firmengeschichte ist hier kein Beiwerk. Tipico ist ein Anbieter mit maltesischen Wurzeln, der den deutschen Markt lange vor 2020 bedient hat, und genau aus diesen Jahren stammen die Wetten, um die es in den Zivilverfahren geht: Der Kläger im Verfahren vor dem Bundesgerichtshof fordert mehr als 3.700 € Verluste aus Sportwetten der Jahre 2013 bis 2018 zurück. Der Rechtsstreit zeigt, wie lange die Frage nach der Rückforderung von Verlusten offen ist und wie sie über die Jahre nachwirkt. Sie ist kein Argument gegen den Anbieter von heute — sie ist der Grund, warum die Whitelist überhaupt existiert.
Die Gründernamen und der Sitz sagen nichts über Systemwetten. Zur Systemwette selbst liegt nichts Ausgewiesenes vor, und wer die Lucky 31 hier plant, fällt die Entscheidung also auf derselben Grundlage wie bei den meisten Häusern dieser Liste: im Wettprogramm nachsehen, ob 31 Zeilen möglich sind.
Was hier mehr wiegt, ist die Kehrseite der langen Marktpräsenz. Ein Anbieter, der seit über zwanzig Jahren im Geschäft ist, hat sich an eine Zeit vor der deutschen Regulierung gewöhnt. Die Erlaubnis von 2020 ist die Antwort darauf, aber sie macht aus einem alten Haus kein neues. Wer nach Systemwetten sucht, findet bei den alten Häusern die vertrautesten Scheine — und die Frage nach den Zeilen bleibt trotzdem eine Frage.
Betway: Cash-out in Teilen, Systemwette ohne Daten
Betway ist über die Betway Limited geführt, mit einer Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. März 2021 und einer Folgeerlaubnis vom 23. Dezember 2022.
Beim Cash-out erscheint das grüne Symbol unter „Meine Wetten“; der Wert der Wette wird angezeigt, und ausgezahlt werden kann der gesamte Betrag oder ein Teil davon. Der Teilausstieg ist ein seltenes Detail und für Systemspieler ein zweischneidiges: Wer aus einer großen Wette einen Teil herausnimmt, behält den Rest im Spiel. Bei einem Paket aus 31 Zeilen ist der Betrag auf dem Symbol aber immer der Wert der gesamten Wette — eine Aufteilung nach Zeilen sieht das Feature nicht vor. Der Teilausstieg verkleinert also die Position, nicht die Zeilen.
Dazu kommt ein Wettkonfigurator für Fußballspiele. Der Konfigurator+ kombiniert Auswahlen aus verschiedenen Partien und zielt damit auf Kombinationswetten. Wer genau das will — mehrere Partien in einer Wette, aber nicht als Vollpaket — findet hier den Werkzeugkasten.
Zur Systemwette selbst liegt nichts vor. Wer die Lucky 31 in ihrer vollständigen Form braucht, muss sie also im Programm prüfen; wer mit einer Kombination aus mehreren Partien zufrieden ist, wird von der Werkzeugliste bedient.
ODDSET: der einzige Anbieter mit einer dokumentierten Systemtabelle
ODDSET wird von der Oddset Sportwetten GmbH betrieben, Sportwetten-Erlaubnis seit dem 18. November 2020, Folgeerlaubnis vom 15. Dezember 2022.
Dieses Haus ist in dieser Vergleichsgruppe das einzige, in dem die Lucky 31 nicht nur möglich, sondern beschrieben ist. Die Systemtabelle des Anbieters führt das System „ALL“ und ordnet ihm bei fünf gewählten Tipps 31 Wetten zu — Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen. Wer ein solches Dokument veröffentlicht, verkauft Systeme und nicht Kombinationen. Das ist für einen Leser, der genau dieses Format sucht, die stärkste verfügbare Auskunft: Hier muss niemand mehr raten, was im Paket steckt.
Der Preis steht in einem anderen Dokument. Nach den Allgemeinen Geschäftsbedingungen erhebt ODDSET bei Kunden mit Wohnsitz in Deutschland eine Gebühr von 5 % — als Quotenabschlag bezeichnet — auf den Bruttogewinn einer gewonnenen Wette. Der für die Auszahlung maßgebliche Nettogewinn ergibt sich erst nach Abzug dieser Gebühr. Bei einer Lucky 31 heißt das: Von jeder der siebenundzwanzig Zeilen, die bei drei Treffern ausgezahlt werden, geht ein Zwanzigstel ab, und zwar bevor das Geld ankommt. Der Abschlag liegt auf dem Gewinn, nicht auf dem Einsatz — das ist die verbraucherfreundlichere der beiden denkbaren Konstruktionen, und es bleibt trotzdem ein Abzug.
Wer die Systemtabelle als Kompetenznachweis liest, liest richtig. Wer sie als Preisnachlass liest, liest falsch. Die Konstruktion ist hier offen dokumentiert, der Abzug ebenso — und das ist mehr, als die meisten Häuser in dieser Liste tun.
bet365: Konfigurator-Boost und ein Gewinn-Boost mit Bedingungen
bet365 wird über die Hillside (Europe) ENC mit Sitz in Ta’Xbiex auf Malta geführt, Sportwetten-Erlaubnis seit dem 9. Oktober 2020, Folgeerlaubnis vom 27. Dezember 2022.
Der Anbieter nennt auf seiner deutschen Seite zwei Boosts, und beide zielen auf Kombinationen. Der Boost für den Wetten-Konfigurator gilt bei 3 oder mehr Auswahlen und kombinierten Quoten von 2,00 oder höher. Der Gewinn-Boost für Kombiwetten hängt in seinem Prozentsatz von der Zahl der Auswahlen ab. Keiner der beiden Boosts adressiert die Einzelwetten — und die Einzelwetten sind genau das, was die Lucky 31 von einer Kombiwette unterscheidet.
Das ist keine Schwäche des Angebots, sondern eine Frage der Zielrichtung. Zwei Boosts auf Kombinationen zeigen, wo das Haus seine Wettenden sieht: im oberen Teil des Scheins, nicht im Paket. Wer die Lucky 31 vor allem wegen ihrer Redundanz spielt, profitiert von einem Boost auf die Kombination nur am oberen Rand des Ergebnisses, wo er ohnehin selten ankommt. Wer die obere Kombination als eigentliches Ziel betrachtet, bekommt hier genau das Werkzeug.
Was die Systemwette selbst betrifft, bleibt die Lage offen. Die dokumentierten Funktionen reichen jedenfalls nicht über die Kombination hinaus, und die Konstruktion, die alle Teilmengen und die Einzelwetten umfasst, wird nicht beworben. Ein Haus, das seine Werkzeuge so klar auf Kombinationen ausrichtet, sagt damit etwas darüber, welche Scheine es erwartet — und wer die Lucky 31 sucht, sollte trotzdem im Programm nachsehen, statt aus der Werkzeugliste auf das Angebot zu schließen.
Was ein Bonus aus einer Lucky 31 macht
Boni und Gratiswetten sind bei Systemwetten ein eigenes Kapitel. Der Glücksspielstaatsvertrag setzt keinen Bonusdeckel und keine Umsatzbedingungen für Sportwetten: Beträge, Umsatzanforderungen und Mindestquoten stammen ausschließlich aus den Bedingungen des jeweiligen Anbieters. Wer zwei Angebote vergleicht, vergleicht deshalb niemals den beworbenen Betrag, sondern den Weg, auf dem er freikommt.
Ein sauberes Beispiel liefert Winamax. Das Willkommensangebot verdoppelt die erste Einzahlung bis zu 100 € in Freebets, und für diese Freebets gelten keine Umsatzbedingungen. Die Einzahlung selbst muss zur Auszahlung jedoch einmal umgesetzt werden, mit einer Obergrenze der Umsetzung von 100 € und einer Mindestquote von 1,05. Der Wortlaut ist hier entscheidend: Die Freebets sind frei, die Einzahlung ist es nicht. Der Umsatz gilt nur für die Einzahlung, und nur bis 100 € — also für höchstens 100 € Wetteinsatz, nicht für den mehrfachen Betrag. Bei einer Lucky 31 mit 1 € Teileinsatz sind das drei Scheine, und die Mindestquote von 1,05 ist bei fast jeder Auswahl erfüllt. Das geschenkte Kapital ist damit tatsächlich ein Geschenk; nur die Einzahlung selbst muss einmal durch das Buch.
Dasselbe Angebot hat noch eine Werbewendung, die man auseinanderhalten muss. Winamax bewirbt sich im Footer mit „0% Wettsteuer und die besten Quoten“. Die Aussage stützt sich auf eine Odoxa-Studie zu 2.967 Spielen aus Fußball, Tennis und Handball vom 1. April bis 30. August 2025, nach der Winamax bei 45 % der untersuchten Quoten auf Platz eins lag. „Die besten Quoten“ heißt also: in etwas weniger als der Hälfte der untersuchten Fälle. Das ist ein starkes Ergebnis und eine schwache Aussage, je nachdem, wie man sie liest. „0 % Wettsteuer“ ist davon unabhängig die relevantere Zahl — sie beschreibt einen Abzug, den andere Häuser auf den Gewinn erheben.
Der Gegenpol steht bei bpremium. Bonusgewinne aus Sportwetten können laut Nutzungsbedingungen erst ausgezahlt werden, nachdem das Fünffache des Bonusbetrags und das Fünffache der zugehörigen Einzahlung bei Dezimalquoten ab 1,7 umgesetzt worden sind; Angebote sind, sofern nicht anders angegeben, nur einmal nutzbar. Zwei getrennte Umsatzhürden also, multipliziert mit fünf, und das auf beiden Seiten. Bei einer Lucky 31 mit 1 € Teileinsatz und 31 € Gesamteinsatz pro Schein sind 5 × Bonus + 5 × Einzahlung eine Größenordnung, die in wenigen Scheinen nicht zu schaffen ist. Ein Bonus, der zwanzig Scheine Umsatz verlangt, ist kein Geschenk, sondern eine Verpflichtung mit Zinsen.
Die Rechnung dahinter ist unangenehm, aber ehrlich. Jede Wette trägt den Abschlag des Buchmachers in ihrer Quote, und die Summe des Umsatzes multipliziert diesen Abschlag. Wer 500 € umsetzen muss, um einen Bonus von 100 € freizuspielen, hat den Bonus schon dann verloren, wenn die Marge über den Umsatz 20 % erreicht. Der glänzende Teil eines Bonusangebots ist der Betrag. Der Teil, der über den Wert entscheidet, ist die Bedingung.
Und genau hier liegt die Verbindung zur Lucky 31, die niemand bewerben wird. Ein Paket mit 31 Zeilen erzeugt Umsatz in einem Tempo, das keine Einzelwette erreicht. Ein Schein, ein Umsatz von 31 €, einunddreißig bewertete Wetten. Wer eine Umsatzbedingung zu erfüllen hat, sieht in der Systemwette das ideale Werkzeug — und merkt zu spät, dass er damit den Abschlag einunddreißig Mal bezahlt hat. Die Systemwette ist zugleich die beste und die teuerste Art, einen Bonus umzusetzen.
Hinzu kommt eine Einschränkung, die in den Bedingungen vieler Häuser steht und die man beim Bau einer Lucky 31 kennen sollte: Wetten, die mit einer Freebet platziert werden, sind häufig von Cash-out und von Systemwetten ausgenommen. Wer einen Bonus in ein System steckt, kann sich also sowohl den vorzeitigen Ausstieg als auch die Kombination selbst verbauen. Der Platzhalter heißt hier nicht „Bonus“, sondern „Bedingungen“, und man liest sie vor dem Schein.
Wo die Prüfung anfängt und wo sie endet
Die praktische Reihenfolge für jeden, der eine Lucky 31 platzieren will, ist kürzer, als sie klingt.
Zuerst die Erlaubnis. Die Domain, die man besucht, muss unter den Einträgen der Whitelist stehen — und zwar unter dem Eintrag für Sportwetten, nicht unter dem für Automatenspiele. Ob ein Halter auch Casinospiele anbietet, sagt für den Wettschein nichts.
Dann die Systemwette selbst. Fünf Auswahlen eingeben und auf die Zeilenzahl sehen. Einunddreißig Zeilen sind eine Lucky 31. Sechsundzwanzig sind eine Yankee ohne Einzelwetten. Eine Zeile ist eine Kombiwette. Diese Prüfung kostet eine Minute und beantwortet die Frage, die den Wert des Scheins bestimmt.
Danach der Abzug. Zieht das Haus einen Prozentsatz vom Einsatz ab, vom Bruttogewinn, oder beides? ODDSET erhebt 5 % auf den Bruttogewinn. Sportingbet nennt 5 % des Wetteinsatzes und zusätzlich 5 % des Bruttogewinns. Zwei Häuser, zwei Konstruktionen, und beide wirken bei einem Systemschein auf viele Zeilen zugleich.
Schließlich die Obergrenzen. Wettarena deckelt bis zu 250.000 € pro Wettschein und pro Woche und zahlt ohne Kundenkonto nichts über 1.999,99 € aus. Sportingbet deckelt 100.000 € pro Sportwette und 250.000 € Nettogewinn in sieben Tagen. Bei einer Wette, deren Reiz in der Höhe der möglichen Auszahlung liegt, ist eine Obergrenze keine Fußnote.
Wer diese vier Punkte abarbeitet, hat mehr getan als die meisten Wettenden — und mehr als jeder Vergleich, der nur Quoten nebeneinanderstellt. Die Quote ist der sichtbare Teil. Alles andere steht in den Bedingungen.
Häufige Fragen zur Lucky 31
Was ist eine Lucky-31-Wette, und woraus besteht sie?
Es ist eine Full-Cover-Systemwette auf fünf Auswahlen, bei der die Einzelwetten eingeschlossen sind. Aus den fünf Tipps entstehen fünf Einzelwetten, zehn Doppel, zehn Dreier, fünf Vierer und eine Fünferkombination — zusammen einunddreißig Wetten auf einem Wettschein, jede mit dem gleichen Teileinsatz.
Wie viele Wetten ergibt das System „ALL“ bei fünf gewählten Tipps?
Nach der Systemtabelle von ODDSET ergibt das System „ALL“ bei fünf Tipps 31 Wetten, und zwar Einzelwetten, alle Systeme und die Kombiwette zusammen. Die Zahl folgt aus der Anzahl der Teilmengen einer Fünferegruppe. Wer die fünf Einzelwetten streicht, landet bei einer Yankee mit 26 Wetten.
Wie unterscheidet sich die Lucky 31 von der Lucky 15?
Beide sind Full-Cover-Systeme, aber über eine andere Zahl von Auswahlen. Die Lucky 15 umfasst vier Tipps und fünfzehn Wetten; die Lucky 31 fünf Tipps und einunddreißig. Der Zuwachs ist überproportional, weil mit jeder Auswahl eine ganze Stufe neuer Kombinationen hinzukommt.
Wie berechnet ein Lucky-31-Rechner den Gesamteinsatz und die Auszahlung?
Der Gesamteinsatz ist der Teileinsatz mal 31. Die Auszahlung summiert die Quoten aller getroffenen Zeilen — eine gewonnene Wette zahlt Einsatz mal Quote, bei Kombinationen multiplizieren sich die Quoten der Auswahlen. Der Rechner unterstellt dabei, dass die Einzelwetten eingeschlossen sind.
Wie wirkt sich die Sportwettensteuer von 5,3 % auf Gewinne aus Systemwetten aus?
Die Steuer betrifft den Veranstalter, nicht den Wettenden: 5,3 % der Bemessungsgrundlage „Einsatz abzüglich der Steuer selbst“, rund 5,03 % des eingezahlten Betrags. Ob ein Anbieter sie weitergibt und wo sie ansetzt, steht nur in seinen eigenen Bedingungen — bei ODDSET und Sportingbet etwa als Abschlag auf den Gewinn.
Wie lässt sich prüfen, ob ein Anbieter für Lucky-31-Wetten eine deutsche Erlaubnis auf der Whitelist hat?
Über die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder, und dort über den Eintrag für Sportwetten. Entscheidend ist die Domain, unter der die Erlaubnis steht; eine .de-Adresse allein beweist nichts. Zusätzliche Erlaubnisse für Automatenspiele oder Poker sagen nichts über das Sportwettangebot aus.
Wettarten – Nations League Wetten
Inhalt erstellt vom Team «Nations League Wetten»
